Sozialbezirksvorsteherin ist ein Ehrenamt mit Verantwortung

Das Amt der Sozialbezirksvorsteherin ist ein Ehrenamt und hat vielleicht eine wichtige Bindegliedfunktion zwischen den Sozialrathäusern und den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern.
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Heute spreche ich im Studiogespräch mit Bettina Hesch, sie ist die Sozialbezirksvorsteherin im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen.

Sie hilft vor allem verwitweten Frauen, die in die Armutsfalle tappen. Im Alter haben sie eine kleine Rente, vielleicht maximal 1200 €, von der sie Miete und Energiekosten bezahlen müssen. Sie hilft beim Beantragen von Hilfen vom Amt und leistet praktische Hilfe.

Transkription

[0:00] Ja hallo da draußen, hier ist das Politopia-Magazin und heute habe ich einen Gast bei mir und einen ganz besonderen Gast. Das ist nämlich Bettina Hesch und sie ist, was bist du eigentlich?

[0:13] Ja, ich bin Sozialbezirksvorsteherin in Frankfurt-Sachsenhausen, Bezirk.
Bis heute Abend oder bis heute Nacht vierundzwanzig Uhr Bezirk 323 und 326.
und ab morgen früh 9 Uhr habe ich bekomme ich eine neue Fahrt oder bekomme ich eine Wiedervereinigung und dann bin ich Sozialbezirksvorsteherin für den Bezirk
drei, zwei, drei in Frankfurt-Sachsenhausen. Das klingt alles sehr kompliziert, Sozialbezirksvorsteherin. Was sind denn Sozialbezirke? Was hat man sich darunter vorzustellen?
Die Stadt Frankfurt ist in Bezirke eingeteilt.
Ja, also ich gehe jetzt davon aus, wir sind 464Sozialbezirksvorsteher hier in Frankfurt.

[0:59] Also mindestens so viele Bezirke wird es geben, wenn nicht sogar noch mehr. Also die die Stadtteile oder die Stadt ist als solches im Bezirk eingeteilt. Ja, mhm. Das heißt, Sozialbezirke, das sind Bezirke von diesen Sozialen Rathäusern.
Die ihre,
Mitbürgerinnen und Mitbürgerinnen betreuen und die hat sich da und drum kümmern um Jugendvorsorge Fürsorge alles, was halt im sozialen Bereich so sich abläuft. Also Wohngeld
et cetera. Gleich darüber auch dann mehr Redakteur im Studio heute ist Thorsten Sinning,
wir werden uns noch eine ganze Weile über dieses wichtige Ehrenamt in unserer Stadt unterhalten,
was vielen wahrscheinlich gar nicht so bekannt ist aber es sind doch ein sehr wichtiges Bindeglied zwischen den Sozialamt oder den Sozialämtern in sozialen Rathäusern und den Betroffenen Bürgerinnen.
Bürgern wie kommt man eigentlich zu so einem Amt, das ist ja doch etwas, was jetzt nicht so jeden Tag in der Zeitung steht.

[2:08] Ja, diese Ämter werden von den werden politisch vergeben in der Regel. Also so kenne ich es. So war es in im.
Im Ortsbeirat äh5 zu dem.
Sachsenhausen gehört. Mhm. Dass die Parteien dort ähm.

[2:29] Genau. Personen vorschlagen und die dann entsprechend bestimmt und also gewählt und auch bestimmt werden und dann der Stadtverordnetenversammlung ähm
vorgelegt werden und der Magistrat ähm.
Segnet das dann in jeder Legislaturperiode erneut ab. Ja. Das ist so der Wertegang, so wie ich ihn kennengelernt habe. Wie lange hast du das und immer? Wie lange hält man so ein Amt inne? Ist das ein Wahlamt, dass man für fünf Jahre auf ähm,
wie eine Legislaturperiode oder wie kann ich mir das vorstellen.

[3:06] Das ist also in der Regel ja es ist so, dass Wahlamt dauert vier also fünf Jahre so lange wie die Legislaturperiode ist.
Sozialbezirks Vorsteher beziehungsweise auch die angeschlossenen Sozialpflege.
Wir arbeiten mit Menschen zusammen, die Hilfe brauchen und von daher ist es wichtig und auch sehr sinnvoll, wenn das wenn die Personen die Hilfe anbieten,
langfristig greifbar sind. Also nicht nur für eine Legislaturperiode, sondern viel länger darüber hinaus. Mhm.
persönlich kenne ich Sozialbezirksvorsteher die das eben schon seit
10, 15 oder 20 Jahren dieses Ehrenamt ausüben.

[3:59] Also richtig tief verwurzelt dann auch in ihrem Stadtteil da jeden kennen und auch jeden Stein persönlich kennen das ist ganz wichtig, dass man da verwurzelt ist und was ich wirklich da auch ähm,
sehr mit den mit den einfachen Leuten in Kontakt ist. wir hören auch gleich mehr darüber.
Du betreust und welche Schicksale dahinter stehen und das ist glaube ich eine ganz ganz ein ganz schöner Einblick auch überhaupt in das Leben der Stadt Frankfurt. Du bist ja so ein bisschen Salzmograph,
dafür wie sich das Sozialleben in unserer Stadt verhält und wie es sich verändert,
da hören wir gleich ein bisschen mehr zu. Jetzt mache ich erstmal eine kurze Musikpause, dann können wir ein bisschen verschnaufen und vielleicht ein Wasser trinken und dann geht's gleich weiter.

[4:47] Weiter geht's. Prima. wir haben hier zu Gast Bettina Hesch und du bist Sozialbezirksvorsteherin in Sachsenhausen,
Haben wir jetzt gelernt, was das ist und jetzt kommen wir natürlich mal mit dem Medias Rehs. Was sind denn das für Leute, die du betreust? Wie sind wie nennst du sie? und und was sind das für für Menschen? Ähm,
die mit dir zusammenarbeiten oder wie kommst du an diese Menschen.

[5:16] Wie nenne ich mal diese Menschen, meine Menschen. Also.
Oft zärtlich sage ich meine Seniorinnen oder meine Senioren, wenn der große Teil,
Menschen die ich in in Sachsenhausen unterstütze, sind Seniorinnen und es sind auch ein paar wenige,
Senioren dabei.
Ich habe auch vom durch Vermittlung von der Arbeitsagentur Menschen, Langzeitarbeitslose
und ich betreue auch eine alleinerziehende Mutter, die hier Hilfe braucht.
Und manchmal bin ich auch für Mitarbeiter ausm Pflegedienst ähm
die aus ihrem Beruf aussteigen wollen und Hilfe und Rat suchen. Oh ja, okay. Auch ein Ansprechpartner. Coronakrise hat die Themen
und die Probleme für jeden Einzelnen in irgendeine Richtung oftmals verschärft oder,
Ja und Rat.

[6:24] Ist kommen vom Sozialamt, das heißt Sozialrathaus schalte dich ein, wenn es Fälle gibt, die,
problematisch sind oder wo die Leute einfach nur mit den Formularen nicht zurecht kommen und mit dem Prozedere und dann quasi ein,
Partner brauchen, der mithilft die Formulare auszufüllen oder ist da noch mehr dabei?
Ist eindeutig noch mehr dabei,
Beginn ist häufig das Sozialrathaus, das mir mitteilt, dass sich ein Mensch bei ihnen gemeldet hat, Hilfe braucht beim Postortieren
und wie ihr da oder ich einfach mal vorbeischauen soll.
Bekommen dann die Anschrift, Telefonnummer, wo ich mich in Verbindung setzen kann mit den Betroffenen.
Ja und dann ist der Beginn dort erstmal mir ein ich gehe hin, verschaffe mir einen Eindruck, wie ist denn die Situation vor Ort zu Hause? Was habe ich hier für einen betroffenen Menschen vor mir.
Und versuche über das Gespräch herauszufinden, was denn das Thema ist. Ähm.
Ob er ein Formular nicht lesen kann, ob die Krankenkasse etwas geschrieben hat, was er nicht zuordnen kann.

[7:42] Dass er Meldungen oder Kontakt mit der Kranken mit den Behörden nicht aufnehmen kann, weil er keine Möglichkeit hat online tätig zu werden. Vieles ist heute schon online geschaltet.
Also all diese diese Kleinigkeiten und daraus entwickelt sich ähm,
entwickelt sich ein Prozess. Mhm. Wenn ich dort vor Ort bin und vorbeischaue bis bis alles, bis alle Wehwehchen, so wie ich sie nenne, behoben sind. Ähm,
behördlich brauche ich ein paar Wochen.
In dieser Zeit habe ich auch die Chance, die Beziehung aufzubauen, Vertrauen aufzubauen und weiß, dass wenn der Betroffene das zweite Mal Hilfe braucht, sich auch direkt dann an mich wendet.
Mhm. Das heißt es geht ja auch darum Leute die vielleicht sonst in ein Pflegeheim müssten, die sonst alleine nicht wohnen könnten,
zu bewahren in in Altersheimen, in Pflegeheime zu kommen und ein selbständiges Leben zu Hause,
zu führen. das ist eine ganz wichtige Aufgabe. Da bist du wahrscheinlich auch Problemlöserin, also so wie ich dich kenne, du bist so ein Mensch der irgendwie äh.

[8:56] Ergebnisse haben will, also der irgendwie nicht zufrieden ist, wenn etwas nicht so,
so richtig funktioniert und das ist doch wahrscheinlich dann so eine Art Sisyphusaufgabe, weil das sind ja doch Fälle, wo jemand dann wenn jemand da einsam ist und vom Pflegedienst abhängig ist,
wo wo man einfach ja viel helfen kann, aber aber nicht abschließend irgendwie.

[9:20] Ja, für das Abschließende gibt es häufig auch ähm, das erlebe ich in meinem Bezirk sehr oft, eine funktionierende Nachbarschaft.
Ist auch noch da. Mhm. Und auf die kann ich auch ähm,
zurückgreifen. Ja, also wenn ich das soziale Umfeld, dass ich mir auch immer anschaue und betrachte, wer ist da, wenn es denn Kinder nicht,
oder die aufgrund der Globalisierung irgendwo auf der Welt unterwegs sind dann schaue ich was ist am sozialen Umfeld, Nachbarschaft oder Freundschaften noch da, der hier oder die hm,
den Betroffenen auch unterstützen können
Mhm, okay. Gibt es auch noch weitere Dienste, die da helfen von Caritas oder Ähnliches, die da.
Dir zuarbeiten und du sagtest, es gibt ja auch Sozialpfleger.

[10:14] Mit mir arbeiten oder für mich arbeiten auch Sozialpfleger, die mir angeschlossen sind. die mir den ein oder anderen oder die wo ich den ein oder anderen Fall übertragen kann.
Und so Institutionen wie die Caritas und andere. Also ich persönlich arbeite.
Alles komplett ab. Versuche alles komplett abzuarbeiten ähm.
Das ist meine Definition für dieses Amt. Es gibt aber durchaus auch Sozialbezirksvorsteher.
die das anders handhaben und die Vernetzung schaffen mit den anderen, Institutionen, die Hilfe anbieten.
Mhm. Nehmen die Leute das an? Sind die Angebote von diesen Institutionen niederschwellig genug, barrierefrei quasi. ich meine, wenn jemand.

[11:12] Ist 75 oder so. Dann
und hat ein Leben voller Arbeit hinter sich und und ist dann jetzt auf Hilfe angewiesen, weil die Familie nicht mehr da sind ist, dann und und dann natürlich du sagst online, ja das geht dann alles online, da muss man irgendwas ausfüllen mitm Computer.
Der vielleicht gar nicht vorhanden ist. Vielleicht haben die noch ein Handy. das ist natürlich auch quasi so eine andere Generation, ja.
Wie wie
Stellt sich das für dich dar? Wie kommunizierst du mit den Leuten? Ist das für vielleicht auch anders als dass man also wenn man wenn jemand 75 ist und alleine ist kommuniziert man da anders als es wahrscheinlich mit einem 50-jährigen oder einem 20-jährigen oder?

[11:56] Ja, also die Kommunikation ist anders. jetzt ähm,
habe ich in meiner eigenen Historie, bevor ich Sozialbezirksvorsteherin wurde, ich komme aus einer aus der klassischen Großfamilie. Meine Großeltern haben mit bei uns zu Hause gelebt,
wurden von meinen Eltern gepflegt.

[12:17] ich und meine Geschwister, wir haben das genauso fortgeführt. Meine Eltern nicht mehr leben alleine leben konnten, haben wir uns darum gekümmert, dass sie zu Hause und selbst bestimmt bleiben konnten und waren waren einfach da und haben diese Aufgaben.
Übernommen. Die Kommunikation fällt mir daher auch mit 75 oder 80-jährigen einfacher, weil ich diesen Prozess schon.
Einmal als Jugendliche und dann als erwachsene Frau schon schon hatte und hilft mir auch.
Dass ich meine Eltern betreut habe beziehungsweise noch betreue hilft mir natürlich auch im Umgang mit den Senioren hier ausm ausm Bezirk. Mhm.
Du musst ja dann auch wahrscheinlich mit Pflegediensten zusammenarbeiten. Wie ist das wie ist so die der Eindruck als wenn ich das mal so auf gesellschaftliche,
ein gesellschaftliches Niveau sehe man hört ja doch viele aus den Pflegediensten dass da wenig Zeit ist das äh
man quasi so ein Programm abarbeitet, aber nicht mehr die Zeit hat für die für die Senioren. Wie wie sieht das in der Praxis aus? Das sieht schon sehr,
ähnlich aus, wie du's eben geschildert hast.

[13:31] Pflegedienste sind ja auch genau eingetaktet in in Zeiten, wie viel sie fürs Kämmen brauchen dürfen, wie viel sie fürs Waschen brauchen dürfen, wie viel Zeit sie brauchen dürfen, um die Strümpfe anzuziehen
und die Mitarbeiter der Pflegedienste geben sich wirklich große, große Mühe.

[13:52] Dass vieles aber hektisch wirkt, weil dieser Zeitdruck auch immer dabei mit dabei ist. Mhm. Das spüren die die Menschen, die Betroffenen.
Die spüren das, da ist jemand, der hat nicht viel Zeit. auch wenn sie's nicht aussprechen könnten, aber dieses Gefühl ähm,
Man hat keine Zeit für mich. Das ist unterbewusst ist das da. Mhm. Und damit wächst für die Betroffenen
oder entsteht für die Betroffenen, so habe ich's schon öfters jetzt erlebt, auch eine Unzufriedenheit. Eine Unzufriedenheit mit dem Pflegedienst, obwohl die,
Mitarbeiter des Pflegedienstes alles tun, was möglich ist. Es kommt aber auf der anderen Seite nicht unbedingt auch so an,
Mhm. Also da versuche ich immer wieder auch die Balance herzustellen, Verständnis zu schaffen.
Bei den Seniorinnen und Senioren hier nicht zu ungerecht zu werden. Den Mitarbeitern des Pflegedienstes gegenüber.
Wie ist die soziale Einbindung von deinen Seniorinnen? gehen die regelmäßig irgendwelche
Bingoabende besuchen oder oder irgendwas. Haben die Gesprächskreise, wie ist da die Einbindung oder sitzen die dann eher zu Hause und.
Gucken fern.

[15:21] Gute Frage und ich bin bei mir rattert, rattert es gerade vor Corona, waren noch viele.
Meiner Seniorin, die ich betreue, unterwegs, soweit es Ihnen irgendwo möglich war oder hatten Besuch von Freundinnen. Das hat sich durch Corona doch verändert. Also diese Vereinsamung.

[15:44] Im privaten Bereich, dass man sich zurückgezogen hat, jede Angst hat. früher sind die Frauen irgendwo hingegangen, einen Kaffee trinken oder abends mal noch eine Kleinigkeit essen,
befreundete,
Das ist weniger geworden, definitiv. Mhm, mhm. Das heißt, da gibt's also auch wieder sehr viel aufzuarbeiten jetzt nach Corona, dass man Angebote schafft, die,
das ganze Aufwand. Wenn's überhaupt geht, ich meine wir haben's ja alle die Situation und sehen ja alle, was was los ist. Also man man geht ja auch nicht mehr zur Arbeit, sondern man sitzt dann mehr zu Hause.
Und dadurch gehen natürlich soziale Kontakte verloren, man baut andere soziale Kontakte auf und ja viele,
halt dann vor dem Fernseher und guckt sich in den Streaming-Dienst an am Wochenende. Das ist natürlich bei älteren Leuten schwierig, ja, weil die Bekannten sterben ja vielleicht weg
oder die Familie, die vorher zu Besuch kam, kommt dann auch nicht mehr so regelmäßig. Das hat sich ja alles verändert.
Eine Lösung dafür kannst du wahrscheinlich auch nicht benennen aber gibt es vielleicht gibt es in deinem Umfeld merkst du dass die die Sozialdienste darauf reagieren.

[16:57] Kann ich nicht beantworten, wenn du sagst, Sozialdienste gehe ich davon aus, dass du die Caritas oder wen meinst hm? Seniorennachmittag irgendwas, ja. Angeboten werden diese Dinge. Ähm,
was fehlt ist die Motivation der Betroffenen, sich hier nochmal aufzumachen. Im Moment ist es für sie schwer vorstellbar.
Mhm. Man hat sich arrangiert mit der Situation. Man hat sich arrangiert mit dem Fernseher, der wirklich oft von morgens bis abends ununterbrochen läuft. Mhm.
Der Kopf arbeitet nicht mehr so viel wie früher, ist nicht mehr geistig, ähm.
Flexibel. Man lässt sich berieseln und was das mit uns äh.

[17:47] Erwachsenen macht, wissen wir Situation verstärkt sich noch mal bei den älteren Menschen. Mhm, mhm.
Okay gut, machen wir nochmal eine kurze Musikpause und dann kommen wir gleich noch mal auf die Fälle zurück was es heißt Miete, Lebenskosten et cetera. Das ist ja auch ein großes Thema, was auch viele betrifft hier im in der Stadt Frankfurt.

[18:14] Das war's Cindy Lauper mit True Colors und um wahre Farben geht es ja auch bei uns hier im Gespräch. Bettina Hesch ist im Studio. Sie ist Sozialbezirksvorsteherin in Sachsenhausen
Und ich wollte mich ein bisschen nochmal auch unterhalten um ja.
Das Thema auch wenn du sagtest, es gibt ja auch Alleinerziehende, die auch ihnen einige sage ich mal Armutsfallen hier rutschen auch
Rentner, die mit wenig Geld auskommen müssen und wir haben ja im Augenblick eine grassierende Inflation und das bedeutet, da ist immer weniger Geld im Portemonnaie. Wie kommen die Leute damit zurecht?
Ist wirklich eine brisante Frage auch auf vor dem Hinblick. Wir hatten ja auch hier im Politopia schon über die Strom- und Gaspreise berichtet,
auch galoppieren und wo jeder quasi am Jahresende oder in der Abschlagzahlung dann sieht, ich kann mir weniger leisten.
die Leute damit zurecht und was hat das für Konsequenzen? Geringes Einkommen, eine kleine Rente.

[19:20] Macht mich immer demütig. Das macht mich wirklich immer demütig, es macht mich auch sehr traurig. vieles ist ähm.
Die Menschen, für die Betroffenen nicht mehr möglich zu überlegen, gehe ich einen Kaffee trinken mittags.
Will von gut, will manchmal schon gut überlegt sein oder kann ich mir zum Monatsende noch äh.
Im Aldi die Dinge kaufen, die ich brauche. Da liegt oft,
symbolisch der Taschenrechner neben dem Kontoauszug neben dem Portemonnaie was geht noch? Mhm. Welche Hilfen kannst du denn dann vermitteln? Da gibt's ja wahrscheinlich Wohngeld und äh.
Ja ein sehr individuell, nicht umsonst gibt es das Amt sozial oder sozial Pfleger, um halt solche also uns durch diesen Dschungel des Sozialsystems zu führen. Welche Hilfen gibt es für die Betroffenen?

[20:20] Die Hilfen sind vielfältig. Du hast es eben ja schon erwähnt, Zuschuss also Wohngeld, Grundsicherung, kleine Renten werden,
durch den so zu unseren großzügigen Sozialstaat angehoben.

[20:39] Aber es reicht trotzdem nie. Es reicht für die Betroffenen oft trotzdem die. Es wird immer, es wird immer eng. Also diese Vorstellung, wenn wenn man.
Politische Diskussionen gibt
und ich lese so Kommentare wie das hier das Geld rausgeschmissen wird für den Sozialstaat das empört mich es empört mich nur noch
denn so ist es nicht. Jeder der die Hilfe vom Sozialstaat braucht und das sind.

[21:10] Meine Erfahrungen zu 95Prozent Menschen, die es wirklich brauchen und keine ähm.

[21:20] Wie soll ich die nennen? die sich diese Sozialhilfe Leistungen erschleichen, das ist das ist das ist Unfug, es gibt immer die, die durchs Raster fallen, ja aber die,
Der große Teil fällt nicht durchs Raster und dann ist das schon ähm.

[21:41] Wir hatten jetzt eine Erhöhung vom Hartz vier Satz um drei Euro irgendwas.
Natürlich, also uns hat keiner verstanden, weil es sich natürlich um Jahre verzögert und auch im letzten Jahr wahrscheinlich dann äh.
Inflation dieses Jahres da irgendwie zu tragen kommt. aber das ist alles diese Berechnungsmodelle sind doch,
offensichtlich ziemlich realitätsfremd, weil sie viel zu stark verzögert dann auch greifen. das ist natürlich auch eine Frage der Politik. Also Sozialpolitik, du sagst, es kommt ja offensichtlich da an, wo es hin soll.
Und ich denke, das sollte man auch noch mal betonen, dass das so ist und dass man hier man hat vor unter Schröder ja gesagt, okay, man will,
fordern und und unterstützen aber bei Leuten, die halt das ganze Leben schon gearbeitet haben, gibt es ja nur noch zu unterstützen, was will man fordern. Ja, die stehen ja dem Arbeitsmarkt überhaupt nicht mehr zur Verfügung und ähm,
daher ist es ja etwas schwierig dann zu sagen okay prima ihr habt das ganze Leben gearbeitet. ihr kriegt dafür halt was nach den Rentenpunkten rauskommt,
aber es gibt dann halt noch Grundsicherung, aber die wird dann halt nur mäßig erhöht. ein sehr schwieriges Thema.

[22:57] Aber viele Leute rutschen dann ja auch darüber hinaus noch an Schulden. Und das ist natürlich auch eine Tragik, weil,
wenn halt Not am Mann ist, man braucht eine neue Matratze, die Waschmaschine ist kaputt, dann muss man ja auch dieses Thema handeln. Man kann ja nicht nur aus dem Bestand leben und dann sich die Nudeln vom Mund sparen.
Ja und manchmal ist der Wunsch nach nach etwas Neuem oder nach dem, was ich im Fernsehen gesehen habe, oh, dieses Teil möchte ich gerne haben und das wird einem so einfach gemacht.
Es wird einem so einfach gemacht aus der Wirtschaft. Jeder darf bestellen, jeder bekommt es auch geliefert.
Und hinterher die Zahlungen, ja das ist für viele für viele Unternehmen,
kein Thema, das an Kanzlei weiterzugeben. Es gibt spezielle Rechtsanwaltskanzleien, die haben sich auf dieses Thema fokussiert. Mhm. Inkassomaßnahmen und ähm.

[24:02] Aber für die Betroffenen, die dann für sich das Gefühl haben, oh, ich habe hier was Unrechtes getan.

[24:10] Ja aber aus ihrem Wunsch oh das möchte ich gerne besitzen, das kann ich gut gebrauchen. Die Werbung suggeriert es ja dann doch wieder zu bestellen und zu glauben ah irgendwie schaffe ich das schon. Das ist ja immer irgendwie gegangen.

[24:24] Es gibt dann trotzdem am Ende des Lebens oder in der letzten Lebensphase den Punkt, wo viele da aus dieser,
Falle nicht mehr rauskommen. Mhm. Zumal ja auch die Rente ja Riesterrente et cetera. Wir haben ja dieses Rentencap. Also jetzt in der Realität ist es ja auch angekommen. Die Leute, die von den,
Rentenkürzungen damals betroffen waren. Als Generation sind ja heute auch in Rente oder in Frührente oder Erwerbslosigkeit.
Das heißt wir wir können jetzt sehen welche Konsequenzen das hatte was damals eingeführt wurden von wegen private Zusatzversicherung et cetera haben die Leute das gemocht oder.
ist das irgendwie angekommen? Wahrscheinlich da nicht oder? Nein, das ist nicht, das ist nicht angekommen und zu der Zeit.
Oder rinnen ähm,
die ich die mir jetzt hier mal so durch den Kopf gehen, die sind über achtzig, da gab es noch keine, da gab es Riester-Rente noch nicht und mhm.
Das was ich habe, was mich auch begleitet oder was mich was mir immer wieder begegnet sind die Menschen, die früher selbstständig gearbeitet haben, sich nicht versichert haben, sich nicht ausreichend selbst versichert haben.
jetzt auch an dem Punkt angekommen sind, wo sie eine kleine Rente haben, die nicht reicht zum Leben.

[25:51] Die aufgestockt werden muss. Wie ist das eigentlich mit Kindern in einer solchen Situation? Wenn du sagst ja auch gibt Alleinerziehende,
Mütter oder auch vielleicht Väter was passiert mit den Kindern? Die wachsen ja in Armut dann auf, in einer Situation wo,
wo man sagt, okay, man muss dann zweimal den Groschen umdrehen und kann sich nicht alles leisten. Andererseits sind die natürlich auch in der Schule.
Sehen ja auch was die anderen haben und stehen da auch natürlich so eine Art Wettbewerb, ja, also wer hat die schönsten Sneakers oder kann sich vielleicht was fürs Handy leisten.
Wie sieht das für die Kinder aus.

[26:29] Gibt es da auch vielleicht irgendwelche Institutionen, die da nicht nur helfen, sondern vielleicht auch ein Tag der offenen Tür machen für die Kinder, die Angebote machen?

[26:40] Es gibt die Institutionen, die helfen und die Politik.
Hier in den letzten Jahren doch auch vieles auf den Weg gebracht. Ich sage ganz bewusst oder versucht auf den Weg zu bringen. Meine Erfahrung wie zum Beispiel Bildungspaket äh,
sicherstellen soll, dass Kinder aus sozial schwächeren Familien Teilhabe.
Genießen können, hier ähm.

[27:08] Einen Antrag stellen können, also nicht die Kinder, sondern die Eltern den Antrag stellen können für die Freizeit, für den Schulausflug.

[27:19] Es ist aber für Eltern oder für die betroffenen Mütter und Väter,
immer noch die Hürde dieses Antragsformulars. Ich sage es mal so. Und natürlich auch die Hürde der Scham
Mhm. Die ist nach wie vor da und im letzten Wahlkampf,
hat unser Bundeskanzler immer oder sehr oft das Wort Respekt.

[27:45] Genutzt. Ja. Respekt, Rente, Respekt, dargestellt, ja. solange diese Hürde.

[27:55] Formulare besteht,
die sind noch so formuliert, dass du das Gefühl hast, du musst dich jetzt hier total ausziehen und bist ein schlechter Mensch, weil du das hier beantragst.
so lange ähm.
Helfen, die vielen oder nützen die vielen guten Gedanken der Politik nichts, weil sie kommen oft bei den Betroffenen nicht nicht an. Die überspringen diese Hürde des Formulares nicht. Mhm. Und bis ich.
Betroffene Eltern, betroffene Alleinerziehende Mütter da habe, dass sie.

[28:34] Sagen gut Frau Hesch, stellen Sie den Antrag für mich.
Brauche ich schon eine vertrauensvolle Beziehung. Da habe ich schon eins, zwei Jahre lang.
Ehrenamtliches Miteinander investiert. Mhm. Das ist natürlich ein Punkt, glaube ich, den.

[28:56] Leute in der politischen Diskussion, wenn sie nicht in diesem Thema unterwegs sind, gar nichts sehen, ja. ich glaube, wir haben auch sehr viel Bürokratie. Natürlich in dem Land, auch in in anderen Beziehungen. Ähm
aber das ist natürlich also das war mir zum Beispiel nicht so klar. ich habe,
selber auch schon mal auch Sozialbehörden mit denen zu tun gehabt et cetera, aber das ist natürlich etwas äh
Da muss man wissen, wie das funktioniert, ja? Und das ist etwas, was die Behörde, glaube ich, immer so voraussetzt, dass die Leute dieses Wissen mitbringen und die, die natürlich das nicht mitbringen, die stellen keine Anträge.
Ja die fallen dann auch nicht weiter auf oder behelfen sich anders wie und das ist natürlich ähm
Ja, vielleicht wird genau das Monster, was man nicht haben will, nämlich, dass Leute hingehen und Sachen beantragen, die es nicht brauchen, nämlich dadurch gefüttert, dass man halt solche Formulare hat, die die Betroffenen, die eigentlich da sind,
die das brauchen, dass man denen damit gar nicht helfen kann, ja. Die hätten lieber, dass jemand vorbeikommt und sagt, okay, so ist die Situation.
Dann das Geld auszahlt, vielleicht oder in einer anderen Weise vielleicht dann Angebote macht, die die dann ermöglichen, dass die Kinder zum Beispiel.
Ein Klavier erlernen können oder irgendein ein bildungs Gutschein auch einlösen können et cetera.

[30:21] Gibt es diese es gibt Bildungsgutscheine, ne? Wie funktioniert das System? Kann man das ein bisschen was ja offenbar erzählen?
Kann ich hier jetzt nicht viel drüber sagen. Hm mir in den letzten drei, vier Jahren nicht wieder begegnet ähm.
Da nicht der Wunsch darin bestand, dass ich mich hier mit diesem Formular.

[30:45] Beschäftige. Also ich hab im Moment keine Betroffene, keine betroffenen jungen Leute, junge Menschen mit Kindern,
das jetzt in Anspruch nehmen wollten wo ich es weitergeben kann. Mhm. Mit Formularen beschäftige ich mich immer erst dann, wenn es akut wird. Ich weiß, was es gibt. Ich weiß, wo ich suchen muss oder wo ich suchen kann.
Und wenn's soweit ist, beschäftige ich mich damit,
Okay. Oh, na gut, okay. gibt es eigentlich viele Angebote, grade von der Stadt Frankfurt, also in Frankfurt habe ich immer das Gefühl, die sind ja besonders solidarisch, ne? Wenn's da um,
um Mitmenschen geht, dann wird gespendet. Dann wird,
geguckt, dass Leute zum Straßenfest kommen et cetera. das ist glaube ich ganz besonders hier in der Stadt oder auch in in Rhein-Main-Gebiet, anders als vielleicht in anderen Gegenden Deutschlands, wo man ja alleine wohnt und äh,
sich nicht so sehr um die Nachbarn kümmert, gibt es da besondere eine Besonderheit. Ein Frankfurter Besonderheit, so eine.

[31:52] Irgendwas, das man also ja.
Bembel like, keine Ahnung wo man sagen kann, okay, das gibt's nur in Frankfurt oder das wird besonders gerne auch von den Leuten nachgefragt, die es betrifft.

[32:05] Kann ich jetzt so nein? Gar nicht, kann ich dir dazu gar nicht sagen, das was ich.
Als sehr positiv in den letzten zwei Jahren wahrgenommen habe, ist in in dem Bezirk.

[32:20] In den Bezirken, wo ich unterwegs bin, wirklich die Nachbarschaftshilfe. Dieses gemeinsame,
zu Beginn der Coronakrise, wo noch niemand wusste, oh wir machen, wir händeln wir das mit dem Einkaufen, also bis die großen Institutionen wie Caritas die Awo.
Politische Parteien angeboten haben für die Menschen Erledigungen vorzunehmen.
Da war die Nachbarschaftshilfe schon aktiv gewesen. Mhm. Ne? Also da funktioniert auch jung, mit alt. das ist zwar war wirklich oder ist eine schöne Gemeinschaft. Mhm. In in manchen Bezirken, ja.
So, dann machen wir noch mal eine kurze Musik und dann geht's wieder weiter danach.

[33:07] So ja Bettina, wir hatten ja schon mal darüber gesprochen, dass du natürlich.
Bekommst von den Sozialrathäusern, aber wie kommen Leute denn zu dir hin? Es gibt doch bestimmt viele, die jetzt vielleicht auch die Sendung hören und sagen
Oh, das wusste ich nicht, dass es das gibt und das ist ja vielleicht eine tolle Sache. Wie kommen die denn zu dir oder
zu deinen Kollegen, das sind ja alles Ehrenbeamte. Wie kommen die denn dahin und können sich informieren.

[33:38] Die erste Möglichkeit besteht wenn ich Internet habe.
Auf der Seite der Stadt Frankfurt nachzuschauen, Stichwort Ehrenbeamte und da sind alle.
Statt sozial Bezirksvorsteherinnen aufgelistet oder gelistet. Dort erfährt man Telefonnummer und ähm.
Anschrift. Mhm. Mhm, das ist ist die eine Möglichkeit. Die andere Möglichkeit ist die,
über andere Sozialträger wie zum Beispiel den VDK der hier schon viel vermittelt hat ähm,
wie gesagt Arbeitsagenturen, Jobcenter, die vermitteln.
Und ähm.

[34:33] Kirchengemeinden, ne? Also so Hilfesuchende, die sich an den Pfarrer wenden oder an den ähm.

[34:43] Ja an die Kirchengemeinschaft erzählen, dass sie das und das Problem haben.
Hier dann die Personen sagen ja ich schaue mal nach wen ich da finde. Also hier habe ich schon.
Außerhalb des Sozialrathauses dann vermittelst ja dann quasi die Ansprich oder des Sozialrathaus kommt auf dich zu und sagt, wir haben einen Fall. Ähm
Frau, der Mann kommt mit den Formularen nicht zurecht. das ist ähm.

[35:15] Senioren, die alleinstehend ist vor Witwe seit fünf Jahren oder zehn Jahren und die ist jetzt pflegebedürftig. Sie hat einen Oberschenkelhalsbruch et cetera und kommt dann in die Situation, dass sie vom Sozialrathaus dann Hilfe braucht, also das.
Als Antrag zum Beispiel gestellt hat, der dann lückenhaft ist und dann würdest du dann in in äh,
eingeschaltet werden und dann dahin fahren und sagen, okay wie ist denn die Situation? Wie kann ich da helfen,
nicht nur um jetzt den Wohngeldantrag vielleicht flott zu machen,
sondern halt auch dann zu gucken wie sind die Lebensverhältnisse, sind die geordnet? Hat sich das durch die die Krankheit dann vielleicht verschlechtert? Solche Sachen. Ja, genau. Also quasi die Anwältin dann,
für die Mandanten von dem Sozialrat aus. Ja aber nicht nur vom Sozialrathaus, es gibt durchaus ja auch Betroffene und Hilfesuchende,
den Kontakt zum Sozialrat Haus nicht haben, sondern eben über die Kirchengemeinden jemanden suchen.
Oder ihrer Freundin erzählen.
Ich brauche dringend Hilfe. Ich möchte gern den Antrag stellen oder ich komme mit meinem Geld nicht mehr zurecht und dann sagt die Freundin, ah, da habe ich gehört, da gibt's nur die Bettina Hecht, Sozialbezirksvorsteherin, hier hast du die Visitenkarte oder die Telefonnummer
Also das ist mittlerweile Leben oder liebe ich auch von vielen Empfehlungen.

[36:42] Zufriedene Betroffene,
auch wenn sie hören, dass jemand anders aus ihrem Umfeld Hilfe sucht, meine Adresse und meine Telefonnummer weitergeben.
Das klingt jetzt für ein Ehrenamt noch sehr viel Zeitaufwand. Wie viel Zeitaufwand ist das oder wie viele Klienten hast du, die du betreust,
kriegst du das überhaupt unter, weil du bist ja selber auch aktiv und machst sehr viel auch in deiner Freizeit.

[37:13] Gute Struktur und Organisation nein äh,
Zwischenzeitlich zwischenzeitlich hatte ich wirklich den Punkt, dass es definitiv zu viel war und so gerne ich Hilfe leiste,
und helfe hatte ich Ende des letzten Jahres den Punkt, dass ich ähm.
Dinge nicht mehr annehmen konnte. Mhm. Dann habe ich der Vorgang eben wirklich am Telefon gezielter gefragt, worum geht es?
Mich vor Ort also keinen vor Ort Termin gemacht, sondern es telefonisch geklärt und wenn ich,
gehört habe, worum's geht, habe ich dann weitervermittelt. Mhm. Ich habe noch eine derzeit eine Sozialpflegerin äh, die mit mir arbeitet.

[38:05] Aber nicht dieses Riesenpensum kann.

[38:14] Ab morgen ja morgen ist die ist mein ist die Vereidigung. Meine Vereidigung.
Und dann habe ich noch zwei weitere Sozialpfleger, die mich in meinem Bezirk zusätzlich unterstützen. Dann sind wir zu dritt und dann ist das eine gute eine gute Aufteilung.
Und klar wie wie überall wenn du Mitarbeiter hast, die die mit dir arbeiten und.

[38:43] Brauche es eine Einarbeitung. beide kommen oder ein sozialen, mein Sozialflieger kommt nicht aus dem Metier.
Da braucht es dann meine Unterstützung oder auch die Hilfe,
gerade alles was Formulare sind auch wie so ein Ablauf beim Besuch bei den ersten Besuchen bin ich dann auch mit dabei,
um um hier die Starthilfe leisten zu können. Und die zweite Pflegerin, die ist da schon bereits versierter.
Da sie viele viele Jahre im sozialen Bereich tätig war und da schon relativ gut ähm.
Die Betreuung der Betroffenen übernehmen kann, ohne dass es jetzt hier lange Einarbeitungszeit braucht,
Mhm. Okay, okay, aber ich denke, einige Probleme kamen auch,
beste Sozialbezirksvorsteherin nicht lösen, das ist Wohnungsnot, das ist steigende Nebenkosten durch steigende Inflation.
Das ist das soziale Miteinander, was nach Corona auseinandergebrochen ist, was jetzt wieder neu,
Straßenfeste, durch soziale Initiativen durch Kultur.

[39:57] gefördert werden muss und wo man auch glaube ich ja verstärkt drüber nachdenken muss, was macht man jetzt,
Müssen mit Corona ja leben, denn Virus gibt's. Der geht nicht aus der Welt und Delta ist auch nicht aus der Welt gegangen, sondern wird nur überschattet von,
anderen Sachen und da muss man natürlich dann schon überlegen, wie kriegen wir die,
Situation wieder auf einen Zustand, dass man eine lebenswerte Stadt hat. Ich sage jetzt nicht, wie aufm früheren Zustand,
sondern vielleicht auf einen besseren Zustand, auf eine Stadt.
Die gerne miteinander zusammenkommt, wo die Leute ihre Möglichkeiten finden, barrierefrei,
Altentreffs et cetera, Erzählcafés, Spieleabende, solche Sachen, wo es vielleicht nicht nur ums Internet geht und nicht nur um Business, sondern vielleicht auch darum, dass die Leute sich begegnen können in,
sozialen Räumen in der Straße, in der Stadt, auf den Plätzen, in den Konzertsälen, in der TM Theater und in der Oper.
Wunderbar, apropos Opa, machen wir noch mal Musik, ne? Genau.
Bis gleich und dann ja, dann gucken wir noch mal, wie's denn so weitergeht mit,
Ganzen vielleicht nicht nur als für die sozialen Bezirke, sondern überhaupt das soziale Zusammenleben in Frankfurt.

[41:17] Kommen wir noch mal zum Finale genau.
Mich interessiert natürlich auch jetzt fast du schon das Amt einige Jahre bekleidet, wie man so schön sagt. du hast eine gewisse Erfahrung auch da drin und du weißt auch woran es mangelt und was du dir wünschen würdest. Also,
aus der Sicht auch der der Menschen, die du betreust. Was ist das so? Was sind so die Top five, die wo du sagen würdest, das muss man unbedingt vielleicht mal ändern?

[41:45] Das ist aber jetzt eine gute Frage.

[41:51] Jetzt hast du mich aber hier auf dem verkehrten Fuß erwischt ja Formulare
also wenn ich die Top Five nennen darf, Formulare, Formulare, Formulare, Formulare.
Und persönlich wünsche ich mir, dass unsere Behörden wieder erreichbar sind. Oh ja, mhm.
Ja und eine Bearbeitung, die betroffenen Menschen die Hilfe suchen, die haben keine 14 Tage Zeit.
14 Tage Zeit warten auf eine Reaktion bedeutet unendlicher Stress.
Ist wahrscheinlich auch beim Arzt so, ne? Wartezeiten für Spezialisten können ja auch Monate sein und wenn man dann noch krank ist und nicht tot,
Schon Glück gehabt. Finde ich wenigstens immer. Also das ist gerade für jemanden, der vielleicht dann chronisch krank ist, nicht so einfach. Dann können die vielleicht noch ihre Medikamente vorbestellen und die kriegen's von der Apotheke, aber wenn sich was Unvorhersehbares tut, dann wird's wahrscheinlich schon wieder dünner.
Wenn du gefühlt Not hast, hast du keine Zeit. Der Druck wird groß. Mhm. Und.

[43:03] Das ist nicht gut für die Seele. Mhm mhm. Und das Gefühl alleine zu sein ist kein gutes Gefühl.

[43:11] Das glaube ich gerne, ja, gerade. Das geht, glaube ich, jedem so. Dafür muss man nicht nicht unbedingt hilfsbedürftig sein. Ähm,
Ich danke dir ganz herzlich für diesen Einblick. Also ich kannte das Amt des Sozialbezirksvorstehers oder der Sozialpfleger wenig, muss ich sagen,
Es hat mir einen sehr großen Einblick Einblick gegeben in dieses wichtige Amt und ich wünsche dir,
der Vereinigung? Was waren so deine deine wie vielte Amtsperiode ist das? Als Sozialbezirksvorsteherin ist es die zweite.
dann noch viel Erfolg dabei, auch im im Sinne deiner Betreuenden deiner Seniorinnen, wie du sie nennst. Und ich hoffe,
dass sehr viele Leute, also nicht dass sie jetzt alle zu dir kommen, aber dass viele Leute die Möglichkeit sehen vielleicht dieses Amt besser wertzuschätzen, vielleicht werden die Formulare dann auch entsprechend
kleiner und fallen menschlicher aus und dass man auch das Miteinander allgemein mehr achtet,
So, das war die Polytopia Sendung für heute, Mittwoch, den 23. Februar zweitausendzweiundzwanzig live,
aus dem Studio eins von Radio X und ich wünsche euch draußen in den Endgeräten, wie man heute so schön sagt, alles Gute, bis nächste Woche, bis nächsten Mittwoch, bleibt gesund,
Redakteur im Studio war Thorsten Sinning.