Inklusion – Was passiert in Werkstätten für Menschen mit Behinderung?

Menschen mit Behinderungen sind in unserer Gesellschaft allgegenwärtig, aber sie bleiben oft unbemerkt. In der alternden Gesellschaft gibt es viele Menschen mit Diabetes, Körperhilfe, Dialysepatienten und Rollstuhlfahrer. Aber was ist mit den Menschen, die in Wohnheimen und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen leben?
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Tatsächlich gibt es in den in der Gruppe der Menschen mit Behinderung eine zwei Klassengesellschaft. So gibt es diejenigen, die als Arbeitnehmer in Betrieben einen geregelten Arbeitsvertrag haben und eines Tages vielleicht krank werden, Nierenversagen erleiden oder einen Schlaganfall. Diese Menschen werden dann zu Schwerbehinderten. Sie haben einen Arbeitsvertrag. Für sie gibt es Gewerkschaften, Betriebsräte Schwerbehindertenvertretung, Integrationsamt, Rentenversicherung die in allen Fragen ihrer Behinderung individuell Hilfe leisten. Es gibt auf der anderen Seite Menschen mit Behinderung, häufig diejenigen, die diese Behinderung von Geburt an haben und in einen Beruf hinein wachsen. Viele von ihnen kommen nicht in den Genuss eines Arbeitsvertrages, sie arbeiten im sogenannten zweiten Arbeitsmarkt, in Behindertenwerkstätten, für die andere Standard gelten, als auf dem ersten Arbeitsmarkt. Hier gibt es keine Betriebsräte, keine Gewerkschaften, kein Integrationsamt. Früher wurden Menschen mit angeborenen Behinderungen in Sonderschulen und Behindertenheime gegeben, damit Pflegepersonal und Helfer sie pflegen und beschäftigen. Man hat diese Menschen damit de facto ausgeschossen. Heute gibt es zahlreiche Inklusionsprojekte in Schulen und Bildungseinrichtungen, so dass auch Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten hier an „normalen“ Ausbildungsgängen in Betrieben und Berufsschulen und im Studium teilhaben können. Soweit die Theorie. Aber unser Gesundheitssystem ist dort weniger durchlässig als das Bildungssystem und es wird immer wieder an Leistungen gespart. Das trifft Behinderte im zweiten Arbeitsmarkt besonders. Teuere speziell angepasste Hörgeräte sind zum Beispiel keine Standardversorgung.

Bei Arbeitnehmer im ersten Arbeitsmarkt zahlt der Sozialversicherungsträger Integrationsamt oder auch der Arbeitgeber Gelder dazu. Im zweiten Arbeitsmarkt gibt es keine zusätzlichen Fördergelder oder ein Integrationsamt. Dabei könnten gerade im Bereich der Behindertenförderung wir viel besser aufgestellt sein. Deutschland ist zum Beispiel führend in der Industrie für Körperhilfen. Das breite Publikum sieht zum Beispiel bei Paralympics Sportler, die mithilfe von Carbon Prothesen weiter höher und besser springen können als vergleichbaren „gesunde“ Athleten. Manche können sogar schneller laufen als Menschen ohne Prothese. In der Schweiz, Deutschland und in Dänemark werden die besten Hörgerät der Welt produziert. Viele Menschen tragen und schätzen diese Körperhilfen. Früher wurde man stigmatisiert, heute trägt im Prinzip jeder Kopfhörer im Ohr und Smartphones am Körper. Mit einer höheren Akzeptanz ist die Verbreitung dieser Körperhilfen angewachsen, aber die Preise für Hörgeräte sind trotzdem im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich. Manche Geräte sind im europäischen Ausland zudem deutlich billiger.

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Arbeit und Inklusion -- Foto: Andi Weiland

Zwar bezahlen heutzutage Krankenkassen digitale Hörgeräte, Versorgung bleibt aber hinter dem zurück, was einige Menschen in ihrem Leben tatsächlich benötigen. Piktogramm für Menschen mit Behinderung Gerade Menschen mit Behinderung die in den Behindertenwerkstätten arbeiten können sich Zusatzkosten nicht leisten. Und so kommt es zu der paradoxen Situation, dass für Arbeitnehmer zusätzliche Mittel aus der Rentenversicherung, Krankenversicherung Beratung aus dem Integrationsamt und vom Arbeitgeber zur Verfügung stehen, um einen bestmöglichen Arbeitsplatz zu gewährleisten. Behindertenheime, bei denen man annehmen möchte, dass sie bestmöglich für die individuelle Behinderung ausgestattet sind zählen aber nicht als Arbeitsstätten und werden dem zweiten Arbeitsmarkt zugerechnet. Dementsprechend ist das Integrationsamt hier nicht zuständig.

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Transkription

[0:00] Hallo, es ist sechzehn Uhr, hier ist das Politopia-Magazin auf Radio X in Frankfurt am Main. Heute am 1 Dezember 221. Mein Name ist Thorsten Sinning
und ich habe euch folgendes Thema mitgebracht. Ein Bericht über das Leben und Arbeiten in Schwerbehindertenheimen. Ich habe.
Schwerbehinderten Kontakt aufgenommen und sie haben mir Feedback gegeben, wie sie ihre Situation empfinden. Außerdem habe ich um
rund viertel nach vier ein Interview mit einer Betroffenen mit Lia aus Nordrhein-Westfalen. Sie war bereit, uns hier ein Interview zu geben. Sie ist mehrfach schwerstbehindert und Autistin und für sie ist so ein,
Interview ganz besonders anstrengend und ich bin sehr froh, dass wir mit ihr sprechen konnten.

[0:51] Und eine Viertelstunde später um halb fünf haben wir dann ein Interview mit Amazon. Sie ist im Bundestagsdirektkandidat aus Frankfurt am Main.
Und er spricht mit uns über seine Pläne für die neue Legislaturperiode
Und wir haben ihn natürlich auch darüber interviewt, wie er die Situation von Schwerbehinderten einschätzt.
Schauen Sie sich doch einmal gut um. Menschen mit Behinderungen sind in unserer Gesellschaft allgegenwärtig.
Sie sind oft unauffällig. Gerade in unserer älter werdenden Gesellschaft gibt es viele Menschen mit Diabetes, körperlichen Hilfsmitteln, Dialysepatienten, Menschen im Rollstuhl.

[1:37] Dennoch gibt es bei der Inklusion im Kindergärten, Schulen, Ausbildung und Beruf einen großen Nachholbedarf.
Warum? Tatsächlich gibt es in der Gruppe von Menschen mit Behinderung eine Zweiklassengesellschaft.
So gibt es diejenigen, die als Arbeitnehmer in Betrieben einen geregelten Arbeitsvertrag haben und eines Tages vielleicht krank werden. Nierenversagen erleiden oder einen Schlaganfall.
Diese Menschen werden dann zu schwerbehinderten.
Aber Sie haben einen Arbeitsvertrag. Für Sie gibt es Gewerkschaften, Betriebsräte, Schwerbehindertenvertretungen,
Integrationsämter und die Rentenversicherung, die in allen Fragen ihrer Behinderung individueller Hilfe leisten.
Es gibt auf der anderen Seite Menschen mit Behinderung häufig diejenigen,
diese Behinderung von Gebot anhaben und in einen Beruf erst hineinwachsen. Viele von ihnen kommen nicht in den Genuss eines Arbeitsvertrages, sie arbeiten in sogenannten zweiten Arbeitsmarkt.
Behindertenwerkstätten für die andere Standards gelten als auf dem ersten Arbeitsmarkt.
Hier gibt es keine Betriebsräte, keine Gewerkschaften und kein Integrationsamt.

[2:56] Früher wurden Menschen mit angeborenem Behinderungen in Sonderschulen und Behindertenheimen abgegeben, damit fällige Personal und Helfer sie pflegen und beschäftigen.
Man hat diese Menschen damit de facto ausgeschlossen.
Heute gibt es zahlreiche Inklusionsprojekte, ja in Schulen, in Bildungseinrichtungen, sodass auch Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten hier am
in Anführungszeichen normalen Ausbildungsgängen in Betrieben und Berufsschulen und im Studium teilhaben können.
Soweit die Theorie. Aber unser Gesundheitssystem ist dort weniger durchlässig als das Bildungssystem.

[3:37] Und es wird immer wieder an Leistungen gespart. Das trifft besonders die Behinderten im zweiten Arbeitsmarkt.

[3:46] Eure speziell angepasste Hörgeräte zum Beispiel sind keine Standardversorgung. Bei Arbeitsnehmern im ersten Arbeitsmarkt zahlt dann der Sozialversicherungsträger.
Das Integrationsamt oder vielleicht sogar der Arbeitgeber Geld dazu.
Im zweiten Arbeitsmarkt gibt es keine zusätzlichen Fördergelder oder gar ein Integrationsamt.

[4:11] Dabei könnten grade im Bereich der Behindertenförderung wir viel besser aufgestellt sein.
Deutschland ist zum Beispiel führend in der Industrie für Körperhilfen. Das breite Publikum sieht dieses,
meistens bei den Paralympics, bei Sportlern, die mithilfe von Carbonprothesen weit höher oder besser springen als vergleichbare in Anführungszeichen gesunde Athleten.

[4:37] Manche Sportler laufen sogar schneller mit Carbonprothesen als Menschen ohne.

[4:45] In der Schweiz, in Deutschland und in Dänemark werden die besten Hörgeräte der Welt produziert. Viele Menschen tragen und schätzen diese Körperhilfen.

[4:55] Früher wurde man stigmatisiert, wenn man ein Hörgerät trug, heute trägt im Prinzip jeder Kopfhörer im Ohr oder Smartphones am Körper.
Mit einer höheren Akzeptanz ist die Verbreitung dieser Körperhilfen tatsächlich angewachsen, aber die Preise für Hörgeräte sind trotzdem im mittleren bis hohen, vierstelligen Bereich, manche Geräte im europäischen Ausland
sind zudem deutlich billiger.
Zwar zahlen heutzutage Krankenkassen, digitale Hörgeräte, Versorgung bleibt aber hinter dem zurück, was einige Menschen in ihrem Leben tatsächlich benötigen.
Gerade Menschen mit Behinderungen, die in Behindertenwerkstätten arbeiten, können sich die Zusatzkosten nicht leisten. Und so kommt es her
zu der paradoxen Situation, das für Arbeitnehmer im ersten Arbeitsmarkt zusätzliche Mittel aus der Rentenversicherung, der Krankenversicherung.
Beratung, aus dem Integrationsamt und vom Arbeitgeber zur Verfügung stehen, um einen bestmöglichen Arbeitsplatz zu gewährleisten.

[6:00] Behindertenheime, bei denen man annehmen möchte, dass sie bestmöglich für individuelle Behinderungen ausgestattet sind, zählen aber nicht als Arbeitsstätten,
und werden dem zweiten Arbeitsmarkt zugeordnet. Dementsprechend ist das Integrationsamt hier nicht zuständig.
Dadurch verwehrt man vielen Menschen die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben, welches sie durch geeigneten Bayerischen heutzutage tatsächlich genießen könnten.

[6:29] Richtige Teilhabe am Leben also.

[6:32] In den Niederlanden ist das anders. Niederländische Heime sind besser an die Bedürfnisse angepasst und die individuelle Ausstattung hängt nicht von der Zugehörigkeit zum Arbeitsmarkt ab.

[6:44] Aber auch die Arbeitswelt in Deutschland hat sich verändert. Firmen werden immer offener für Diversität.
Grade Menschen mit Behinderungen können durch gleitende Arbeitszeitmodelle oder angepasste Arbeitsplätze sogar von zu Hause aus arbeiten,
Sie können zum Beispiel in der IT-Industrie sehr wertschöpfende und äußerst sinnvolle Tätigkeiten übernehmen, weil physische Hürden spielen hier keine Rolle.

[7:09] Hier prallen jedoch Welten aufeinander, die sich offensichtlich noch nicht wirklich gefunden haben.

[7:16] Also Zuverlässigkeitstest von Software durchzuführen, das können auch Menschen, die an den Rollstuhl angewiesen sind.
Kreative Webseiten gestalten, das können auch Menschen, die eingeschränkt hören.
Autisten haben zum Beispiel Fähigkeiten in der Erkennung von Mustern, die bei der Bundespolizei im Bereich der Gepäckkontrolle dringend benötigt werden. Hier gibt es bereits 1. Modellprojekte.
Stattdessen höre ich von Betroffenen, es werde in Behindertenwerkstätten Arbeiten gemacht, die lediglich zur Beschäftigung dienen.

[7:52] Einzelfälle sein, aber für die Betroffenen gibt es kaum ein Sprachrohr in die Öffentlichkeit.
Ich hatte das Glück, im Internet auf eine Gesprächsgruppe zu stoßen, wo sich Behinderte aus dem Bundesgebiet austauschen.
Die Berichte über Gewalt und Einengungen schlecht ausgestattete Werkstätten und stupide Arbeiten sind erschütternd.
Wer ein offenes Ohr hat, entdeckt im Internet viele Menschen mit Behinderung, die sich dort auf sozialen Medien austauschen.

[8:22] Viele sind auch von der Politik enttäuscht und durch die Corona-Situation verschärft sich die Lage noch bis ins Unerträgliche.
So berichten Betroffene konkret von Gewalt in Schwerbehinderteneinrichtungen. Ein Beispiel
eine Betroffene leidet unter der zeitweisen Unfähigkeit sich zu bewegen. Eine auftretende Störung des Bewegungszentrums, die sie nicht kontrollieren kann,
Zu dem traumatischen Erlebnis kommen dann aber noch abwertende Äußerungen von teilweise schlecht ausgebildeten, häufig auch überforderten Personal.
Sie sei faul oder unwillig.
So berichteten Menschen, dass sie manchmal mit Medikamenten ruhig gestellt werden. Hier wurden Psychopharmarker verabreicht,
sie unglücklich oder mit einer Situation überfordert war.

[9:10] Gerade Autisten können leicht überfordert werden, weil Autisten die Welt ohne Filter wahrnehmen
Alle Informationen aus der Umwelt prasseln gleichzeitig auf sie ein. Ein Gefühl dazu wäre man in einer Disco mit lautem Lärm den ganzen Tag,
Letztendlich eine Tortur.
Den meisten Menschen ist es unmöglich, ganz genau zuzuhören, wirklich in jedes Detail. Meisten vergessen die Details.
Und das ist es, was den Alltag, der in Anführungszeichen gesunden Menschen eigentlich erträglich macht.

[9:47] Während die meisten Einrichtungen ihre Insassen sicherlich gut bedienen, gibt es eine große Grauzone.
Und die mir vorliegenden Beispiele von Frauen mit Behinderungen zeigen, dass das Feedback der Betroffenen oft zu kurz kommt.

[10:05] Und vor Corona gab es einen großen Personalmangel und das führt jetzt grade dazu, dass Dienstpläne häufig,
zermürbend sind und viele Überstunden geleistet werden,
Behinderte Menschen mit Lebenspartnern haben mir vielleicht einen Vorteil, aber solche Partnerschaften sind genauso zerbrechlich wie die von nicht behinderten Menschen. Und der Druck im behinderten Sektor ist enorm.
Ich hatte das Glück eine Gesprächspartnerin zu finden, die sich zu einem Interview mit dem Puntopia-Magazin bereiterklärte.

[10:40] Um Ihnen und meine Zuhörerinnen und Zuhörer einen kurzen Einblick zu geben in die Welt wie.
Meine Interviewpartnerin Lia, die Welt wahrnimmt, habe ich einige Hörproben für Sie zusammengestellt.

[10:53] Ich habe meine Interviewpartnerin per Videoanruf interviewt, damit sie von den Lippen ablesen konnte. Der Ton ist daher nicht ganz perfekt,
Lia sitzt im Rollstuhl. Sie ist Autistin und hat eine Hörbehinderung.
Um einen Einblick zu geben, wie sie die Welt wahrnimmt, habe ich ja ein erstes Hörbeispiel, das die Welt zeigt, wie Lia sie ohne Hörgerät hört.
Ja

[11:33] Jetzt ein Hörbeispiel, wie Lia die Welt hört, wenn ihr.
Hörgeräte gegeben werden, wie sie von der Krankenkasse als Standardversorgung angeboten werden.
Bisher nicht oder so. Ja, man kommt auch auf andere Stoffen, also bestimmte Inszenierungen sehen so und so aus, weil sie im Winter spielen. Und manche sehen so und so aus, weil sie im Sommer spielen. Mhm. Finde ich interessant. Mhm. Ist.

[12:00] Und hier ein Beispiel, wie Lia die Welt hören könnte, wenn sie ein digitales Hörgerät der letzten Generation benutzen würde.
Das Gespräch vom Umgebungsgeräuschen trennt.
Diese Hörgeräte sind zwar erhältlich, aber Lia wird sie sich mit ihrem Verdienst in einem Schwerbehindertenheim niemals leisten können.

[12:23] Bisher nicht, also. Ja, man kommt auch auf andere Stoffe, also bestimmte Inszenierungen sehen so und so aus, weil sie im Winter spielen und manche sehen so und so aus, weil sie im Sommer spielen. Mhm. Finde ich interessant für uns, ja. Mhm. Das.

[12:37] Zum Einblick in Lias Welt und nun zum Interview mit Lia.

[12:43] Willkommen im Politopia-Magazin. Ich habe eine ganz besondere Gästin hier. Das ist Lia und äh,
Möchte Sie fragen, kannst du dich vielleicht kurz vorstellen für unsere Hörer, was machst du? Und ähm was ist äh wie wie fühlst du dich?
Äh hallo, ich bin Lia, 23 Jahre alt, ich wohne in NRW ähm,
Beruflich bin ich äh in einer Behindertenwerkstatt tätig und ja okay ähm das heißt du ähm hast ein gewisses Handicap,
Wir wollten uns ja heute mal unterhalten, wie das ist für Menschen, die,
mit einer Behinderung oder mit etwas Leben was sie anderen Leuten unterscheidet
die für mich hauptsächlich eine Behinderung. Ich habe sind Autismus wie gesagt. Ähm ich sitze im Rollstuhl, weil ich nicht laufen kann,
Ich habe Krampfanfälle. Ich bin schwerhörig. Und,
sind alles zu 100 Prozent Behinderung und sind vollwertig, also es gibt da nicht nur der ist mehr weniger als der andere, sondern das ist für jeden Menschen persönlich ist das eine Behinderung.

[14:00] Aber es ist für jeden eine große Einschränkung hier.
Mhm ähm du hast gesagt, du begleitest unter Schwerhörigkeit. Das ist natürlich etwas
Wir haben ich habe hier so ein paar Hörbeispiele mal mitgebracht. Äh da kann man so ein bisschen sich ähm reinfühlen, wie das ist. Ähm jetzt sagst du, du hast aber auch Autismus. Das heißt, das sind ja zwei Behinderungen
ähm die Zusammenverbindung eigentlich dazu führen, dass du Sachen nicht richtig hörst, aber auch nicht richtig ausfiltern kannst. Wie kommst du damit zurecht?
Ähm das ist für mich ziemlich schwierig. Also wenn ich eine Unterhaltung führen möchte, dann habe ich das Problem, dass ich durch meine Sperrhörigkeit.
Die die Sprache nicht so gut verstehen kann, also höre ganz viel. Mhm.
Kann das nicht so auseinanderdividieren. Lärm, was ist was Gesagte? Darauf Schuppenpapier.
Das da kommt durch die Hörgerät alles relativ gleich im Programm.
Und durch den Autismus ähm habe ich das Problem, dass so ein bisschen mehr Reizfilter fehlt. Das heißt, bei einem neurophympischen Menschen blockiert das Gehirn selber schon mal vor, was ist gerade wichtig für die Situation, was nicht.

[15:24] Dafür
gilt mir als Autist und dadurch ähm habe ich trotzdem alles und muss das dann manuell aussortieren, dass ich mich auf die Stimme konzentriere und nicht auf Lärm und das Papier dafür,
Das ist eine sehr große Belastung. Also wir haben's ja grade im Hörballspiel gehört. Äh du hörst quasi,
ganz viel um dich herum, also alles Mögliche und kannst nicht richtig einordnen, woher es kommt. Ähm wie kommst du damit denn im Alltag zurecht, in einer Straße oder so, wie wir eben gehört haben?
Hört man ja dann eine Straßenbahn, irgendwelche Autos, eine Fahrradklingel, aber auch Gespräche von Leuten und von jemanden, mit denen du vielleicht unterwegs.
Kommst du damit zurecht im Alltag?
Ähm meistens machen wir das so, dass ich versuche die Hörgeräte dann in dem Moment rausnehme, damit ich nicht
belastet werde, weil das führt dann dazu, dass ich nicht mehr funktionieren kann, insofern, dass ich es nicht mehr schaffen über eine Straße zu gehen und vorher rechts links zu gucken. Das ist dann für mich zu viel, weil die Geräusche für mich
werden.

[16:35] Zu für Gespräche dann mit einer Person, die vielleicht ist, die muss mich dann vorher auf sich aufmerksam machen. Ich muss
Das Mundfeld gut sehen können, damit die Schlitten lösen können, was mir dann das Verständnis erleichtert.
Und es ist gut, wenn wir dann eine ruhige Umgebung finden für das Gespräch und das nicht so zwischen Tür und Angel, äh wenn es draußen bleiben soll.

[16:59] Mhm, verstehe. Ähm ich habe auch gelernt, dass ihr Nois Can Sling-Kopfhörer benutzt. Äh das sind ja Kopfhörer, die quasi Störgeräusche ausblenden, äh um
einen Filter zu bilden, den quasi der quasi bei euch ja nicht da ist. Ähm wie geht wie wie kann man sich das vorstellen? Und wie benutzt ihr das in der Praxis,
benutzt du das in der Praxis? Ähm diese Kopfhörer funktionieren so, dass sie äh die Gegenfrequenz zu dem Ton erzeugen, der von außen reinkommt.
Also kann man sich das als fast komplettes Bildung vorstellen.
Kopfhörer. Ich benutze häufig Ohrstöpsel, dann wenn ich alleine bin alleine unterwegs bin,
dass ich dann ähm diese ganzen Reifen erstmal gar nicht abbekomme. Das heißt dann, dass ich aufmerksam sein muss und überall gucken muss.

[17:56] Aber ähm das erleichtert mir dann mein Leben sehr.
Das heißt, du sie hörst es fast äh oder siehst, dass jemand mit dir sprechen will und konzentrierst dich dann darauf, dass du diese Person dann gezielt ansprichst oder ähm dann halt den Kopfhörer anders einstellst. Die Kopfhörer sind ja eigentlich so eine Art ja sage ich mal
Krücke. Also es gibt ja heutzutage auch
Hörgeräte, die so was abbilden ähm und da wollte ich äh vielleicht ein bisschen auf das Thema kommen ähm warum habt's habt ihr solche oder warum kriegst du solche Hörhilfen nicht, die das äh auch abbilden können?
Ähm das liegt daran, dass ähm es wird erstmal geschaut, was hört der Mensch tatsächlich? Welche Frequenzen zwingen durch wie laut muss ein geholfen werden?
Bei meiner Schwerhörigkeit ist das so, dass wir noch nicht extrem genug ist.
Um tatsächlich ein Hörgerät nur in der Qualität zu bekommen. Mhm Peter selber. Selber.
Der wird dann nicht in äh Betracht gezogen. Es wird einfach nur geguckt, was kann der Mensch praktisch an Bräuchen wahrnehmen? Aber wahrnehmen ist ja völlig anderes als verstehen.

[19:13] Und äh wenn ich.
Durch die Schwerhörigkeit ähm vielleicht 80 Prozent noch höhere,
gehen durch den Autismus nochmal zehn Prozent davon ab, damit ich nur noch bei 70 Prozent aber berechnet werde nur in 20 Prozent, die ich nicht die schwere Zeit nicht führe.
Es wird nicht zusammen agiert von den zurückgeguckt auf eine Behinderung aller Lande reicht.
Und wenn das nicht reicht, dann habe ich leider verloren. Leider verloren.
Ja, okay. Das heißt, es gibt Hörgeräte, die dir bei deiner äh doppelten Behinderung helfen können. Die kosten aber so viel, dass die Krankenkasse, die nicht bezahlt, äh weil.
Eine ausreichende Versorgung schon gegeben ist äh für für ein allein nur für Schwerhörigkeit, das heißt also für dass man Sachen hört, aber nicht wie man sie hört, dass man sie quasi lauter hört. Dafür gibt es dann Geräte und die hast du jetzt auch.
Ich habe jetzt einfache Hörgeräte.
Die tatsächlich einfach nur alles lauter machen. Dadurch habe ich dann die Chance die Geräusche auch mitzukriegen. Mhm.
Die Hörgeräte, die tatsächlich auch filtern und bestimmte Frequenzen hervorheben und andere rausgefiltern so ein bisschen.
Fangen im fünfstelligen Bereich pro Gerät an.

[20:38] Und dann das ist für die Krankenkassen nicht leistbar. Da müsste ich dann viele selbst zu bezahlen.

[20:47] Und so viel Geld habe ich. Habe ich. Okay. Ähm,
jetzt weiß ich, dass es ja für Arbeitnehmer, also wenn ich zum Beispiel oder wenn du in einem Betrieb arbeitest,
gibt es ja gewisse Ämter und Integrationsamt was dann überprüft ob die Ausstattung am Arbeitsplatz äh richtig ist.
Gibt es äh Schwerbehindertenvertretung, die überprüfen, ob die Ausstattung äh so okay ist oder ob da was angeschafft werden muss, ob man ein besonderes
Büro oder ein Rollstuhl oder irgendwas braucht. Ähm wie ist das denn in einer Behindertenwerkstatt? Ist das genauso?
Das Problem ist, dass wenn du dich als nicht behinderter Mensch irgendwo bewirbst, dann ist das auf dem ersten Arbeitsmarkt.
Mhm. Die Behindertenwerkstatt ist der zweite Arbeitsmarkt. Ich habe keinen Arbeitnehmerspaket.
Ich mhm. Äh habe kein Recht, kein Recht auf dem Integrationsfaktor auf dem ersten Arbeitsmarkt.

[21:52] Okay. Das heißt, diese ganzen Gesetze, die es gibt, um Arbeitnehmern zu helfen, gibt es komischerweise im in einer Behindertenwerkstatt nicht.
Nein,
das liefert. Vor allem daran, dass diese ganzen Gesetze für einen Arbeitnehmer ausgerichtet sind. Aber ich habe keinen Arbeitnehmer, weil ein Arbeitnehmer ähnlich,
Das heißt Sachen wie das Recht auf einen Gewerkschaft Streikrecht, Mindestlohn, das alles gilt für mich nicht.

[22:26] Okay. Ähm das heißt, ähm also die Behindertenwerkstatt richtet
die ähm Arbeitsplätze so ein, dass sie äh für die Behinderten dort geeignet sind, aber das heißt auch, dass du in deiner Freizeit zum Beispiel ähm.

[22:44] Die Sachen, also die Hilfsmittel bekommst, die halt die Krankenkasse bezahlt. Du bekommst nicht, was zum Beispiel
als Arbeitnehmer jemand bekommen würde, der auch mehr Geld verdient und sich mehr dann anderes äh Hilfsmittel leisten kann, ähm sodass sodass du eigentlich dazu gezwungen bist, äh die eine Kassenleistung, die ja auch gedeckelt sind und die auch immer weniger werden
damit zurechtzukommen und quasi mit 'nem schlechteren
Standard leben musst, der dir dann auch nicht in deiner Behinderung mehr hilft, sondern der quasi sagt, das ist äh damit man irgendwie zurechtkommt.

[23:22] Ja das ähm kann man so schon sagen, das probiere ich aber auch, dass in der Behindertenwerkstatt der Arbeitsplatz nicht für jeden persönlich eingerichtet wird.
Sondern es gibt eine Tischhöhe.

[23:36] Da kann ich zum Beispiel einen warmen Rollstuhl gar nicht runterfahren. Ich muss nicht immer quer setzen, damit ich an den Tisch rankomme. Weil sonst einfach meine Knieplatten passen mit dem Rollstuhl.

[23:48] Äh das heißt also in der Behindertenwerkstatt, die eigentlich geeignet sein soll für Behinderte ist äh sind die die ähm
Bedingungen für für dich zum Beispiel jetzt gar nicht so optimal, als würdest du jetzt ähm in der in der Firma arbeiten. Das ist natürlich etwas, woher kommt das?
Dann hätte es doch paradox, das kann man sich kaum erklären, oder?
Also für mich klingt das paradox. Ich denke, dass es daran liegt, dass äh die Budgets nicht da sind.
Mhm. So verstellbare Tische, viel zu teuer sind und äh
nur Sachen, die ein einzelner Arbeitsplatz, wo man zum Beispiel ein bisschen abgeschieden von anderen ist, wo man das Problem der Betreuung da sind und bei der Person auch vorbei, um zum Beispiel
bei einem Kampfanfall aufpassen. Ähm,
Was würdest du dir wünschen, wenn man äh wenn du das ändern könntest, wie sehr das aus, wenn du das ändern könntest?
Ähm ich würde mir vor allem wünschen, dass wir eine bessere
ranzukommen als Arbeiter in der Behindertenwerkstatt, denn zum Beispiel ich bekomme bei einem Vollzeitjob hier gehe ich im Moment 75 Cent pro Stunde.

[25:12] Fünfundsiebzig. Fünfundsiebzig Cent pro Stunde. Okay.
Und es gibt einen Mindestlohn von neun Euro fuffzig, glaube ich, ist das mittlerweile, ne? Ja. Leute auf dem ersten Arbeitsplatz Arbeitsmarkt. Auf dem zweiten Arbeitsmarkt können wir froh sein, wenn wir überhaupt was bekommen.

[25:33] Ähm ich würde mir wünschen, dass
die Mitarbeiter besser fortgebildet werden, dass sie über verschiedene Behinderungen etwas lernen. Und dann nicht Autismus haben einen für Rollstuhlfahrer und
sondern dass die Leute sich auch mit zusammensetzen und über verschiedene Behinderungen lernen und dadurch auch lernen, wie viel mit uns besser umgehen können.

[26:03] Würde mir wünschen, dass wir tatsächlich ordentliche Arbeiten bekommen.

[26:09] Mhm. Ja. Jetzt zum Beispiel die letzten Monate hast du sechs Wochen am Stück die gleiche Arbeit gemacht haben.
Und zwar eine Schraube mit einer Unterlegscheibe, einer Mutter, einer Unterlegscheibe eine Mutter drehen,
hatten wir 3000 Schrauben, die wir so zusammensetzen wollten als das erledigt war, sollten wir das alles eben aufnehmen und in die Einzelteile sortieren sortieren, als das erledigt war, wieder alles in den Muster zusammendrehen.
Sechs Wochen? Sechs Wochen.
Ist eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, das ist keine Arbeit für wir uns dann wertschätzend fühlen.

[26:50] Hm. Das klingt das klingt grausam ehrlich gesagt. Also ich sehe dich ja auch hier im
Videocall, also du bist kannst also wirkst für mich ganz normal und und clever und ähm,
ich weiß auch mittlerweile, dass es ja Firmen gibt, die gerade äh Leute mit Autismus äh einstellen,
besondere Begabungen haben, um zum Beispiel Daten zu analysieren, weil sie das viel fehlerfreier machen als jemand, der diese äh Fähigkeit nicht hat. Ähm
dann wirkt es ja eigentlich ähm äh ja schon fast äh absurd. Wenn wir wenn wenn äh in Behindertenwerkstätten quasi nur gearbeitet wird und der Arbeit will, ne? Das ist ja eigentlich dann
Macht ja gar keinen Sinn. Ja diese Arbeitsstellen, wo dann die Autisten gezielt eingestellt werden zum Beispiel,
sind dann aber so für die Leute nutzbar, die tatsächlich acht Stunden am Tag regelmäßig arbeiten können.

[27:55] Wenn ich jetzt zum Beispiel komme und sage ich kann nur zwei Stunden am Stück sitzen, weil äh nach solche Schmerzen habe, dass ich,
mich nicht mehr konzentrieren kann. Dann heißt das für den Arbeitgeber dann zusätzlicher Aufwand.
Und eine Behinderung kommt selten allein, dann muss man
an den Autismus des Abnehmers anpassen, sondern zum Beispiel bei mir auch in den Rollschuh an die Schwerhörigkeit an die Kampf ans Kampfanfallmusik hoch und das ist für viele Arbeitgeber dann abschreckt und abschreckt.

[28:31] Okay, das heißt, man müsste auch ähm eigentlich auf der Seite der Arbeitgeber aufklärenden ähm welche Fähigkeiten Menschen haben äh in einer diversen Gesellschaft, äh die heute im Behindertenwerkstätten
quasi mehr oder weniger ähm,
Ihr ihr Dasein fristen, also ist wirklich es klingt wirklich traurig, ja, äh weil wir doch eigentlich so viele äh Arbeitsmöglichkeiten jetzt haben.
Durch Corona haben wir gelernt, dass jeder auch von zu Hause arbeiten kann. Das war vorher ja Science-Fiction. Ähm wo halt diese Möglichkeiten bestehen, dass man auch eine Stunde Pause macht oder äh ähm sich an- und abmeldet beim bei der Arbeit,
wenn man wenn man dazu das es nicht mehr in der in der Lage ist das zu tun. Ähm okay ich glaube wir sollten das alles mitnehmen und ähm.
Ich hoffe, dass äh vielleicht äh wenn viele Leute das hören und ich hoffe, es reagieren auch einige da drauf, dass deine Situation sich verbessern kann, äh weil das ist ja ein ein erschütterndes Bild, glaube ich.

[29:36] Ähm Lia, ich äh wünsche dir alles Gute und äh wir hören voneinander, wenn hoffentlich sich etwas auf dieses Interview hin bewegt hat.
Dankeschön. Danke dir.

[29:52] Hallo zurück im Politopia-Magazin hier auf Radio X hören wir nun das Interview mit Amanshorn,
EM ist in Kamerun geboren und in Halle aufgewachsen, bevor er nach Frankfurt am Main kam. Nun ist er
im neuen deutschen Bundestag als Direktkandidat aus Frankfurt und er wird uns etwas über seine Pläne, über seine Weltsicht,
und über seine.
Situation erzählen, aber er wird uns auch erzählen, was er für Schwerbehinderte aus Berlin heraus tun kann und wie er die Welt der Digitalisierung verändern.

[30:33] So, hier im Politurki haben wir grad hinbekommen, ist hier einen ganz besonderen Gast, nämlich Amazon. Äh Sie sind ja auch Direktkandidat für den Bundestag aus Frankfurt am Main für den Bereich
Carlos et cetera. Ähm wie fühlt man sich, wenn man so ein Direktkandidat Mandat bekommen hat von der von der Bevölkerung in Frankfurt?
Schönen guten Morgen Herr Seening. Ähm es fühlt sich gut an. Ich bin sehr dankbar und sehr glücklich über das Vertrauen, was mir die Frankfurterinnen und Frankfurter geschenkt haben. Ähm,
Das ist für mich äh eine große Ehre. Ich bin mit dieser Verantwortung bewusst und äh werde mich mit,
eine gute konstruktive Arbeit äh zurück für das Vertrauen bedanken. Gibt es bestimmte Themen für Frankfurt, gerade die sie in Berlin durchsetzen wollen. Frankfurt ist ja auch eine sehr,
heterogene Stadt, aber halt auch ähm sehr umtriebig und in allen neuen Trends äh vertreten. Ähm gibt es da besondere Punkte, die ihnen da am,
liegen, die sie durchbringen wollen.

[31:29] Gibt es viele Themen und die Themen, die wir alle jetzt im Bundestagswahlkampf gesehen haben, wo wir ähm darüber diskutiert haben. Ich glaube, sie treffen uns hier in Frankfurt im besonderen Maßen, ob
die Frage des Strukturwandels ist, was hier in der Wirtschaft und Gesellschaft erleben. Das ist glaube ich ein Thema, was uns als Nation sehr beschäftigt, was uns aber auch hier in Frankfurt vor Ort beschäftigt mit dem,
Flughafen mit dem Industriepark in Höchst mit äh mit dem Einzelhandel, was in den letzten Jahren enorm äh gelitten hat und die verschiedene Arbeitsplätze, die damit zusammenhängen. Ich glaube, das ist ein Thema, was uns beschäftigt, aber auch das Thema der digitalen Transformation.
Ähm ist natürlich auch ein Thema, was wir hier in Frankfurt vor Ort haben und wo wir wissen, dass endlich mehr passieren muss, aber natürlich auch die Bekämpfung des Klimawandels.
Damit auch äh verbunden die sozialökologische Rente, das sind Themen, die unsere Folie in Frankfurt betreffen, aber auch für den Rest der Republik relevant sind
Ja, das stimmt. Sie sind ja auf Digitalpolitiker ihrer Partei ja in Frankfurt
Wie sieht das eigentlich aus mit der Digitalisierung? Da gibt's ja einiges nachzuholen und ähm die letzte Bundesregierung hat da ja schon angefangen online Zugangsgesetz, solche Geschichten. Ähm aber es ist ja alles so ein bisschen ins Stocken geraten. Wie geht's da weiter?

[32:41] Ich glaube, ähm so viel kann ich schon mal verraten, dass wir jetzt ähm mit der Ampelkoalition, dass wir uns vornehmen, da mehr Tempo im Bereich Digitalisierung zu erzielen. Das ist schon mal sehr gut, dass die
drei Regierungsparteien zukünftigen Regierungsparteien und klaren Beständes äh,
abgegeben haben, dass das Thema digitale Transformation sehr sehr wichtig ist und ich glaube, das wird sich,
im Koalitionspapier, hat man schon im Sondierungspapier erkennen können. Das wird sich im Koalitionspapier auch nochmal zeigen und ich glaube, die nächsten Jahre werden da auch nochmal einen deutlichen Schubbeschub nach vorne bringen.
Mhm, okay. Ähm interessant. Wahrscheinlich wird die Digitalisierung ja auch einiges an Kosten bringen. Wie wird das in der neuen Bundesregierung äh bewertet?

[33:25] Na ja, also bei der Digitalisierung gibt es in vielen verschiedenen Themen. Also ich glaube, das äh kann man durch alle verschiedene Bereiche thematisieren und ich glaube, das bringt tatsächlich einen Mehrwert für den Mensch bei der Digitalisierung. Geht es darum,
das Leben von Menschen zu verbessern, zum Positiven zu verbessern. Mhm. Von der Digitalisierung geht es aber auch dadurch, dass wir, wenn wir.

[33:45] Richtigen Rahmenbedingungen stellen, wenn wir dafür Sorge tragen, dass unserer Staat moderner wird, dass der
effizienter wird, wenn wir dafür sorgen, dass hier eine Infrastruktur haben, die Unternehmen ermöglicht
auch zu investieren und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, dann können wir dafür sorgen, dass neue Arbeitsplätze entstehen und dann können wir auch dafür sorgen, dass nicht nur die Unternehmen eine bessere Wirtschaftslage wirtschaften haben, sondern doch auch, dass der Staat mehr Geld einnimmt. Ja. Deswegen am Ende des Tages, dass wir.

[34:11] Torsten, aber ich bin der Meinung, dass es gut ein bisschen Geld in die Zukunft. Wir können äh also sind wir in der SPD, wie können Sie denn ähm dafür sorgen, dass halt
Leute, die sozial vielleicht nicht so gut gestellt sind mit Computern, Smartphone oder ähnlichem oder vielleicht äh ältere Leute, die mit den Sachen ähm nicht so gut zurechtkommen, wie dass die nicht abgehängt werden.
Dass die auch morgen noch ihren Wohngeldantrag einreichen können.
Genau und äh da da sprechen sie eine sehr wichtige, eine wichtige Frage an, denn ich glaube, was mich persönlich immer wieder hergibt, wenn es um das Thema Digitalisierung geht, das ist von vielen suggeriert wird. Es handelt sich um einen Prozess, um ein technologischer Prozess
wo es einfach nur schneller, weiter und höher gehen muss. Mhm.
Das ist meines Erachtens falsch. Ich glaube, bei der Digitalisierung, da wenn man sagt, man muss die Digitalisierung gestalten. Da geht's darum, unser Zusammenleben, unser gesellschaftliches Zusammenleben.
Zu organisieren. Da geht es darum, Regeln, Rahmenbedingungen, Ordnungsrahmen zu schaffen, damit das gesellschaftliche Leben stattfinden kann unter neuen Bedingungen. Und ich glaube, wenn man das beispielsweise auf das Thema digitale Verwaltung.

[35:17] Tatsächlich mal reduzieren möchte. Da geht es nicht nur darum, dass jetzt alles digital stattfinden soll, nein, sondern es geht wirklich darum, dass die auf der einen Seite mit
digitalen Prozesse, Tools und Methoden dafür Sorge tranken, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim,
beispielsweise hier in Frankfurt, dass sie effizienter und besser und schneller arbeiten können. Das wäre das eine. Wir können auch dafür Sorge tragen, dass die Frankfurterinnen und Frankfurtern weniger Zeit
beim Warten vom Anverbringen, aber bei Digitalisierung geht's nicht darum, alles digital zu machen. Die Personen, die gerne immer noch anrufen, sich erkundigt oder die Person, die gerne immer noch vor Ort kommt,
um das Formular abzugeben. Diese Möglichkeit soll es nach meinem Verständnis immer noch geben. Deswegen finde ich, ist das Thema Digitalisierung gar nicht eine Frage der Technik oder gar nicht eine Frage der Technologie. Dies und alles ist mit gesellschaftliche Debatte, die wir führen müssen, wo wir.

[36:09] Bestimmte Sachen ermöglichen wollen und müssen, aber wo sie auch bestimmte Grenzen setzen müssen.

[36:14] Deshalb wird nicht alles schöner, heller, weiter und und effektiver, das ist ja auch immer eine Sache,
bedeutet auch mehr Belastung werden in der Sendung hier auch in den letzten Wochen das Thema Burn-out, gerade durch Homeoffice. Ähm es hat ja auch seine seine Kehrwarten, ne?
Absolut, genau und das ist genau das, was ich sage, das bei der Digitalisierung nicht unbedingt alles positiv äh ist. Nicht jeder technologischer Trend sollte auch
gemacht werden. Es gibt tatsächlich viele technologische Innovationen.
Für die umweltschädlich sind, die für die gesundheitsschädlich sind, die für das soziale Gefüge, der soziale Zusammenleben gefährlich sind und deswegen glaube ich, dass es da einen starken Staat braucht, der die richtigen Spielregeln
die richtigen Rahmenbedingungen schafft, um dafür Sorge trägt, dass wir,
uns als Gesellschaft weiter entwickeln, aber im positiven Sinne. Das glaube ich kommt ja glaube ich darauf an, dass
Politiker gibt, die das halt verstehen. Das ist äh natürlich auch mit der Fachkenntnis, aber da bin ich glaube ich bei Ihnen ähm eine gute Hoffnung, dass das funktioniert. Ähm,
Dann wohnen wir schon mal bei Kosten sind. Wir sind ja mitten in der Pandemie und wir merken das ja auch an den steigenden wirklich galoppierenden Infektion,
und Krankenhausbelegungen ähm wie sieht das eigentlich aus? Vielleicht haben sie ein bisschen Einblick bekommen schon in Berlin. Äh die Kosten der Pandemie, das wird ja sicherlich auch die nächsten Jahre uns oder vielleicht Jahrzehnte uns ähm,
doch ähm weiter verfolgen. Wie wird das sozialverträglich äh umgesetzt.

[37:40] Ich glaube ich würde erstmal bevor wir weit in die Zukunft schauen glaube ich dass sich entblickt.
In die jetzige Zeit in die Gegenwart erstmal lohnen. Ich glaube, es geht erst mal darum, angesichts der Situation und die Situation ist wirklich dramatisch.
Geht es darum ähm das Leben der Menschen zu sichern. Es geht darum es geht es darum.
Menschen dazu zu bewegen, sich zu impfen, denn nur wenn sich mehr Menschen impfen, werden wir tatsächlich diese Pandemie bekämpfen können. Und es geht aber auch darum, die verschiedenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen, die seit ihr Hagen im Gesundheitswesen arbeiten.

[38:13] Den erheblichen Beitrag dafür leisten, dass das Land äh nach wie vor nicht äh kollabiert. Es geht darum ähm bessere Arbeitsbedingungen für sie zu schaffen. Also heute heißt es erstmal.
Sich impfen lassen kann, soll das auch wirklich machen, soll das wirklich tun, weil das ähm nur der einzige Weg ist die Pandemie zu bekämpfen. Also eher klarer Appell ist äh Impfen, impfen, impfen, damit man dadurch diese vierte Welle jetzt einigermaßen unbeschreiblich durchkommt.
Genau, das sehe ich genauso und das kann das das kann man nicht oft genug sagen. Jeder kennt vielleicht der ein oder andere,
ausm Freundeskreis, der dann noch zurückhaltend ist oder zurückhaltend war.
Ich würde daran appellieren, bitte überzeugt eure Freundinnen und Freunde, eure Verwandte, dass sie sich impfen lassen sollen, das ist nämlich die einzige Möglichkeit, die wir haben, diese Pandemie einigermaßen,
unter Kontrolle zu kriegen. Also problematisch ist ja auch, dass die Intensivbetten ja nicht nur für covid-Patienten reserviert werden, sondern auch für Krebsbehandlungen ähm Schwangere, die vielleicht in Schwangerschaft
Diabetes verfallen in Koma kommen et cetera und die dann ja nicht behandelt werden können oder verlegt werden müssen, weil sie einfacher verlegt werden können als,
Covid-Patienten mit Daten. So ist es. Ja. Genau so ist es.

[39:24] Weil wir natürlich den Blick jetzt in die Zukunft ähm werfen. Die Kosten der Pandemie. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir die richtigen Lehren aus den aus der Pandemie ziehen,
Ja. Ja beim äh System bleiben, dann müssen wir da feststellen, dass wir jahrelang ein Gesundheitssystem hatten oder immer noch haben äh unterfinanziert ist.

[39:43] Er an vielen Stellen kaputt gespart wurde und wo es einfach,
meines Erachtens mehr Investition bedarf und auch mehr Personalbedarf. Das ist für mich die wichtigste Lehre aus der Pandemiezeit ehrlich gesagt. Deswegen würde ich gar nicht ähm diese Kostendebatte, die da eröffnen, das,
ähm glaube ich nicht die richtige Debatte, die wir an dieser Stelle führen, sondern ich glaube, die Debatte muss so anders äh sein. Wie können wir für zukünftige Pandemien so aufgestellt sein, dass wir nicht,
als Gesellschaft kalt erwischt werden, dass wir dafür Sorge tragen können, dass so wenig Menschen wie möglich sich infizieren.
Und dass wir dafür Sorge tragen können, dass das gesellschaftliche Leben nach wie vor in geordneten Maßnahmen äh Maßnahmen stattfinden. Sicherlich auch interessant, dass man halt den Beruf äh Krankenpfleger, Pflegerin,
entsprechend attraktiv gestaltet und auch von den Rahmenbedingungen attraktiv geschaltet. Wir laufen Geld und äh Ausstattung, dass man da halt dann ähm äh die Menschen auch dafür begeistern kann, ähm sich weiterhin dafür ins Zeug zu legen.
Weil unter uns ehrlich gesagt dieser Beruf ist ein knochenharter,
Beruf. Mhm. Ich habe viele Freunde, die das jahrelang ausgeübt haben und die das leidenschaftlich gerne gemacht haben. Weil sie da hinten Sinn gesehen haben, weil sie einen gesellschaftlichen Beitrag geleistet haben. Die haben mir aber alle berichtet, dass man das nicht länger als 15 Jahre machen kann.

[41:06] Zumindest wenn man sieht, wie die Arbeitsbelastung ist und wie dann die entsprechende Vergültung dazu war.
Im Bereich Vergütung ist in den letzten Jahren ein bisschen was passiert, das muss man anerkennen, aber ich bin der Meinung, dass wenn es um die Arbeitsbelastung geht, gibt's dann nach wie vor viel äh Luft nach äh oben, wir brauchen mehr Personal in der Pflegebranche, wir brauchen aber auch eine.
Attraktivere Rahmenbedingungen und ähm ich freue mich, dass die nächste die nächste Bundesregierungkoalition das angehen wird.
Eine Frage, Sie hatten, bevor Sie nach Frankfurt kamen, ja auch eine lange Zeit lang in Halle gelebt. Haben ja auch den Blick von Ostdeutschland auf Westdeutschland ähm äh richten können. Ähm wie sind die Unterschiede,
die sie äh äh in der Zeit ähm gemerkt haben in in in Deutschland.

[41:53] Ja gut, ich bin ich weiß nicht, ob Sie das wissen, ich bin damals als 12-jähriger von Kamerun, das ist ein zentrale äh das ist ein Land in Zentralafrika. Ja.
Nach Hallern der Saale gezogen. Das war damals im Jahr zweitausend. Ähm da war Halle Saale auch
anders als es heute ist, will ich barerweise sagen. Mhm. Das war eine Zeit, wo die NPD extrem stark präsent war, wo Neonazis offen auf die Straßen marschierten.
Wo Ziele Anschläge und Attentate und Angriffe auf Ausländer äh gab. Das war die Zeit in der ich äh in Halle Saale äh angekommen bin und,
bin da aufgewachsen, bin da groß geworden, habe da mein Abitur gemacht und habe dann über die Jahre äh meinen Weg gefunden und ähm muss heute sagen, wenn ich nach Halle gehe, dann fühlt sich das für mich äh wie nach Hause.
Kommen. Ja meine Eltern wohnen auch in Halle. Ähm deswegen habe ich da auch gesehen, wie sich diese Stadt verändert hat über die Jahre. Das ist,
Das war damals nicht die weltoffene äh Stadt, ja. Das ist es heute schon eher, aber natürlich muss man leider immer noch feststellen
Das ist für mich persönlich, ich sehe da einen Unterschied zwischen Halle an der Saale und Frankfurt, Frankfurt ist eine Statue. Ich als dunkelhäutiger Mann teilweise komplett äh.

[43:05] Ähm durch den Alltag gehe, ohne jetzt unfassbar aufzufallen. Das finde ich superschön. In Halle ist es leider noch anders der Fall. Da dreht man sich schon zwei, drei Mal nach mir um und dann wird das schon eher ähm häufig äh angeschaut.
Mhm. Aber nichtsdestotrotz will ich auch noch mal sagen, dass Halle natürlich mehr ist als die Paar Idioten,
äh die immer wieder äh negativ auffallen, aber Halle ist dann schon mehr als nur diese Idioten hier,
Mhm. Also es gibt dann auch viel zu tun offensichtlich. Ihr äh Kollege Karamba Diaby wird ja auch gehandelt,
unter der Hand als Staatssekretär im Innenministerium, was so die letzte Gerüchtelage da war, ähm das scheint sich ja offensichtlich etwas zu tun zum Positiven.
Und da hat der wahrscheinlich wissen sie da mehr als ich. Äh der Kolerica äh Karamba ist ein
toller ähm Bundestagsabgeordneter, der mich auch schon auf meine Zeit aus Halle kenne, von denen ich viel gelernt habe. Mhm.
Und ich finde der macht da eine sehr gute Arbeit vor Ort. Ich finde ähm dass die.

[44:07] Dass die Stadt Halle tatsächlich einen auf einem guten Weg ist und ähm genauso muss es sein, genauso muss es sein, dass wir gerade ein Orte, wo wir den Eindruck haben, dass das.
Probleme mit Rechtsextremismus gibt mit Rassismus
mit Rassismus zu äh gibt und jeglicher Form von Diskriminierung genau an solche Orte müssen wir stärker reingehen, auch mit ähm sozialen und gesellschaftlichen Projekte, wo wir mit Jugendlichen arbeiten und das ist das, was in den letzten Jahren in Halle getan wurde und ich finde langsam merkt,
die Früchte dieser Arbeit.

[44:38] Frankfurt ist ja sicherlich ja aber auch kein Paradies oder? Äh gibt's da noch was zu tun? Gerade in Sachen Diversität äh auch äh ich denke jetzt mal an die Banken oder an an äh an an Firmen. Äh wie ist da so die,
Die Aufstellung, weil ich denke, da gibt's ja sicherlich noch einiges zu tun. Also wenn ich hatte letztens eine Ausstellung vorm Interkulturenbrem, ähm gewesen.
Sehen. Das war auch mit mit Hörbeispielen man sah also nicht wie jemand aussah und die Berichte von den Jugendlichen, die dort vom Alltagsrassismus betroffen sind, waren doch also für mich erschütternd,
und ähm äh das macht man sich ja eigentlich glaube ich gar nicht so klar. Vielleicht kann man ja da auch irgendwie die.
Die ähm äh Sichtweisen mal austauschen und uns sehen, wie das ähm wo an welcher Stelle ähm das in Frankfurt auch verbessert werden könnte.
Da haben sie, da haben sie absolut Recht und wir laufen immer ein bisschen Gefahr auf den Osten der Republik zu schauen und das als ähm Orte.
Zu deklarieren, wo Rassismus stattfindet und da gehen dann davon aus, dass der Rest der Republik davon befreit ist. Mhm. Ist nicht so auch hier in Frankfurt, haben wir ein Rassismusproblem natürlich.
Haben die ihren Alltagsrassismus, der hier in Frankfurt stattfindet, aber auch struktureller und institutioneller Rassismus findet hier in Frankfurt statt.

[45:53] Es gibt natürlich fragen Sie mal junge Männer und junge Frauen mit einer Migrationsgeschichte oder an Menschen, äh schwarze Menschen, wie es eigentlich ist wie in Frankfurt eine Wohnung zu finden. Würde glauben, dass da äh zusätzlich zu den,
ähm finanziellen äh Fragen äh durchaus noch andere Kriterien eine Rolle spielen, die das für sie erschweren.

[46:13] Und wenn man sich auch ähm die Diversität, also Frankfurt ist, als eine Stadt unfassbar divers, wenn sie hier unterwegs sind, dann werden sie feststellen,
verschiedene Menschen mit verschiedenen Lebensgeschichten äh Geschichten hier zusammenkommen und durchaus friedlich miteinander zusammenleben. Wenn man aber die Repräsentation schaut, ob das jetzt.

[46:31] In der Verwaltung ist, ob das jetzt mit den verschiedenen Unternehmen, die wir hier in Frankfurt haben, da muss man durchaus noch feststellen.
Dass es dann auch genug Spielraum gibt, dass da noch Luft nach oben ist und ich glaube auch, wir in Frankfurt müssen wir selbst unsere Hausaufgaben machen, damit es in fünf Jahren damit in sieben Jahren auch besser aussieht,
Das glaube ich auch, ja. Aber wir sind ja auf einem guten Wege, denke ich. Ähm ich hatte in der Sendung auch noch ein Thema ähm geplant und zwar äh das Thema Inklusion von gerade Behinderten in der Gesellschaft. Ähm,
weil die Thematik ist so, dass halt auch viele Leute
ähm die äh in Behinderteneinrichtungen sind et cetera. Die sind ja nicht gleichgestellt zu Arbeitnehmern. Ähm also sprich äh ein Arbeitnehmer, der fällt unter den Gesetzen Gesetzesrahmen seinen Anspruch hat auf Ausstattung von Büro et cetera. Wir hatten das schon mal besprochen in der Sendung
im Rahmen der Schwemme-Netzvertretung bei den behinderten Werkstätten gilt das alles nicht, weil es ja keine Arbeitgeber sind in dem Sinne. Ähm.
Ist das ein Augenmerk auf den gerade die Sozialdemokratie sich nicht ähm stärker richten sollte, dass man da auch hingeht, die Potenziale
diesen Menschen ähm mehr äh mehr zu fördern und auch ähm
gerade dieser dieser Angleichung zu den Leuten die Unterstützung bekommen, also Arbeitnehmer zum Beispiel ähm da zu fördern und nicht äh nicht äh so eine Dreiklassengesellschaft zu haben, die es bisher auch gibt in der Realität.

[48:00] Ja das ist das ist eine Frage, die die ähm ein Thema, was uns beschäftigt, was auch im Wahlkampf bei mir mehrfach aufgekommen ist.
Wo wir ja auch äh in den nächsten Wochen, Monate darüber intensiv diskutieren werden. Ja, das ist äh das hilft tatsächlich ein Thema.
Ähm dass man da eine eine bessere Inklusion braucht, dass man auch eine eine bessere Angleichung braucht der verschiedenen Bedingungen.

[48:27] Macht euch was blind ähm.

[48:31] Kann ich kann Ihnen nur sagen, dass ich als sozialdemokratischer Abgeordneter das Thema aufm Schirm habe, dass die wichtig halte.
Und das gerne mitnehme und äh mich gerne dafür einsetzen möchte, dass es eine Artgleichung gibt
Vielleicht auch gerade ein Thema genau was Interessantes im Rahmen der Digitalisierung da kann man ja auch viele Sachen fördern bei RP werden ja Leute mit autistischen
Behinderung eingesetzt weil sie einfach für einige Aufgaben viel besser geeignet sind als vielleicht normale Menschen die diese Fähigkeit nicht haben und da gibt es ja heutzutage,
Bilder, die wird eigentlich nicht so vorgesehen
im im äh quasi Standard-Reparat war, die äh durchaus von Menschen, die ähm andere Fähigkeiten aufhalten, dass man die besser fördern kann, dass man denen wirklich dann die äh die Berufswelt auch in den ersten
Arbeitsmarkt eröffnen kann, denke ich. Ja, genau. Insbesondere im Bereich der Digitalisierung entstehen da neue.
Berufsbilder, um neue Skills, die gebracht werden. Ich glaube, das bietet noch mal eine.

[49:36] Weitere Möglichkeit für eine bessere Inklusion zu sorgen und.

[49:42] Ja, wäre schön, wenn das äh mitgenommen wird und die Regierung dann auch, SPD ist ja dann auch ähm Teil der Regierung und äh da haben sehr viele, glaube ich, eine große Hoffnung drauf.
Ähm ja prima. Dann bedanke ich mich ganz herzlich für das Interview und wünsche viel Erfolg in Berlin. Vielen vielen Dank. Dankeschön,
Super. Okay, Cut, fertig. Sehr schön. Ja, prima. Hat ja geklappt in der Zeit war's auch gut. Ähm ja, prima. Äh das wird ausgestrahlt am 1ten Dezember dann. Ähm Dezember mhm.
Ja genau. Ähm äh ich schicke dann nochmal ein Belegexemplar an die Frau Schäfer. Ja.
Ja. Genau und falls irgendwas rausgeschnitten werden sollte, dann einfach sagen oder so. Ähm kann ja sein, dass irgendwie ähm etwas nicht so gut rüber kam, wie sie das wünschen oder äh dass das nicht so,
prägnant herausgekommen ist oder Ähnliches oder zu lang war, äh das kann ich dann berücksichtigen. Wie gesagt, ich habe ja noch ein zweites ähm zweiten Themenschwerpunkt jetzt in die Sendung genommen
Mhm. Ähm da gibt's deswegen das mit dieser Inklusion nochmal die Frage, weil da gibt's dann halt wirklich um Behindertenwerkstätte und äh Städten und und äh entsprechende ähm Missstände, die da sind. Ich glaube das passt dann ganz gut auch zusammen.

[50:58] Finde ich auch, Okay, tschüss.

[51:15] Das war das Polytopia-Magazin heute am 1. Dezember 221.
Wenn ihr Reaktionen habt oder vielleicht Lia unsere Interviewgäste unterstützen wollt, dann schreibt uns doch an Redaktion at Politoia Magazin Punkt DE Politopia Magazin in einem Wort,
DE und wir leiten dann eure E-Mails an Lia weiter. Ganz herzlichen Dank, bleibt gesund, kommt durch diese Zeit und.
Bis zur nächsten Woche.