Burn-Out

Hohe Anforderungen und dauerhafte Überlastung können zum Burn-Out führen, dies entwickelt sich zu einem immer größeren Problem in der heutigen Arbeitswelt.
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pta

Transkription

[0:00] Ja hallo, herzlich willkommen hier beim Politopia-Magazin, eurem gesellschaftspolitischen Magazin hier bei Radio X im Frankfurter Stadtradio. Wir grüßen uns. Äh nein, wir grüßen euch. Hallo.

[0:12] Ja hallo, hier ist auch Thorsten, auch im Studio mit dem Michael zusammen. Schönen guten Tag.

[0:17] Wir haben uns gedacht, wir machen heute mal eine Sendung, wo wir uns über ein Thema unterhalten, dass na ja, wie soll ich sagen,
eigentlich immer stärker wird in den letzten Jahren und Jahrzehnten, kann man sagen.
Burnout. Habt ihr bestimmt schon mal von gehört. Das ist was, was man ja in der Arbeitswelt beobachten kann.
Und das tritt ja immer öfters auf. Burnout ist ein ganz wichtiges äh Thema im Augenblick. Ich habe gelernt, dass es also Nummer zwei ist bei den äh
Berufskrankheiten, die zu einer Arbeitsunfähigkeit führen.
Also das ist schon ein äh großes Thema, was aber häufig gar nicht so thematisiert ist, weil es nicht so auf der Hand liegt wie ein Knochenbruch oder eine Erkältung.
Stimmt, äh das sieht man jemandem unter Umständen von außen gar nicht so genau an, dass jemand da sehr in seiner Arbeitssituation leidet und äh.
Kann dir sagen, ey, hast du nix, hast keinen Verband hier, stell dich nicht so an. Tja, was heißt denn eigentlich Burnout
Ähm wie funktioniert denn das? Was was passiert denn da?

[1:18] Ja Burner, das ist eigentlich eine Mischung von verschiedenen Sachen, also es gibt da auch verschiedene Stadien, die man durchläuft
es kann damit beginnen, dass man natürlich, was weiß ich, äh in der Karriere ist und da sich dann irgendwie einsetzt für seine
Projekte, die man hat, aber auch gleichzeitig vielleicht ähm eine Beziehungskrise oder
Kinder, die gerade zahnen, man kann also Nächte lang nicht schlafen, in äh entsprechende Sachen,
Ganz kleine Sachen eigentlich jetzt trivial, aber wenn sich das halt häuft, dann kann das in längerer Zeit dazu führen
Menschen wirklich von innen ausbrennen. Also das heißt, ein Faktor ist, dass es sozusagen so eine.

[2:00] Arbeitsbelastung, einen Anspruch an die einzelne Person gibt, bestimmte Sachen zu machen, die können innerhalb oder außerhalb der Arbeit liegen, aber im Prinzip
ich sage mal ein Workload, also jetzt eine Anforderung an eine Person, dieses und jenes zu erledigen und diese Anforderung ist nicht gering. Also es ist jetzt sozusagen eine untere Forderung.

[2:23] Sondern eher ähm bisschen ähm zu viel auf einmal, oder?
Es gibt da noch einen zweiten Aspekt, also man vernachlässigt dann auch die eigenen Bedürfnisse. Also man geht zum Beispiel dann nicht mehr ähm abends Bett mit dem spielen oder so.
Äh natürlich jetzt viel gemacht werden muss im Haushalt, die Schule oder was der Kinder da das geht vor äh im Beruf. Man hat viele Dienstreisen oder ähnliche Sachen und dann vernachlässigt man die eigenen sozialen Kontakt
die eigenen äh Bedürfnisse nach Ruhe, nach Ausgleich, mal einfach
drei Stunden irgendwo in den Wald gehen und vielleicht seine eigene Zeit dafür haben und man verdrängt auch Konflikte.

[3:04] Äh Bedürfnisse von anderen und äh zum Beispiel in der Partnerschaft.
Und dann kommt es dazu, dass man irgendwann äh das Ganze dann auch nicht mehr aufarbeiten kann, also dass man verschiedene Sachen in sich quasi hinein.

[3:17] Nimmt, die man eigentlich gar nicht zu verantworten hat oder wo man sagt OK das muss jetzt so sein, es gibt so Sachzwänge, das kennt jeder ne?
Ja, also das wäre sozusagen schon mal ein großes, ein großer Bereich, dass also Anforderungen an eine Person sind und die sehr vielfältig sind oder einfach durch die schwere Menge.
Ähm unter Umständen ein Problem darstellen können. Richtig?

[3:42] Einmal das und es gibt natürlich dann auch verstärkte Probleme. Also man kriegt ja auch dann Konflikte.
Mit seinen mit seiner Umwelt, ne? Man wird also kurz äh äh
ähm ähm er spricht nur noch äh kurz oder man stumpft ab. Oder man ähm geht Konflikten aus dem Weg und äh wirkt aber dann zynisch, ungeduldig
Also das weiß ich schon, was du da sagst und so. Das merken andere natürlich um einen.
Man selber merkt es nicht, man ist vielleicht in seiner Taskliste drin und sagt OK ich muss hier Sachen abarbeiten und dann stört
vielleicht dann jemand, der dann dazu kommt, das Kind, was irgendwie was hat äh und und will irgendwie äh Aufmerksamkeit und äh man wird dann einfach als Eltern vielleicht auch.
Schnippig und das.

[4:29] Zeigen einem Kinder natürlich nicht. Die fangen dann an zu weinen oder fühlen sich vernachlässigt, aber das führt natürlich dann noch zu mehr Problemen und das kann dann auch zu zu äh sozialem Rückzug führen, dass man wirklich dann äh
selber auch nicht mehr aus der Situation so einfach herauskommt.
Vielleicht dann ähm klassischerweise in den Alkohol absinkt oder sich andere ähm andere Möglichkeiten sucht. Man fährt dann irgendwie kurz in den Urlaub und denkt, dann kann man sich damit ablenken, aber da ist es eigentlich schon zu spät. Also man braucht so diese
innere Ausgewogenheit und die man hat äh die hat man dann verloren schon an dem Punkt. Mhm ja also genau das ist vielleicht das, was wir auch äh als zweiten
großen Bereich noch mal ein bisschen angucken können, ähm dass es tatsächlich jetzt eine Anforderung von außen gibt, aber eben auch eine Situation.

[5:17] Im Inneren, also sozusagen in der Person selbst, die aufgrund ihrer Persönlichkeit, na ja, ich sage mal jetzt auch eine bestimmte ähm Disposition vielleicht mit
bringt und für manche Sachen ähm vielleicht empfänglicher ist. Das heißt, möglicherweise ist es genauso ein Problem oder kann.
Ein Faktor bei den Problemen werden, dass man als Person
auch keine klare Abgrenzung treffen kann und sich sozusagen gegen außen, gegen Anforderungen von außen auch nicht genug abgrenzen kann. Das heißt, vielleicht wirklich Sinn eigentlich treffen, also auch da in dieses letzte Stadion innere Lehre und
bis hin zu Suizidgedanken. Das haben wir auch bei Fußballstars et cetera. Also das äh hängt ganz davon ab, wie die Disposition.
An Aufgaben, an, an Erwartungen äh auch sind, die auf einen da einprasseln, ja und ähm gerade in der heutigen Zeit ähm.
Sage ich mal, äh schon in in ganz einfachen Jobs, wie zum Beispiel mit einem Auslieferer für Pakete. Ja, Paket.

[6:19] Die werden ja getrackt, ja auf die Minute genau. Da muss also dann das Paket dann innerhalb von einem Zeitfenster abgeliefert werden, aber
Dann steht natürlich irgendwo ein Stau und äh und das Ganze geht nicht weiter. Man kann den Wagen nicht abstellen. Da gibt's ganz viele, ganz viele Zwänge und das sind natürlich ganz,
Belastung, auf die wir nicht eingestellt sind, ja, wo man auch nicht dann sagen kann, so, jetzt mache ich mal irgendwie eine Stunde Pause, weil da kommt dann der Nächste, der einem dann sagt, ich warte hier schon eine Stunde auf mein Paket, ja und das sind natürlich Sachen, die die ähm.
Die steuern wir nicht mehr selber
teilweise, ne? Das ist dann schon ein großes Problem und das kann dann jeden treffen, ob der jetzt irgendwie besonders hilfsbereit ist oder besonders äh egoistisch. Das kann da jeden treffen.
Ja, gut, also das sind ganz klar Sachen, die von außen auf einen eintreffen, aber mhm. Ähm das meinte ich eben auch eher mit diesen äh diesen Bedingungen, die im Inneren herrschen, also in der Persönlichkeit selbst, dass eben nicht jeder Mann.
Gut aufgestellt ist, zum Beispiel solche Anforderungen, die von außen kommen und die vielleicht unberechtigt sind, zum Beispiel auch auch abzuwehren. Also zu sagen, ey Mann
das ist jetzt mal nicht meine Aufgabe oder das schaffe ich jetzt eben nicht mehr, sondern sich vielleicht auch so in so einer Selbstaufopferung dann wirklich
versuchen, nicht nur perfektionistisch im Sinne mit einer maximalen Qualität, sondern auch perfektionistisch in dem Sinne mit dem maximalen Umfang, also die Quantität.

[7:47] Maximal erreichen zu wollen, dann auch versucht in seinem Job dann wirklich alles möglich zu machen und jede Anforderung zu bedienen und immer da zu sein und ähm.
Jede jede einzelne Minute dafür zu nutzen, um dann das Ergebnis noch zu verbessern. Ähm.

[8:06] Wir haben ja ein bisschen den Eindruck, dass das in den letzten Jahren und Jahrzehnten auch wirklich mehr geworden ist. Du hattest ja mit dem Beispiel eben schon hier mit dem Paketboten das ja schon klar formuliert. Wir haben da eine viel höhere Taktung und auch eine viel höhere
Anforderung an an das, was überhaupt in im Arbeitsumfeld geleistet werden muss, oder?
Ja ja klar, das ist natürlich äh ich meine viele kennen das ja auch äh gerade Freiberufler, ne.
Die dann auch ähm da sein müssen, wo einfach gesagt wird, ja ich bin hier Kunde, ich bezahle doch dafür und jetzt sind die Folien nicht da und so weiter. Ähm
sind natürlich so da gibt's auch eine gewisse Selbstausbeutung, aber heutzutage haben wir das eigentlich auch äh bei jedem
Beruf, äh Homeoffice, ja, sage ich da nur mal als Stichwort. Das kann also schnell dafür dazu führen, dass man dann länger an einer Arbeit.
Dran ist, äh als man eigentlich vermutet hat, dann hat man irgendwo anders einen Stau.

[9:06] Was anderes geleistet werden. Man bleibt länger bei der Arbeit dran. Es sind plötzlich 11 Uhr abends, ne?
Eigentlich schon um um 19 Uhr irgendwo ein Kegeltermin hat, den man dann abgesagt hat. Das geht also ganz ganz fließend und das geht dann halt ja auch über Wochen. Man kennt auch diesen Stau vor dem Urlaub, ja, wo es dann heißt
jetzt muss noch alles gemacht werden und ich will noch alle Sachen abschließen und das an irgendeinen Kollegen, Kollegin weitergeben. Das ist äh dann dann äh kannst du also ganz schnell dazu kommen. Die Leute kriegen dann plötzlich Hörsturz und dann geht mir im Urlaub gar nichts mehr, ja? Dann landet sie erstmal im Krankenhaus.
Mhm. Und äh in der Situation
die du A nicht wolltest und B ähm wo du auch gar nicht äh drauf eingestellt bist. Und dann wird das natürlich also schon konkret, ja. Das sind konkrete
gesundheitliche Folgen, das haben wir ja auch hier in den Interviews, die jetzt noch nachfolgen, ähm die dann halt.

[9:58] Auf einen zukommen und wo man dann wirklich sagt, jetzt brauche ich irgendwo Hilfe.
Von außen, da muss mir jemand helfen. Und diesen Zustand kriegen halt die meisten eigentlich relativ spät mit. Ja, auf der anderen, also ähm.
Zum einen hören wir jetzt Sachen, die wir uns eigentlich bekannt sind, also äh wenn wir uns umgucken, wir unterhalten uns ja auch mit äh anderen Personen, Arbeitskollegen, Bekannten, Freunden und so und das sind ja eigentlich doch alles ähm Aspekt
die man schon mitbekommt und oft auch selber erlebt hat.
Das heißt, ähm das, was jetzt äh unsere Arbeitswelt verändert, der ist beobachtbar, das sieht jeder und auch diese Faktoren, die wir jetzt schon ein bisschen so zusammengesammelt haben, sind auch alles
Bedingungen, die.
Öfters auftreten, also die sind alltäglich, könnte man sagen. Das sind jetzt keine super exotischen Dinge und Burnout ist jetzt keine Sache, die jetzt äh.

[10:52] Superselten
auftritt, sondern das ist sozusagen man würde sagen da auch in der Mitte der Arbeitswelt angekommen, dass das einfach auch an sehr vielen Orten stellen, in sehr vielen Betrieben und sehr vielen Berufen. Ähm
auch stattfindet. Ist es denn? Außerhalb der Arbeitswelt, also das ist ja grad so diese rasche Aue des Lebens, so zwanzig, dreißig, vierzig, ja.
Also alles dann auch zusammenkommt, ähm was weiß ich, ähm Haus abbezahlen, Wohnungen abbezahlen, Miete wird erhöht, einmal finanziell, ja.
Dann hast du äh Beruf und und das Ganze, da will man sich selbst verwirklichen und ähm dann kommt aber irgendein Kollege wird bevorzugt und so weiter oder
Kinder, ja da geht's dann los mit Kita und so. Die Leute ähm fallen da aus. Dieses Kind muss zu Hause bleiben, jetzt während Corona ganz
äh kommt noch Homeschooling, irgendwas weiß ich dazu.
Kann sich ja keiner ausdenken und dann hast du ganz viele ganz viele Punkte in so einem Feld und dann kann's da auch dazu führen, ich habe auch schon Kollegen.

[11:55] Gehabt, da ist einer mit neununddreißig, dann hat Herz äh Probleme bekommen, ist nicht mehr aufgewacht am nächsten Tag, ja, also bis sogar bis dahin.

[12:04] Und auch äh das ist dann äh etwas, was man auch nicht äh vorher selten sagen kann, ja und du musst dann auch äh Warnzeichen vielleicht gibt, aber da muss auch jemand da sein, der das sieht.
Und das ist häufig dann halt auch nicht mehr der Fall. Hm, der Kollege war doch immer so hilfsbereit, ja oder ach, den kannte ich ja, aber
was dahinter steht, das wird häufig ja gar nicht mehr vermittelt, auch wenn gerade im Homeoffice, ich sehe die Kollegen ja gar nicht. Du hattest eben gedammt zwanzig, dreißig, vierzig, damit meintest du jetzt Lebensabschnitte sozusagen als Alter gedacht, oder?

[12:37] Genau. Äh im sozialen Bereich hast du das ja häufig, ne. Gerade äh Frau hat das ja von der VDK, was äh ihrer.
Von Sozialversicherungen, die sagt grade im sozialen Bereich Pflege.
Krankenschwester, Krankenpfleger ähm da sind es sehr viele Leute, die sich halt opfern, wo das ist auch im System ja drin ist.

[13:01] Und äh die dann sagen, äh ich selber brauche eigentlich Hilfe, ja, aber wer wer weist sich schon selber in so ein Krankenhaus dann ein und sagt, okay, ich bin jetzt eigentlich derjenige, der Hilfe braucht und das magst du auch
wirklich in der Statistik in den Zahlen, gerade jetzt Corona, Intensivpfleger, da ist ein Mangel, die Leute sind einfach irgendwann ausgepowert, ne
Mhm. Also das ist sozusagen dann auch ein Faktor, der der sich da selbst verstärkt, dass eben so eine so eine mitfühlende.
An andere gerichtete, ich möchte nicht sagen als ruhistisch, aber doch eine eine persönliche Art ähm die in den Beruf zu gehen, wo man zum einen mit
Menschen zu tun hat und auch anderen Menschen helfen möchte, ähm dass das sozusagen eine super Ausgangsbedingung ist, um sozusagen für einen Burnout empfänglich zu sein, weil dort dann eben auch alle Faktoren in eine Richtung arbeiten.
Also man möchte sich aufopfern für andere, aber dadurch, dass man das tut, kommt man sozusagen genau in die Situation.
Sich selbst aufzuopfern und alles zu geben unter seiner eigenen Bedürfnisse vielleicht auch zu weit hinten anzustellen. Tragischerweise, ja, ganz genau.
Wir haben uns jetzt ein bisschen unterhalten mit Experten, die dazu was sagen können. Erzähl mal, Thorsten, was haben wir denn dann was haben wir da für Erkenntnisse, die wir gewinnen können?

[14:21] Also ich habe ja hier ein Beispiel von Lars
Feuer bauen. Er ist selber äh Podcaster und hat einen kurzen Einblick gegeben, äh wie er selber in so eine Depressions- und Burn-out-Situation gekommen ist.
Habe ich hier ein kurzes Zitat von Doktor, sie ist ja bekannt aus Funk und Fernsehen, die sich mit Miriam Pries unterhalten hat. Sie ist Fachärztin und hat.
Jahre lang schon äh eine äh äh Praxis mit äh speziell für Burnout-Patienten und spricht da halt aus der.

[14:53] Dann haben wir da noch vom V äh VDK.
Sie ist ähm Juristin, Rechtsanwältin und spricht dort aus nochmal aus der Sicht des Arbeitsschutzes, aus ihrer Praxis mit sozialversicherungspflichtigen
die dann halt auch berichten wie sie unter Burnout leiden und wie sie halt auch früher verrentet werden. Das ist auch eine sehr interessante Sache.

[15:16] Ja und bei mir kam es dann im Jahr 2002 zu ähm einem Burnout mit einer sehr starken depressiven Episode.
Und ähm so habe ich's dann halt auch am eigenen Leib
erfahren dürfen und ähm konnte da halt auch ähm ja diese Erfahrungen für mich sammeln.

[15:38] Also zum einen konnte ich das natürlich für mich feststellen, weil ich einfach es über Jahre miterlebt habe und und auch immer wieder ähm eine Person mit Depression auch betreut habe.

[15:51] Und konnte dann
grob einschätzen, okay, das äh fühlt sich nicht mehr nach nur Ausgebranntheit oder nach nach Erschöpfung an, sondern das fühlt sich langsam kritischer an. Und dann bin ich.
Direkt zum Psychiater gegangen und habe halt meine Probleme geschildert und habe das halt alles erklärt und ähm habe das auch offen gelegt.
Ich glaube, das ist der wichtigste Punkt, dass wenn man merkt, okay, es es stimmt irgendwas nicht.
Man sich einfach auch traut, diese Hilfe zu suchen und auch die Hilfe anzunehmen, weil das habe ich halt in der Vergangenheit auch immer wieder erlebt.
Das einfach irgendwie runtergeredet wurde und ähm die die Symptome vielleicht nicht ganz so ernst genommen wurden und das führt natürlich dann ganz schnell auch mal zu einer Katastrophe.

[16:32] Ich denke eine der wichtigen Fragen ist von Menschen.

[16:39] Die einen Burnout haben, aber sich dessen gar nicht bewundern
Mich würde interessieren, inwiefern auch solche Menschen, die sich unter Umständen noch gar nicht viel betroffen halten, dennoch davon betroffen sein könnten, das finde ich sehr also ich kann ganz klar sagen, jemand, der einen Burnout hat, der merkt es.

[16:56] Also es gibt es nicht, dass das nicht erkannt wird.

[16:59] Aber der Weg dorthin, da wird ganz häufig so verdrängt, dass ähm erst über die wachsenden Körpersymptome dann gemerkt wird, etwas ist nicht in Ordnung.

[17:09] Wenn jemand jetzt merkt, aha, jetzt ist das Burnout da. Mhm. Äh in welchem Zustand befindet sich dieser Mensch und was tut er im nächsten Schritt? Wie geht man damit um?
Ne, das ist die Frage. Wir hoffen ja, dass durch den Podcast hoffentlich alle rechtzeitig aufwachen und überhaupt gar nicht mehr ähm in die erste, zweite oder.
Dritte oder sogar vierte Phase kommen, sondern in dem Moment, wo ich merke, eine Störung fängt an in meiner Beziehung. Kläre ich das?
Die Klärung dann aussieht. Sobald ich in der Alarmphase bin, den Dialog verliere
dann rangehen. Wenn mir das nicht gelingt oder jetzt jemand äh zuhört und dann äh merkt, Mensch, ich habe Körpersymptome oder die oder.
Das, was wir besprochen haben, dann ist der allererste Punkt.

[17:57] Das zuzulassen und zuzugeben, das nicht runterzuspielen, sondern ernst zu nehmen, zu sagen, okay, ich merke, irgendwie habe ich mich wohl überlastet,
Und in dem ersten Schritt der Akzeptanz sich dann zu fragen, wo in den sechs Lebensbereichen
ist es eigentlich so, dass ich dort nicht mehr stehe, wo ich stehen will. Gibt es in meinem Umfeld ähm in meinen Beziehungen einen Konflikt, den ich vielleicht sogar auch verdrängt habe, aber der eigentlich schon seit Monaten oder Jahren an mir nagt.

[18:30] Was ist schlecht am Krankschreiben? Na ja, der Konflikt ist auch nach dem ähm dem sie krank geschrieben sind, ähm ungelöst.
Absolut und ähm dann ist es häufig, was auch ein ganz typisches Muster ist, wo Burnout dann nicht nur verschleppt, sondern intensiviert wird, dass die Betroffenen sich durch Krankschreibung wesentlich länger in einer maroden Situation aufhalten, als sie es tun würden, wenn sie.
Dort direkt rangehen würden.

[19:00] Sie brauchen die Begegnung zum Therapeuten, die Begegnung mit dem Arzt, um darüber auch wieder sich selbst zu begegnen. Mhm. Aber es ist ähm einmal die Möglichkeit, eben die Krankenkasse auch zu fragen, wo die ähm
also die Krankenkasse gibt ihnen dann eine Liste mit freien Therapeuten. Es gibt unterschiedliche Ausbildungsinstitute, ähm wo sie auch die Möglichkeit haben, anzurufen und zu fragen, ähm ob
dort noch freie therapeutische Plätze sind. Es gibt auch Gruppenangebote, die ähm.

[19:32] Einzeltherapien nicht ersetzen, aber auch zwischen Zwischenlösung sein können.

[19:39] Am Telefon begrüße ich Frau sie ist Juristin beim Verband VDK, das ist ein Sozialverband und wir sprechen heute über das Thema psychische Belastung am Arbeitsplatz. Hallo.
Hallo Herr
Belastung am Arbeitsplatz, das ist ja etwas, was in dieser Zeit gerade sehr häufig vorkommt, aber doch häufig äh nicht besprochen wird, unterdrückt wird, ein Tabuthema ist, die Arbeitsbelastung wird höher, weil sie.

[20:07] In der Praxis äußert sich äh das so, dass der Bereich der psychischen Erkrankungen in der Arbeitswelt in den letzten zehn Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen hat.
Ähm Grund ist
einerseits äh das äh tatsächlich die Arbeitswelt digitaler wird und auch Arbeitsprozesse schneller werden und andererseits.
Ist es aufgefallen, dass äh tatsächlich die kranke Meldung, also die Arbeitsunfähigkeit bezüglich.

[20:42] Effektive Episoden oder auch anderen psychischen Erkrankungen, weitaus mehr ist
in den letzten 10, 20 Jahren haben die Krankenkassen
als zweite Grund äh von Arbeitsunfähigkeit, die psychischen Belastungen gehabt. Das heißt, jede zweite Krankmeldung
von der äh Arbeit ist eine einem psychischen äh Krankheitszeichen Hintergrund und das ist natürlich so, dass tatsächlich auf dieses Thema auch nochmal.

[21:16] Ein besonderer Augenmerk jetzt gerichtet worden ist.
Erst letztes äh Jahr ähm wurde auch äh bekannt, dass im Rahmen der Erwerbsminderung, also das heißt die Erwerbsminderungsrente
ähm auch den Hintergrund hat nicht nur körperliche Erkrankungen, sondern auch psychische Erkrankungen. Das heißt, dass jeder zweite Erwerbsminderung zur Rentner.
Mit psychischen Erkrankungen äh dann nicht mehr seine Arbeit fortsetzen kann
Also das heißt Burnout äh das heißt ähm eine Unfähigkeit die den die Arbeit äh weiterzuführen. Das sind ja auch Sachen
Die mit dem Lebenswandel zu tun haben, die man muss ja auch einige denken, diese äh stetige Erreichbarkeit durch digitale
Arbeitsmittel, also durch Computer und Smartphone. Da gibt es ja auch Programme von Arbeitgebern, VW zum Beispiel, die glaube ich ähm.

[22:19] Telefonate oder E-Mails ab einer gewissen Zeit gar nicht mehr durchstellen. Ähm gibt's jetzt da Möglichkeiten, daran zu arbeiten?

[22:26] Ja, da gibt es Möglichkeiten als Arbeitgeber und auch ähm ähm ja,
zum Beispiel die Schwerblinderten Vertreter, ähm Personalräte, viele Akteure ähm haben tatsächlich äh die Gelegenheit, Prävention zu betreiben. Ähm im Rahmen des Arbeitsschutz
Gesetzes. Im Rahmen von ähm äh dem äh Sozialgesetzbuch neun.

[22:54] Ja sprich Rehaverfahren im Rahmen von Gesundheitsstrukturen im Betrieb zu schaffen. Also da gibt.
Ganz viele ähm Ermöglichkeiten ähm ich will hier auch nochmal äh kurz auf die Definition der psychischen Belastungen eingehen, äh weil ähm die das Verständnis davon, was eine
psychische Belastung ist, wird natürlich nach Sichtweise,
Arbeitnehmern, Arbeitgebern oder auch Dritten sehr unterschiedlich aufgefasst. Ein interessanter Punkt, ja? Ja, das ist eine Führungskraft
Mitarbeiter können natürlich durchaus verschiedene Vorstellungen davon haben. Es ist ja eine ähm
in gewisser Weise eine subjektive Einschätzung, aber auch mit fachlichen Konzepten ähm und in der Arbeitswissenschaft ist ähm äh die psychische Belastung definiert in einer DIN-Norm
Ähm und äh das ist sehr interessant ähm wie eine psychische Belastung ähm aufgefasst wird. Also ich lese ihnen das mal vor. Ich habe das vor mir, diese DIN-Norm. Mhm.
Da
diese Belastungen können auf den Mann Menschen einwirken und bei ihm zu einer psychischen Beansprachung führen, eine
psychische Beanspruchung ist die unmittelbare in Klammern nicht langfristige.

[24:19] Auswirkungen der psychischen Belastung im Individuum.

[24:24] Abhängigkeit von seinen jeweiligen überdauernden oder augenblicklichen Voraus
einschließlich der individuellen Bewältigungsstrategien. Das ist natürlich eine Definition äh mit der jetzt nicht
jeder etwas anfangen kann und deswegen muss man
nochmal ähm äh anpassen und sagen, was was ist denn psychische Belastung? Ist das Burnout? Ist das ähm ausgebranntheit? Ähm äh ist das.
Stress von außen, es sind das konische Störungen, da muss man ganz ganz
in die in die Enge gehen und da werde ich ihnen gleich auch nochmal die Instrumente der Prävention ähm erklären, weil psychische Belastung sowohl positive als auch negative Folgen für den Menschen haben.
Können ähm und äh das ein Arbeitgeber ganz anderes äh aufpasst. Es kann ja sein, dass ein Mensch zur Arbeit geht.
Auch wenn er psychisch belastet ist, ähm aber auch diese psychischen Belastungen äh gegebenenfalls von einem Todesfall, von einem Angehörigen herrühren, ähm aber es kann auch sein, dass Stress im Betrieb
Ähm zum Beispiel Mobbing ist ein sehr großes Thema oder ähm ähm ein ein Arbeitsplatz, das
tatsächlich von von herkömmlichen auf einen digitalen.

[25:52] Umgewandelt worden ist einige Sachen gibt es ja auch schon seit Alters her, also ich meine Mobbing und ähm Todesfälle in der im Familienkreis sind ja nun nicht unbekannt, aber wenn die Zahlen.
Steigen bei den Krankmeldungen, heißt es ja doch, dass sich auch irgendetwas systematisch ändert und auch diese Definition ist sehr umfassend, das heißt, das ist ja eine,
psychische Belastung, die jetzt aufgrund von äh einer akuten Stresssituation sein kann, was weiß ich, Jahresabschluss in der
Finanzbuchhaltung ähm bis ähm eine dauerhafte Überlastung von Mitarbeitern oder auch vielleicht ein ein Chef, in einer Abteilung. Chefin in der Abteilung
die durch äh an ihren Persönlichkeit so einen Druck aufbaut, dass die Mitarbeiter einfach gar keine Lust mehr haben mitzuarbeiten.

[26:43] Ja bestimmt. Äh die betrieblichen Anforderungen und Belastungen sind.
Stärker geworden, der Zeitdruck ist sehr stark die Konflikte sind stärker.
Das Betriebsklima ähm und die Arbeitsbedingungen ähm ähm
Auch der Arbeitsablauf äh ähm ist ist anders geworden unsere Mitglieder. Mhm. Es gibt häufig Flukttrationsbewegungen in manchen Bereichen, die dann ähm als
ja mehr diese Mehrarbeit, wenn Mitarbeiter fehlen, die müssen die anderen Kollegen ähm auffangen können. Ähm es ist jetzt in den letzten Jahren auch während Corona ähm natürlich ähm auch
in der Pflege ähm oder auch im im im Krankenhausbereich diese das Thema sehr aufgekommen, aber auch in anderen Bereichen ist dieses Thema sehr stark und äh wird ähm
zum ersten Mal auch behandelt. Ähm ähm also Betriebe oder Arbeitsstätten ähm.

[27:53] Verbergen sich nicht mehr diesem äh Thema. Ähm es.

[27:57] Verschiedene Möglichkeiten auch diesem zu begegnen, ähm diesem Psychostress im Beruf ähm ähm das ist wichtig, dass man da auch nochmal sagt, ja ich bin offen als Arbeitgeber.
Dieses Thema
erstmal zu behandeln, woran es denn liegt. Ähm welche äh Belastungen äh bei dem Einzelnen ähm ähm ja
da sind, da muss natürlich das das erste Mal ein Arbeitgeber offen sein dafür.
Gibt es auch Berichte von ihren Mitgliedern, wo ähm äh speziell wegen.
Abbau von Personal zum Beispiel, Druck ausgeübt wird auf die Mitarbeiter, um
selber freiwillig zu kündigen oder ähm wo zum Beispiel durch Outsourcing ähm Arbeitsplätze wegzufallen, drohen und die verbleibenden
Mitarbeiter in dem Betrieb natürlich dann unter einem ganz anderen Druck stehen. Gibt es solche Berichte? Da gibt es viele Berichte
ähm auch äh vor allem während der Coronapandemie ähm habe ich viele Telefonate erhalten, ähm wo gesagt worden ist, wir haben jetzt Angst, wir haben Kurzarbeit, unsere Arbeit
verlieren und geht eigentlich nicht gut. Ähm, es kann sein, dass wir jetzt.

[29:16] Den Betrieb schließen oder wird betrieben da haben uns Mitglieder angerufen, haben nach einer
ähm äh ähm Ausweg gesucht ähm und diese Menschen, die haben gesagt, was kann ich machen? Ich bin eigentlich seit 40 Jahren im Betrieb.
Wie kann ich das lösen, dass ich da einen guten Weg für mich finde? Also es sind wirklich Menschen, die arbeiten wollen, ähm aber.
Umstände gibt, wo wo wo gesagt wird, ich habe gegebenenfalls einen neuen Chef bekommen. Oder es sind Arbeitsplätze digital geworden, wo.

[29:54] Vielleicht ältere Menschen, die jetzt nicht unbedingt digital gearbeitet haben vorher, damit gar nicht zurechtkommen. Ähm und die Arbeit von zwei Arbeitskräften dann auffangen müssen.
Vielleicht. Ähm es sind sehr viele äh Menschen auf uns zugekommen.
Die auch im Sozialplan waren. Also wenn ein Betrieb zum Beispiel äh geschlossen hat ähm äh oder kleine Betriebe.
Wo gesagt worden ist, ähm ja da wird ein Plan aufgestellt, bin ich dabei? Wie kann ich da
wo mich dann kenntlich machen. Ähm da spielt natürlich die Schwerbehinderung auch eine Rolle.
Und auch die Schweringattenvertreter, weil mit einer Schwerbehinderung von äh ähm äh fünfzig ähäh also mit einem Grab der Winderung von
50.
Oder einem Linderung von dreißig oder vierzig, ähm wenn man gleichgestellt ist, hat man besondere Kündigungs äh äh Schutz.
Mhm. Und äh da kommen natürlich die äh Personen auf uns zu und sagen, wie kann ich das noch schaffen? Wie wie kann ich diesen Status erhalten? Ich bin eigentlich seit Jahren schon krank, aber ich habe nicht irgendwie nie da drum gekümmert und jetzt
haben wir einen Sozialplan aufgestellt, wo diese Menschen ähm äh besonders behandelt werden.

[31:11] Äh äh da helfen wir den äh Menschen natürlich, aber es gibt auch ähm also einige
Personen sind mir dann aufgefallen, die selbst im sozialen Bereich arbeiten. Hm. Das heißt, selbst mit ähm äh Menschenprävention betreiben, im Pflegebereich ist dies die schämen sich richtig.
Wie schämen sich ähm beraten werden zu lassen und kommen dann zu uns und sagen bitte ähm ihr habt natürlich eine wir haben natürlich eine Schweigepflicht, wenn wir diese Menschen beraten und das ähm Erste, was.
Da kommt bitte bitte ich komme zwar, ich möchte mich beraten, aber ich möchte nicht, dass das hier öffentlich wird, dass ich mich beraten lasse. Also es gibt ganz
im im sozialen Bereich, die selbst.
Menschen helfen aber die selbst fertig sind also nicht schämen sagen wie können wir dann auch auf uns aufmerksam machen?

[32:11] Das ist auch nochmal eine andere Gruppe.
Das ist natürlich auch dramatisch, weil der gerade auch im Gesundheitsbereich, im sozialen Bereich, äh viel Geld eingespart wird, grad durch Corona. Wir gehen ja
Paradoxerweise Krankenhäuser.
Recht pleite, weil teure Operationen nicht durchgeführt werden, sondern viele Patienten lange im, in der Intensivstation leben.
Natürlich in den Krankenhäusern und damit auch den Druck auf das Personal, die eigentlich helfen sollen und das ist ihre Hauptaufgabe und nicht so sehr ähm Geld einbringen sollen für das Krankenhaus.
Das ist ein Paradox in unserem System. Das heißt, da gibt es einige Sachen, die einfach ähm.
Durch den Arbeitsschutz dann aufgefangen werden, die eigentlich an anderer Stelle hervorgerufen werden.
Normalerweise sind's bestimmte Präventionspflichten nach Paragraph 2 ist hier fünf Arbeitsschutzgesetz
vorgeschrieben. Mhm. Also äh äh ähm da da muss müssen Maßnahmen äh zu Verhütung von Arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren ähm ja das steht im Arbeitsschutzgesetz und die müssen auch.
Wissen werten, ähm dass die Arbeit Menschen gerecht gestaltet wird und der Arbeitgeber selbst.

[33:29] Wichtig, diese Maßnahmen ähm äh des Arbeitsschutzes ähm ähm ja
zu treffen und wenn man an Arbeitsschutz denkt, wir denken immer dran an Arbeitszeitgesetze gibt ja
diese Ruhepausen und Ruhezeiten, Schichtarbeit, Sonntagsruhe. Es gibt ja viele Arbeitsschutzgesetze auch.
Dass man sich einen Handschuh anziehen muss, dass man Sicherheitsschuhe anhat. Da denkt man dran, aber man denkt nicht direkt ähm an an diese psychische
Gesundheit und das ist wichtig, dass in den letzten Jahren auch äh dieser Gesichtspunkt in diesem Arbeitsschutzmaßnahmen ähm ergriffen werden. Also das heißt ähm
dass der Arbeitgeber sagt, was tun wir denn, was tun wir für die psychische Gesundheit äh der unserer Mitarbeiter, weil äh die die
Gesundheit, da wissen wir jetzt.

[34:22] Wir tun, aber die psychische Gesundheit ist natürlich 'n Tabuzone und auch eine sehr schwierige Gestaltung sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber auch Arbeitsschutz
äh Gesetze mir zu zu ergreifen und dann auch nochmal ähm ja zu zu ähm.
Im Betrieb. Das stimmt, aber es gibt auch kaum, also ich kenne in der Praxis kaum Audits, wo festgestellt wird, wie es die psychische Gesundheit gibt.
Doch, es gibt ein Instrument und äh genauso wie wie Sie gesagt haben, denken wir bei Arbeitsschutz.
An an die Bekannten körperlichen Arbeitsschutzinstrumente. Genau. Aber es.

[35:08] Nach Paragraf vier Arbeitsschutzgesetz ein Gestaltungsgrund.

[35:14] Im Sinne einer Gefährdungsbeurteilung. Hm. Das ist im Paragraph fünf Arbeitsschutzgesetz äh nominiert und ähm bei dieser.
Gefährdungs.
Kann natürlich auch in psychischen Bereich eine Gefährdungsbeurteilung stattfinden und da diese Gefährdungsbeurteilung da kann man natürlich betriebliche
also Maßnahmen dann festlegen wie das gemacht wird. Es gibt bestimmte Grundsätze
ähm auch im DGUV zum Beispiel ähm und auch ähm Richtlinien mittlerweile. Wie kann man
diese Gefährdungsurteilung bei einem psychisch ja belasteten Menschen am Arbeitsplatz äh festhalten.

[36:06] Da auch um positive Beispiele, ich kann mir gut vorstellen, dass zum Beispiel Triebwerk ähm Triebfahrzeugführerinnen und Führer ähm
wenn sie zum Beispiel einen Personenunfall hatten, also jemand ist ins Gleis gesprungen, der Lokführer, Lokführerin kann nicht bremsen und überfährt eine solche Person. Da gibt es ja sicherlich Programme für bei den Bahnen. Ähm gibt es auch andere positive Beispiele, wo Arbeitgeber
daraus eine Konsequenz gezogen haben? Ja, das gibt es. Es ist mittlerweile
bei jedem Betrieb ähm ähm ja äh Gesundheit Inklusionsbeauftragte. Und auch ähm Gesundheitsprogramme.
Ähm äh ich habe ähm
vor meiner Referentenstelle bei dem äh VdK in der äh ähm Kreisverwaltung äh zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit
gearbeitet und da gab es Gesundheitstage zum Beispiel die ein Arbeitgeber veranstaltet hat oder eine
Woche Präventionswochen da waren Programme ähm aufgelegt worden.

[37:14] Können wir unseren Mitarbeitern ähm etwas anbieten. Es.
Ja ähm bei bei jeder Dienststelle oder Arbeitgeber auch ähm nochmals ähm ja äh äh
Verbindungen zu Gesundheitszentren äh mit der also Betriebe bieten ihren Mitarbeitern ähm äh ähm vergünstigt,
Verträge ähm oder Hilfe bei Verträgen, bei Gesundheits
oder Fitnesscentern an, äh wo die Prävention betrieben werden kann. Also es gibt ganz viele Programme bei jedem Betrieb.
Äh mittlerweile, aber natürlich ist es
in Richtung körperliche Gesundheit auch nochmal in Richtung psychische Gesundheit, das ist nochmal was anderes, da gibt
ist natürlich noch keine Programme, ähm wo, wo äh gesagt wird, hier äh da kannst du mit einem äh ähm Psychologen sprechen.

[38:12] Vielleicht können wir da auch mal nachhaken, weil das ein sehr interessanter Punkt, ähm dass es halt auch positive äh Möglichkeiten gibt. Da gibt es ja sicherlich auch Anbieter dann auf dem.
Ja, es gibt bestimmte Anbieter. Zum Beispiel, wenn jemand äh am Bildschirm sitzt.

[38:27] Den ganzen Tag dann ist es schön, wenn wenn ein Anbieter kommt an einem Gesundheitspark des Betriebes und ähm
auch zeigt, wie kann man sein sein Auge Ruhe. Wie kann man am Bildschirm arbeiten.
Für acht Stunden zwischendurch ähm ähm die die die Augen schonen oder wie wie ist der Arbeitsplatz eingestellt, also sprich.
'ne Arbeit gerechter Stuhl oder Behinderungsgerechte Arbeit.

[39:02] Ist aber auch eine Schulung der Vorgesetzten, ich meine den direkten Führungspersonen wissen ja am besten, dass sie es den Mitarbeitern in ihrer direkten Umgebung geht und sind ja darauf ja auch.
Dann direkt verantwortlich. Ähm das ist wichtig, das ist ein sehr wichtiger Punkt, was sie angesprochen haben, weil diese Aufgaben der Prävention im Betrieb.
Das kann nicht nur ein Mitarbeiter selbst oder dich verbehinderten Vertretung oder einen Personalrat oder andere äh äh Betriebsrate in Anspruch nehmen. Mhm. Die Führungsperson.
Die muss.
Machen. Die Führungsperson und auch oft der Führungsperson, auf dieser Ebene ähm muss das auch gestehen, ähm äh dass dort ähm ähm mitgemacht
Die Führungsperson muss aufmerksam werden. Ähm oder auch ähm Schulungen erhalten, ähm wo
die psychische Belastung erst erkannt wird von.

[39:59] Führungsperson. Und ähm natürlich kann eine Führungsperson ganz andere Instrumente dann einrichten, als wie der Hilferuf eines Arbeitnehmers ähm äh bei einem Kollegen.
Also äh die diese Unterweisungen oder Planung und Organisation oder Qualifizierung, das kann eine Führungsperson ganz anders äh machen.
Wie ist das eigentlich bei Freiberuflern? Wir haben ja, sind ja selbstständig und gibt ja auch viele, gerade jetzt künstlerischen Bereich, die sind ja durch die Hölle gegangen, weil sie natürlich mit ihrem eigenen Betrieb ähm
teilweise nicht auftreten konnten, keine Einnahmen hatten oder auch äh Friseure und Friseure sind.
Sorry. Ähm da äh da ist das Gleiche. Da gibt's ja auch Einschränkungen und die Betriebe sind ja selbstständig.

[40:51] Ja, da hatten wir auch Mitglieder, die bei uns im VDK angerufen haben ähm äh die natürlich gesetzlich äh äh versichert
sind auch
sie dann gesagt haben, wir wir müssen da gewisse Vorauszahlungen äh zahlen oder wir kriegen ähm vielleicht äh eine Rente, wo der hinzuverdienst dann auch nochmal
berechnet wird und da haben wir auch geholfen. Da haben wir äh der Deutschen Rentenversicherung ähm ähm geschrieben, dass in diesen Zeiten keine Einnahmen.
Zum Beispiel kein hinzufügen äh gekommen ist und ähm es gibt tatsächlich Instrumente, äh die man auch freiberuflichen helfen kann, aber auch nur
eingeschränkt, wenn diese keine äh gesetzliche Krankenkasse oder keine gesetzliche Rentenversicherung haben, ist es natürlich ein sehr großes Risiko
gewesen für diese Menschen. Also da haben wir zu wenig Erfahrungs ähm äh Berichte äh wir.
Dürfen ähm äh Sozialrecht ähm äh äh,
also wir beraten ihn in in allen sozialrechtlichen Angelegenheiten äh bei äh dem VdK, ähm aber es sind äh natürlich der Großteil zum Gesetz.

[42:08] Rentenversicherte oder gesetzlich krankenversichert bei uns dann Mitglieder sind.
Okay, ja verstehe. Okay, also da gibt's noch ähm auch dann vielleicht Nachholbedarf, aber da müssen wir dann nochmal mit anderen sprechen, wie zum Beispiel Industriehandelskammer und äh Berufsverbänden, die dann da.
Dieses Thema thematisieren können. Künstler Sozialkassen oder? Zum Beispiel.
Wissenschaftsministerium hat natürlich Programme auferlegt, wie man dann äh äh Kleinkünstlern oder auch anderen ähm freiberuflichen Menschen in der Pandemie hilft.

[42:43] Also da gab es wirklich viele äh Programme, ist natürlich die Ausgestaltung, da habe ich ähm wenig Erfahrungssätze, ähm wie das dann auch beantragt
werden konnte oder nicht. Ähm aber ich denke, es ist äh wirklich wichtig, dass wir ähm schauen, dass wir in einem Betrieb Prävention
betreiben, also da können ganz viele Akteure ähm eine Rolle spielen. Ähm sie hatten gerade die Führungs.
Der Arbeitnehmer hat ja 'ne Fürsorgepflicht. Hm. Für seine Mitarbeiter. Also ausgehend von dieser Fürsorgepflicht muss
ähm äh geschaut werden, aber ein Arbeitgeber ähm kann jetzt
jeden Mitarbeiter jeden Tag sehen. Es kann sein, dass dass er nicht viel mitbekommt und da sind natürlich die Schwerbehinderten äh Vertreter oder
andere ähm Akteure im Betrieb, die Inklusionsbeauftragten oder auch Gesundheitsbeauftragten.
Ist mittlerweile in den Betrieben dort nochmal genauer hinschauen wenn wenn ein Mensch sich ja besonders äußert.

[43:53] Es gibt ganz viele äh
psychische Belastung im Betrieb, also nicht nur der Zeitdruck, die Arbeitsverdichtung, sondern tatsächlich diese die Lage der
und Dauer der Arbeitszeit. Manche, ich kenne manche Menschen, die nur Schichtarbeit machen, weil sie mehr verdienen einfach auch. Na ja und klar. Auch da sagen wir nicht diese Schichtarbeit oder Nachtschicht
machen würde, könnte ich nicht über die Runden kommen. Und das sind Sachen, es es gibt ähm äh Konkurrenz zwischen den Beschäftigten
Es gibt unklare Organisationsstrukturen vielleicht in einem Betrieb. Es gibt aber auch, was man auch sagen muss, schwierige Kunden und Kunden. Also das heißt, dass man tatsächlich, wenn wenn äh ähm
jemand an einer in einer Dienststelle Kontakt
mit Menschen hat ähm äh Kunden und auch Dienstleister ist, dass es auch nochmal eine andere ähm äh Angelegenheit, dass man ähm auch eine gewisse Erwartungshaltung hat äh gegebenenfalls und ähm
auch verschiedene mit verschiedenen Menschen man äh zusammenarbeiten muss ähm und äh dort ähm natürlich auch äh verschiedene Meinungen erhält oder auch Forderungen gestellt werden.

[45:10] Und auch diese diese es gibt ähm äh Weiterquelle.
Qualifikationszwänge zum Beispiel äh wenn wenn Menschen sagen, ich ich möchte weiterkommen und ähm werden nicht dazu ausgesucht, ähm es gibt ähm sehr viel Gewalt auch am Arbeitsplatz.

[45:29] Ähm äh ich habe ähm vor meiner Referentenstelle äh wie gesagt in der Kreisverwaltung gearbeitet, im Jobcenter und ähm gerade die Jobcenter waren
ähm eine äh Stelle, wo man mit ganz schwierigen Kunden auch aber auch ganz netten Kunden zu tun hatte.
Und äh dort war es auch eine Zeit lang ähm Medienprächtig, dass Übergriffe an
Sacharbeitern und Arbeitsvermittlern äh tatsächlich eine körperliche Übergrenze äh bis zum Messerstecherei und auch ähm einige ähm äh ja äh Todesfälle auch ähm
äh von den Kunden ähm äh von von den Saararbeitern. Und da gab es natürlich äh bestimmte Maßnahmen, ganz viele Jobcenter haben. Jetzt äh Security eingestellt. Am Eingang
von den Jobcentern und haben ähm Glas äh äh Fronten, also schon vor der Pandemie gestellt gehabt in diesen Eingangsbereichen, wenn ein Kunde kommt. Ähm ähm also
wir hatten selbst auch schon Fälle gehabt
körperlichen Übergriffen. Ähm ich selbst habe auch äh äh einen kleinen ähm äh Übergriff ähm äh ja erlebt
Mhm. Ähm das ein ähm Kunde, der bei mir sitzt und ich ein Gespräch mit ihm für eine Zange, eine sehr große Zange.

[46:57] Aus seiner Tasche plötzlich holt und sagt ja.
Kennen Sie das? Und das ist natürlich eine Situation, da haben wir auch bestimmte Programme.
Fortbildungen gehabt, die Deeskalationstrainings. Mhm. Ähm äh und auch Weiterbildungen ähm wo Mitarbeiter ganz
gestärkt werden, ähm wenn Umgang mit ähm äh bestimmten, schwierigen Personengruppen äh äh täglich erlebt
ähm wie? Ähm Feuerwehr, Polizei, das ist ja auch da werden ja Mitarbeiter sehr häufig angegriffen, auch ähm
äh beim Müllabfuhr zum Beispiel sogar die von der von von anderen angegriffen werden, weil sie eine.

[47:45] Warnweste haben oder so und dann merkt Uniformträger äh erkannt werden. Das ist ist heute ja sogar ja üblich.
Genau, das ist ein riesiges Thema, auch in den letzten
Jahren ähm sozialpolitisch aufgegriffen worden, weil tatsächlich ähm ähm äh äh die die die äh diese Rettungsgasse nicht
gebildet und an Schaumlustige und auch Angriffe gegenüber Polizei, Rettungskräften, Feuerwehr, ähm äh sehr oft an der Tagesordnung waren und dort wurden auch
Prozesse gebildet wo auch eine gewisse Strafbarkeit geschaffen worden ist.
In den Gesetzesbüchern. Also da schaut man nicht nur zu, sondern versucht auch dieses Problem aufzufangen.
Und auch ähm äh ähm äh da zu machen, auch in in die digitalen Welt äh zum Beispiel auf den sozialen Medien wurde vom Justizministerium dieser Hate
ähm äh aufgegriffen und auch eine eine ganz einfache Anmelde ähm Seite ähm wo man diesen diese Hardkommentare auch
gerade gegenüber den den ähm Einsatzkräften und auch ähm Pflegenden und auch.
Menschen, die sich wirklich ähm engagieren ähm gegenüber denen, dass das sie sich melden. Und das ist natürlich eine schöne Sache, dass man äh tatsächlich niederschwellige Angebote.

[49:12] Egal ob der Betrieb klein ist oder groß ist schafft.
Ähm äh dass sich die Menschen überhaupt trauen, äh da zu sagen, hier da erlebe ich äh psychischen Stress.
Ist wichtig, dass man auf die Menschen dann die Möglichkeit bietet und auch zugeht auf die Menschen, weil wenn tatsächlich immer nur diese diese Erfolgsgedanke und auch die Forderungen von einem Arbeitgeber oder hoch sind
aber äh auch äh diese äh psychischen Belastungen äh also gar nicht verringert werden dann ähm kann man natürlich nicht davon ausgehen, dass Prävention betrieben wird.

[49:53] Ähm es ist primäre Problem bei den psychischen Belastungen ist erst zu erkennen, dass diese Person ähm ähm jetzt sich nicht wohlfühlt.
Mhm. Ähm wenn er wenn er am Arbeitsplatz ist, ne ähm es es ist ja nicht jede Person, die sich dann krank schreibt ähm und bei bei der Krankschreibung, wenn es schon zu spät ist, hat man wenig Möglichkeiten noch.
An diese Person heranzutreten. Also es ich kann nur dafür plädieren, ähm dass
richtig eine äh Präventionsmaßnahme oder bestimmte Präventionsmaßnahmen ähm ergriffen, sie hatten. Ähm es gibt ja mittlerweile das
betriebliche Eingliederungsmanagement, Inklusionsvereinbarung in Betrieben, es gibt ganz viele.

[50:39] Äh Maßnahmen, die auch nach einer langen Krankheit, auch wenn das vorher nicht erkannt worden ist, diese Belastung, dann ähm die Person trotzdem sagt, ich habe
ähm äh diese Belastung gehabt. Ich leide immer noch drunter, aber ich möchte arbeiten, weil gerade Arbeit auch eine positive Wirkung.
Haben kann auf die Tücher, ähm dass dass man sagt, ich habe einen geregelten Tagesablauf.
Ich hab nochmal Menschen um mich ich hab eine Aufgabe wo es auch Instrumente gibt mit einem betrieblichen Eingliederungsmanagement wenn.
Und auch.

[51:17] Mit einer Inklusionsvereinbarung, wo man Menschen nochmals an die Arbeit anbinden kann äh mit einer Reha-Maßnahme vielleicht äh sagt, hier du du du hast jetzt die Möglichkeit, deine Arbeit
Kraft äh wiederherzustellen, äh dass es.
Weg und Ziel einer Rehabilitation ähm und das finden alles Instrumente, die ähm äh sowohl äh der Arbeitgeber als auch die Politik natürlich die Voraussetzungen schaffen.
Müssen. Vollkommen richtig, ja und damit der Brandschutz im Betrieb nicht höher steht als der
ähm die seelische Gesundheit der Mitarbeiter, was bedanke mich ganz herzlich für das Gespräch und ich hoffe, dass äh wir vielleicht uns dann nochmal hören und die Situation dann hoffentlich eine andere ist.
Ich bedanke Anke Micha auch. Ja, da haben wir jetzt ein bisschen Eindruck bekommen, wie die Lage so ist. Ähm Burnout, knifflige Sache, oder? Was sagst du?

[52:11] Also ich finde es eine ziemlich perfide äh Sache, weil's wirklich auch.
Kaum zu merken ist und ich denke es ist auch ein Aufruf grade vielleicht an unsere Hörerinnen und Hörer äh sich dem ihrer Mitmenschen genauer nochmal anzunehmen und genau anzugucken welcher Lebenssituation.
Andere, dass man auch aufmerksam ist, Aufmerksamkeit ist ja auch ein ganz wichtiger Punkt heutzutage.
Ja und bestimmt ist es auch äh äh eine persönliche Herausforderung, vielleicht auch eine Möglichkeit in seiner Persönlichkeit voranzukommen, nicht nur auf andere zu gucken, sondern auch zu versuchen, auf sich selber ein bisschen zu gucken und zwar in einer Art und Weise, dass man das.
Nicht zu eng macht, also nur.
Tunnelblick auf sich selber hat, aber auch nicht zu weit macht, also irgendwie ganz distanziert, sich denkt, ja, ja, das geht schon irgendwie. Das heißt, sich versucht selbst zu beobachten, aber trotzdem ähm diese Beobachtung auch ein bisschen versucht
nüchtern einzuordnen
Ja, ich glaube, das war auch in dem Interview jetzt von der Frau nochmal rausgekommen. Manchmal ist ja auch der Hausarzt, derjenige, den man konsultieren kann, den man sowieso öfters konsultieren sollte, um sich einfach mal zu checken.
Und äh die Ärzte können einem das natürlich am besten sagen, weil die einen ja auch von außen sehen und sie haben das Fachwissen.
Das wird häufig vielleicht unterschätzt, weil viele gucken natürlich bei Google, was sagt da irgendwie.

[53:32] Die die Fachwelt und so und wollen dann gleich zu irgendeinem Psychologen. Man kriegt ja kaum einen Termin dafür, aber ähm der einfache Rat ist vielleicht am Anfang erstmal der.
Eine Frage ist natürlich auch, inwieweit unsere aktuelle Situation in den letzten eineinhalb Jahren die ganze Problematik auch verändert, vielleicht sogar verschärft hat
Ja, also das ähm bisher möglicherweise auch was, das sollten wir als Gesellschaft, als jeder Einzelne.
Ähm auch ein bisschen wachsam sein und vielleicht überlegen und besonders drauf gucken, wie es vielleicht
die zusätzliche Stresssituation, also die zusätzlichen Anforderungen
an jeden einzelnen gestellt werden, dadurch, dass er eben nicht mehr bequem Ort und Zeit seiner Aktivitäten völlig frei wählen kann, sondern sich an irgendwelche Einschränkungen, Maßnahmen oder Auflagen halten muss, dass diese zusätzliche Stress möglicherweise ja auch
ein Faktor sein kann, dass ich mir ja, dass ich die die Belastungssituation verändert und in diesem Sinne möglicherweise auch erhöht
und dann auch dazu führen könnte, dass ähm dass so ein Burnout vielleicht sogar noch öfters zu beobachten sein wird.

[54:40] Corona ist natürlich auch ein Brennglas für alles Mögliche, ne. Das ist ja schon äh bekannt und sprichwörtlich und ähm das kann natürlich dann zu Sachen.
Äh führend, wo halt dann dieser Tropfen der berühmte Tropfen des Fachs zum Überlaufen bringt.
Aber das war dann schon vorher da, ne? Das muss man also auch sehen. Das sind halt lange, langfristige Entwicklungen dann auch.

[55:03] Also der Burnout ist nicht mit einem Mal da und auch nicht mit einem Mal weg. Das heißt, muss man ein bisschen genau hingucken, auch in seiner Umgebung
und es ist ja auch, ne, also Sport treiben, Bewegung et cetera, anstatt zu sagen, ich mache jetzt noch mal eine Schippe drauf und setze mich noch mal eine Stunde hin, dann einfach zu sagen, okay, ich mache jetzt Pause.

[55:23] Ich gehe jetzt raus, spazieren gehen, ist ja schon mal ein Anfang. Man geht irgendwie macht ein Fitnessstudio, hat da vielleicht auch Freunde, die man da
treffen will und wo man dann auch wieder natürlich in sozialen Kontakt kommt. Das kann da vielleicht auch schon helfen, ähm da entsprechend äh Stress abzubauen auf normale Weise, wie wir das ja auch als Mensch gewöhnt sind durch körperliche Aktion.

[55:45] Ja, also die Lage bleibt knifflig. Ähm wir versuchen hier beim Politopia-Magazin euch natürlich da ein bisschen Sachen vorzustellen, wo wir denken, na das ist auch relevant in der heutigen Zeit. Äh schön, dass ihr.
Dabei wart. Schön, dass ihr zugehört habt hier beim Politurbia Magazin.
Ja und auch ganz herzlichen Dank an dich Michael und äh an die ganzen Interviewgäste hier in der Sendung.
Ja Thorsten, haben wir doch hinbekommen. Also, wir hören uns wieder nächsten Mittwoch, sechzehn Uhr hier beim Politopiamagazin bei Radio X, eurem Lieblingsradio.