politopia-magazin

Das politopia-magazin ist das gesellschaftspolitische Magazin bei radio x, dem Frankfurter Bürgerradio.

Das politopia-magazin hört ihr jeden Mittwoch von 16-17 Uhr auf radio x, direkt aus Frankfurt.

Die Liste aller politopia-magazin Sendungen im Jahr 2021, 2022, Alle politopia-magazin Sendungen, Alle ABS-Sendungen.

Per email erreicht ihr uns hier: redaktion@politopiamagazin.de, für GPG-Verschlüsselung benutzt diesen public key

Überstunden im Krankenhaus, Koreafilm - Project K, Textilien aus Pilzen, Strompreisschock

Unbezahlte Überstunden im Krankenhaus in der Teilzeitarbeit, Projekt K koreanisches Film Festival im Oktober des Jahres. Innovative Textilien ein Interview mit Aniela Hoitink. Strompreis-Schock, wieso einige Stromkunden bei Mainova plötzlich 145% mehr zahlen müssen.
Download: pta220126.mp3

Ich habe ein ganzes Bündel von Themen mitgebracht, nämlich das Thema der Teilzeitarbeit. Warum ist es so, dass Teilzeitbeschäftigte ihre Überstunden erst bezahlt bekommen, wenn sie mehr als 40 Stunden arbeiten.

Dann habe ich Anne und Katja, die uns spannendes über koreanische Filme berichten. Zusammen mit anderen organisieren sie jeden Herbst ein Projekt-K-Filmfestival und sind schon fleißig dabei, koreanische Filme vorzusichten.


Dann folgt ein Interview mit Aniela Hoitink aus den Niederlanden. Sie ist Modedesignerin und beschäftigt sich seit Jahren mit Innovation.MycoTEX - B$C texture details.pngSie beschäftigt sich seit Jahren mit Innovationen und arbeitet vor allem mit einem neuen Material, einem Material, aus dem Träume gemacht sind. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall werden Taschen und
Jedenfalls werden Taschen und Kleider daraus gemacht, und es ist ein Stoff, der aus Pilzen kommt. Er heißt Mycotext und sie wird uns erklären, wie sie ihn verarbeitet, was sie damit macht und wie sie diesen Stoff in Gewächshäusern herstellt.

Und ich habe ide Stadtwerke Mainova nach den Energiepreiserhöhungen befragt. Mainova hat einen neuen Tarif für Neukunden eingeführt. Ab dem 3. Januar 2022, und er ist 145 Prozent teurer als der bisherige Tarif,
145 Prozent teurer als der bisherige Tarif, und das ist sehr ungewöhnlich. Normalerweise bekommen alle den gleichen Strom zum gleichen Tarif.
Aber nicht in diesem Jahr, und ich habe Mainova gefragt, warum das so ist. Sie haben uns schriftlich geantwortet!

Und in dieser Sendung spiele ich nur Hard Punk, warum? Weil das die Musik ist, die sich am wenigsten für Spaziergänge eignet.

Geld & Finanzsystem - Auf dem Weg zum "Postkapitalismus"

Im Gespräch mit Norbert Häring, Ökonom, Autor und Wirtschaftsjournalist.
Download: pta220119.mp3

Die aktuelle Finanzsituation, momentane Inflationsrate 5,3% und durch den Schuldenaufkauf der EZB wird mehr Geld gedruckt und in Umlauf gebracht. Wohin führt das und welche Auswirkungen hat diese Herangehensweisen auf die Menschen? Was kann(muss) getan werden?

https://norberthaering.de/ueber-das-geld/

https://norberthaering.de/geldsystem/geldwissen-gamm-karwat/

Jahresvorschau politopia-magazin

Wir schauen in die Zukunft.

Überwachung findet statt

Beim Jahrestreffen des Chaos Computer Clubs werden in Gesprächsrunden und Vorträgen aktuelle technische und gesellschaftliche Themen diskutiert. Wir stelle zwei Beiträge im Themenfeld Überwachung vor.
Download: pta220105.mp3

Computer

Das Programm des rc3, dem online Jahrestreffen. fahrplan.events.ccc.de/rc3/2021/Fahrplan/

Alle Aufzeichnungen der Vorträge und Diskussionen. media.ccc.de/b/conferences/rc3/2021

Chinas Sozialkredit-System media.ccc.de/v/rc3-2021-chaosstudiohamburg-380-chinas-sozialkreditsystem-das-gefhrlichste-bonittssystem-der-welt

Warum personalisierte Werbung verboten werden muss media.ccc.de/v/rc3-2021-chaosstudiohamburg-378-warum-personalisierte-werbung-verboten-werden-muss

Der Verein digitalcourage verleiht auch die Big Brother Awards. digitalcourage.de

Zwangsarbeit im Dritten Reich — Das KZ Katzbach in Frankfurt

Andrzej Branecki und Januzs Garlicki sind zwei Zeitzeugen des Konzentrationslagers Katzbach, das von August 1944 bis März 1945 in den Adlerwerken durch das Wirtschafts-Verwaltungshauptamt der SS und die Unternehmensleitung der Adlerwerke eingerichtet wurde. Ich zeichne ihre Geschichte nach, weil sie zwei von 1616 Zwangsarbeitern sind, die die Kriegszeit nach 1945 überlebt haben.
Download: pta211229.mp3

Andrzej Branecki und Januzs Garlicki sind zwei Zeitzeugen des KZ Katzbach, das von August 1944 bis März 1945 in den Adlerwerken eingerichtet war. Unter unmenschlichen Bedingungen arbeiteten und lebten die meist polnischen Zwangsarbeiter, bewacht durch SS-Truppen. Wer zu schwach war und starb wurde durch neue Häftlinge ersetzt. Der jüngste Häftling war gerade mal 11 Jahre alt. Die meisten der 1616 starben unmittelbar oder kurz nach der Auflösung des Lagers. Die Arbeiter der Adlerwerke wussten das alles und schwiegen. 

Branecki-Brief.png

Heute gibt es Bücher zu dem Thema und eine Gedenktafel erinnert an die Taten. Eine Gedenkstätte ist im Aufbau, 78 Jahre danach soll endlich an das Schicksal der Zwangsarbeiter erinnert werden. Diese Sendung ist ein Beitrag dazu ein würdiges Andenken an die Opfer des KZ Katzbach zu bewahren. Redaktion: Thorsten Sinning 2021 Am 19. März 2022 findet am Frankfurter Mainufer eine Gedenkwache statt. 

Interessierte melden sich bitte unter gedenken@lagg-ev.de an oder finden infos im Internet unter https://www.lagg-ev.de/gedenken/


Brief und Unterschrift vom Zeitzeugen Andrzej Branecki, Foto: Stefanie Grohs

Links und Literatur

ANDREA RUDORFF Katzbach - das KZ in der Stadt erschienen im Wallstein-Verlag ISBN 978-3-8353-3953-8 erste Auflage (Mai 2021)

https://www.wallstein-verlag.de/9783835339538-katzbach-das-kz-in-der-stadt.html

Garlicki, Janusz Von der Wahrscheinlichkeit zu überleben Aus dem Warschauer Aufstand ins KZ-Außenlager bei den Frankfurter Adlerwerken. Aus dem Polnischen von Andrea Rudorff, erschienen im Harrassowitz-Verlag in der Reihe Polnische Profile ISBN: 978-3-447-11705-0 erste Auflage 2021

https://www.harrassowitz-verlag.de/Von_der_Wahrscheinlichkeit_zu_%C3%BCberleben/titel_6871.ahtml

Ernst Kaiser, Michael Knorn: “Wir lebten und schliefen zwischen den Toten. Rüstungsproduktion, Zwangsarbeit und Vernichtung in den Frankfurter Adlerwerken”, erschienen im Campus Verlag, dritte Auflage 1998 ISBN 978-3593361635 und

Die letzten Zeugen des KZ Katzbach: Gespräche mit Überlebenden des KZ-Aussenlagers Katzbach der Adlerwerke Frankfurt am Main Gebundene Ausgabe – 29. August 2005 von Claudy-Stiftung (Herausgeber), Skibinska (Autor) ISBN 978-3937774114 leider nicht mehr lieferbar.

https://kz-adlerwerke.de/

https://www.lagg-ev.de/gedenken/  

politopia-magazin

Wir unterhalten uns

Geld & Finanzsystem - Unentdeckter Raubzug_Falschgeld im Umlauf!

Im Gespräch mit Samirah Kenawi, Schriftstellerin, Mitbegründerin der Lila Offensive_ autonome Fraueninitiative und Autorin des Buches "Falschgeld" - Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit.
Download: pta211208.mp3

Ein Gespräch mit Samirah Kenawi, Schriftstellerin und mit ihrem Interesse an Ökonomietheorien, stellen wir die These der Geldvermehrung und das daraus folgende "Falschgeld", vor. Was ist Geld, wozu dient es uns und was ist aus dem Geld geworden? Das sind die Fragen, die diese ungewöhnlichen Zusammenhänge der Banken und Unternehmen, der Geldschöpfung, den Schuldenaufkauf der EZB und die Kapitalismus Theorie als solche, beleuchten.

https://falschgeldsystem.de/

https://falschgeldsystem.de/spiel/

Inklusion – Was passiert in Werkstätten für Menschen mit Behinderung?

Menschen mit Behinderungen sind in unserer Gesellschaft allgegenwärtig, aber sie bleiben oft unbemerkt. In der alternden Gesellschaft gibt es viele Menschen mit Diabetes, Körperhilfe, Dialysepatienten und Rollstuhlfahrer. Aber was ist mit den Menschen, die in Wohnheimen und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen leben?
Download: pta211201.mp3

340px-Handicapped_Accessible_sign.svg.png

Tatsächlich gibt es in den in der Gruppe der Menschen mit Behinderung eine zwei Klassengesellschaft. So gibt es diejenigen, die als Arbeitnehmer in Betrieben einen geregelten Arbeitsvertrag haben und eines Tages vielleicht krank werden, Nierenversagen erleiden oder einen Schlaganfall. Diese Menschen werden dann zu Schwerbehinderten. Sie haben einen Arbeitsvertrag. Für sie gibt es Gewerkschaften, Betriebsräte Schwerbehindertenvertretung, Integrationsamt, Rentenversicherung die in allen Fragen ihrer Behinderung individuell Hilfe leisten. Es gibt auf der anderen Seite Menschen mit Behinderung, häufig diejenigen, die diese Behinderung von Geburt an haben und in einen Beruf hinein wachsen. Viele von ihnen kommen nicht in den Genuss eines Arbeitsvertrages, sie arbeiten im sogenannten zweiten Arbeitsmarkt, in Behindertenwerkstätten, für die andere Standard gelten, als auf dem ersten Arbeitsmarkt. Hier gibt es keine Betriebsräte, keine Gewerkschaften, kein Integrationsamt. Früher wurden Menschen mit angeborenen Behinderungen in Sonderschulen und Behindertenheime gegeben, damit Pflegepersonal und Helfer sie pflegen und beschäftigen. Man hat diese Menschen damit de facto ausgeschossen. Heute gibt es zahlreiche Inklusionsprojekte in Schulen und Bildungseinrichtungen, so dass auch Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten hier an „normalen“ Ausbildungsgängen in Betrieben und Berufsschulen und im Studium teilhaben können. Soweit die Theorie. Aber unser Gesundheitssystem ist dort weniger durchlässig als das Bildungssystem und es wird immer wieder an Leistungen gespart. Das trifft Behinderte im zweiten Arbeitsmarkt besonders. Teuere speziell angepasste Hörgeräte sind zum Beispiel keine Standardversorgung.

Bei Arbeitnehmer im ersten Arbeitsmarkt zahlt der Sozialversicherungsträger Integrationsamt oder auch der Arbeitgeber Gelder dazu. Im zweiten Arbeitsmarkt gibt es keine zusätzlichen Fördergelder oder ein Integrationsamt. Dabei könnten gerade im Bereich der Behindertenförderung wir viel besser aufgestellt sein. Deutschland ist zum Beispiel führend in der Industrie für Körperhilfen. Das breite Publikum sieht zum Beispiel bei Paralympics Sportler, die mithilfe von Carbon Prothesen weiter höher und besser springen können als vergleichbaren „gesunde“ Athleten. Manche können sogar schneller laufen als Menschen ohne Prothese. In der Schweiz, Deutschland und in Dänemark werden die besten Hörgerät der Welt produziert. Viele Menschen tragen und schätzen diese Körperhilfen. Früher wurde man stigmatisiert, heute trägt im Prinzip jeder Kopfhörer im Ohr und Smartphones am Körper. Mit einer höheren Akzeptanz ist die Verbreitung dieser Körperhilfen angewachsen, aber die Preise für Hörgeräte sind trotzdem im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich. Manche Geräte sind im europäischen Ausland zudem deutlich billiger.

Druck_Boehringer_Ingelheim_Inklusion_Foto_Andi_Weiland-71_medium.jpg
Arbeit und Inklusion -- Foto: Andi Weiland

Zwar bezahlen heutzutage Krankenkassen digitale Hörgeräte, Versorgung bleibt aber hinter dem zurück, was einige Menschen in ihrem Leben tatsächlich benötigen. Piktogramm für Menschen mit Behinderung Gerade Menschen mit Behinderung die in den Behindertenwerkstätten arbeiten können sich Zusatzkosten nicht leisten. Und so kommt es zu der paradoxen Situation, dass für Arbeitnehmer zusätzliche Mittel aus der Rentenversicherung, Krankenversicherung Beratung aus dem Integrationsamt und vom Arbeitgeber zur Verfügung stehen, um einen bestmöglichen Arbeitsplatz zu gewährleisten. Behindertenheime, bei denen man annehmen möchte, dass sie bestmöglich für die individuelle Behinderung ausgestattet sind zählen aber nicht als Arbeitsstätten und werden dem zweiten Arbeitsmarkt zugerechnet. Dementsprechend ist das Integrationsamt hier nicht zuständig.

Weiter...

Geld & Finanzsystem - Soziale und solidarische Wirtschaft

Wir sprechen mit dem EU Abgeordnetem Sven Giegold, Obmann der grünen Fraktion, im Ausschuss für Wirtschafts- und Finanzpolitik, Beauftragter für öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, wie auch für Umweltfragen zuständig. Ein weiteres Interview stellt Chiara Przybilla vor und ihr Gast ist Julia Post, Sozialunternehmerin und Stadträtin in München. Frau Post stellt einige Sozialunternehmen und Gemeinwohl_Institutionen vor, die in der bayrischen Metropole längst etabliert sind.
Download: pta211124.mp3

Was hat sich im EU Parlament die letzten zehn Jahr im Bezug auf Lobbytransparenz, Bankenaufsicht, Transaktionssteuer oder Steuerraub getan und vor welchen ökonomischen Aufgaben steht Herr Giegold in der Frage der sozialen und solidarischen Wirtschaft in Zukunft?

https://sven-giegold.de/category/meine-themen/wirtschaft-waehrung/

https://sven-giegold.de/europe-calling-wirtschaft-fuer-das-gemeinwohl/

Ein weiterer Beitrag von FreienRadiosNet LORAMUC aus München zum Sozialuntenehmertum -Sozialunternehmen als Katalysatoren für die Wirtschaft der Zukunft. Chiara Przybilla im Gespräch mit Julia Post, Sozialunternehmerin und Stadträtin in München.

https://frankfurt.socialimpactlab.eu/

politopia-magazin

Wir unterhalten uns