Hochwasserschutz, Abzug aus Afghanistan, Start-ups

Heute geht es um das Thema Afghanistan und Hochwasserschutz. Dazu habe ich ein Interview mit Professor Doktor Holger Schüttrum, vom Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft an der RWTH Aachen aufgezeichnet und ein Interview mit dem Pressesprecher der Frankfurter Branddirektion Herrn Rainer Heisterkamp.
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Heute geht es um das Thema Hochwasserschutz. Dazu habe ich ein Interview mit Professor Doktor Holger Schüttrum, vom Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft an der RWTH Aachen aufgezeichnet
und ein Interview mit dem Pressesprecher der Frankfurter Branddirektion Herrn Rainer Heisterkamp.

Inzwischen haben die Taliban die Regierungspaläste übernommen, Gefängnisse geöffnet und kriminelle Gefangene aus der Haft entlassen.
Die Taliban haben eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Medienberichten zufolge haben die Taliban gefangene Soldaten offen geteert und ermordet.
Die Zivilbevölkerung ist jedoch bisher von Angriffen weitgehend verschont geblieben. Die Friedensnobelpreisträgerin Malala warnt jedoch davor, dass sich die Lebensbedingungen von Frauen, Minderheiten und Intellektuellen erheblich verschlechtern werden. Einsatz für Menschlichkeit, Frauenrechte und Vielfalt in der Gesellschaft

Transkription

[0:00] Herzlich willkommen beim Politopia-Magazin auf Radio X auf einundneunzig Komma acht Megaherz in Frankfurt am Main. Mein Name ist.

[0:10] Und ich heiße euch herzlich.
Willkommen. Heute geht es um das Thema Hochwasserschutz. Dazu habe ich ein Interview mit Professor Doktor Holger Schüttrum.
Vom Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft an der RWTH Aachen aufgezeichnet
und eines mit dem Pressesprecher der Frankfurter Branddirektion Herrn Rainer Heisterkamp.

[0:32] Und ich werde ein Interview mit der Unternehmerin Anja Pfäffle zu dem Thema Start-ups führen.
Aber zunächst aus aktuellem Anlass zu dem Thema Afghanistan.
Letzte Woche hat die Eroberung Afghanistan durch die Taliban begonnen und sie wurde, so scheint es bereits beendet.
Die afghanischen Regierungstruppen, immerhin mit einer Kampfkraft von dreihunderttausend Soldaten ausgebildet durch die NATO und ausgerüstet mit modernen, westlichen Waffen haben das Land fast kampflos übergeben.
Am Wochenende als Kabul fiel, kam es zu dramatischen Ereignissen auf dem Flughafen von Kabul, freie Hubschrauber der US-Army Kreis
über dem Diplomatenviertel um die Lage zu sichern und Diplomaten und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen aus dem Viertel zum Flughafen zu evakuieren.
Auf dem Flughafen selbst wurde der zivile Flugverkehr eingestellt und die Menschen versuchten verzweifelt in eines der wenigen Flugzeuge auf der Rollbahn zu gelangen.
Im Internet sah man Videos von Menschen, die sich an Militärflugzeuge klammern und beim Start der Maschine vom Fahrgestell des Flugzeugs aus in großer Höhe
in den Tod fielen. Zwei türkische Maschinen konnten sich am Sonntag von Istanbul nach Kabul durchschlagen.
Konnte ein Flug in den Iran nach Istanbul nach und ein Flug nach Neu Delhi am Wochenende abheben.

[2:00] Ein Militärflugzeug, ein Transportflugzeug vom Typ C siebzehn, der US-Luftwaffe flog am Montag mit unbekannten Ziel aus Kabul.
Der Regierungschef der Afghanen flüchtete nach. Nach Angaben der Bundesregierung sind.

[2:15] Rund zweitausendfünfhundert und davon rund eintausendfünfhundert Einheimische Ortskräfte, die mit der äh Wert zusammengearbeitet haben, aus dem
Land gebracht worden
etwa sechshundert Kräfte befinden sich somit noch in Afghanistan. Zudem rund sechshundert Kräfte, die mit Entwicklungshilfe und Nichtregierungsorganisationen zusammengearbeitet haben. Nach Angaben der Bundeskanzlerin
in den nächsten Tagen aus dem Land abgezogen
Zu diesem Zweck sind drei A vierhundert M Flugzeuge, aus dem niedersächsischen Wunstdorf in das Krisengebiet verlegt worden, die dann eine Art Luftbrücke zwischen Kabul und durchführen sollen
soweit es die Umstände zulassen.
Auf dem Flughafen von Kabul selbst werden US-amerikanische und türkische Kräfte eingesetzt, um das Rollschleid und den militärischen Teil des Flughafens
usichern. Ein Antrag von Bündnis neunzig die Grünen im Bundestag.

[3:13] Die dortigen Kräfte bereits im Juni vollständig zu evakuieren, war von der damaligen Regierungsmehrheit im Bundestag abgelehnt worden.
Deshalb gab es auch aus Reihen der Opposition von FDP, Grünen, heftige Kritik wegen der falschen Einschätzung der Lage durch das Auswärtige Amt und das zögerliche Handeln
dass nun Menschenleben gefährdet. Es ist zu hinterfragen, wieso auch frühe Warnungen der deutschen Botschaft in Kabul nicht gehört wurden.
Die jetzige Aktion sei vom auswärtigen Amt offensichtlich falsch eingeschätzt worden. Man habe nicht damit gerechnet, dass die Taliban so schnell die Macht übernehmen könnten.

[3:51] CDU-Chef Laschet hingegen bewertet das alles eines der größten Desaster der NATO seit der Gründung des Militärbündnisses
in einem ZDF-Interview wird der Hauptmann Martin Grothan vom
Partnerschaftsnetzwerk afghanischer Ortskräfte danach gefragt, ob er Unterstützung bekommen hat in seiner Arbeit von der Bundesregierung.
Äh leider nein. Äh wir hätten sonst äh schon früher auch ausfliegen können. Wir hätten äh auch früher viel mehr Menschen nach Kabul bringen können.
Leider hat man uns da nicht unterstützt.

[4:23] Als wir dann das Geld für zum Beispiel Chartermaschinen hatten war es zu spät da flog keiner mehr nach Kabul rein. Nach meinem Kenntnisstand hat nicht ein einziges Visa-Verfahren.
Juni angefangen. Ähm wenn da Visa-Verfahren äh gelaufen wären, dann äh wären hätten wir uns alle gefreut. Äh stattdessen haben Ortskräfte monatelang.
Mindestens Wochen, mindestens acht bis zehn Wochen haben sie sich in Kabul aufgehalten, weil sie die Hoffnung hatten, dass sie dort einen Weg in die Freiheit finden können.
Und das Perfide ist halt auch, dass dieser äh Visa oder dieser Ortskräfte das Verfahren kann nur in Afghanistan.
Gestartet werden. Wenn man ins Nachbarland fliegt, dann äh ist man nicht mehr antragsberechtigt. Das hat die Ortskräfte in Kabul und in Afghanistan gehalten
Sie mussten zu einem äh Büro, was nie funktioniert hat, was nie eingerichtet war. Ähm von der ION.

[5:12] Und da haben sie bis zum Schluss drauf gewartet und jetzt sitzen sie in einer Todesfalle, ähm dass das äh
vierhundert, fünfhundert Nachrichten, die uns erreichen, denen wir nicht mehr helfen werden können offenbar. Ähm das ist das, was uns zur Zeit äh hier belastet. Eine Aufklärung
wird es aber wohl erst nach der Wahl der nächsten Legislaturperiode des Bundestages geben
Derweil wurde ein Bundestagsmandat für die Rettungsmission der Bundeswehr vorbereitet, während die Flugzüge bereits in Usbekistan eingetroffen sind.
Inzwischen haben die Taliban den Regierungspalast übernommen und auch Gefängnisse geöffnet und verurteilte kriminelle Gefangene aus der Gefangenschaft entlassen.
Taliban haben eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Nach Medienberichten haben die Talibaner gefangene Soldaten öffentlich geteert und ermordet
jedoch die Zivilbevölkerung bisher weitestgehend von Übergriffen verschont. Jedoch warnte die Friedensnobelpreisträgerin Malala Your
BBC, das sich für Frauen, Minderheiten und Intellektuelle die Lebensumstände deutlich verschlechtern werden. Die Bemühungen, um Humanität
Frauenrechte, Diversität in der Gesellschaft.

[6:28] Werden um Jahrzehnte beziehungsweise sogar um Jahrhunderte zurückfallen. Sie mahnte deswegen, dass jedes Land
die Rolle und Verantwortung dazu trägt die Grenzen für jene afghanischen Menschen zu öffnen, die Zuflucht suchen. Sie teilte mit, dass sie einen offenen Brief an den Pakistanischen Premierminister im Ran Kahn geschrieben habe
um darum zu bitten, dass Flüchtlinge aufgenommen werden.
Sie forderte darin, dass sichergestellt werde, dass geflüchtete Kinder und Mädchen Zugang zu Bildung haben und jede Art von Schutz und Sicherheit genießen sollen.
Ebenso appellierte sie an die britische Regierung und an Regierungen weltweit, Flüchtlinge aufzunehmen
um somit nicht nur den Menschen aus Afghanistan Asyl zu gewähren, sondern um den globalen Frieden zu bewahren. Die Verschwendung in.

[7:34] Starkregen ist das natürliche Phänomen, wenn Niederschlag aus einer Regenwolke gesammelt an einem Ort herunterfällt.

[7:43] Ohne dass eine Regenfront durch Wind oder Konvektion der Atmosphäre von einem Ort zum anderen weiterzieht.

[7:52] Dies führt zu sintflugartigen Regenfällen an den betroffenen Orten, bei denen innerhalb weniger Stunden oder Tage.
Ein oder mehrere Monatsniederschläge fallen.

[8:05] Es ist fast unmöglich, sich auf dieses Phänomen vorzubereiten. Da es jeden Ort zufällig treffen kann.

[8:14] Extremfall Versagen Ausgleichsmaßnahmen wie Schleusen und Dämme
sodass im Katastrophenfall letztendlich nur die rechtzeitige Evakuierung der Bevölkerung aus dem Gebiet bleibt.

[8:26] In Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz für den Bereich der Nordeifel um Aachen bis Rheinland vor Köln und das Ahrtal.

[8:35] Wäre dieses fast gescheitert. Wir fragen Professor von der Hochschule RWTR Aachen.

[8:45] Wie es zu diesen Starkregen kam und wie Hydrologen und Wasserbauingenieure auf diese Herausforderungen reagieren werden.

[8:54] Ja, guten Tag, mein Name ist Holger Schüttrumpf, ich leite hier das Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft der RWK Aachen seit vierzehn Jahren und eines ist überhaupt Forschungsthemen, das ist alles, was rund um Hochwasserschutz geht.
Sehr gut. Ähm sie haben ja da quasi am eigenen Laden.
Bekommen, wie die Hochwasserschutz jetzt ähm äh steht und wo die Probleme sind. Ähm das ist denn bei Starkregen zum Beispiel in so einer Stadt wie Frankfurt am Main. Wir haben jetzt zwar
Hochwasser, durch den Meine zittern, aber das war wohl nicht so tragisch. Aber Starkregen ist ja eine neue Bedrohung, oder? Das ist richtig, also wir müssen erstmal unterscheiden zwischen diesen
Ereignissen, die wir jetzt gerade gesehen haben, zum Beispiel an nah oder auch hier bei uns an der Ruhr, im Mittelgebirge und den starken Ereignissen, wie zum Beispiel natürlich auch so eine Großstadt wie
Frankfurt treffen können oder die zum Beispiel hier in die Stadt, wo ich selber herkomme, Aachen im Jahr zweitausendachtzehn getroffen hat.

[9:51] Vielleicht erzählen sie kurz, wie die äh Verhältnisse äh sind im äh Teil der Ruhr und in der Stadt Aachen. Ja
Also wir müssen halt so ein bisschen unterscheiden, wenn sie zum Beispiel in so einem Gebiet sind wie dem Aartal oder auch hier bei uns im im Sichtbachtal, dann sprechen wir ja von Lehrsteinen, also
T-Lan, mit Steinen, Berghängen, dann kann das Wasser ganz ganz schnell zusammenlaufen und das führt eben zu den reißenden Bächen und Strömen
wie wir hier eben vor vier Wochen gesehen haben. In einer Stadt, insbesondere, wenn die Stadt dann auch noch etwas schwacher ist, sieht das üblicherweise anders aus. Da fällt das Wasser und äh
trinkt dann auch unmittelbar zum Beispiel in die Gebäude ein
Kellerlaufen voll, Tunnelunterführungen laufen voll das sind so die üblichen Konsequenzen die wir dann bei einem Starkregenereignis in einer Kommune haben.

[10:43] Insbesondere im Flachland. Mhm mhm
Okay, das heißt also, wir reißen den, Bäche sind nicht mal das Problem. Äh, ich meine, wir haben ja auch hier in Frankfurt eine Reihe von Gewässern, aber letztendlich ist es dann die Versiedelung ähm Versiegelung von Flächen äh und das Wasser, was unmittelbar nicht durch die Kanalisation abgeführt werden kann oder durch die Kaninserlation hin
Gebäude dann reindringt.

[11:06] Genau, irgendwann ist einfach die Kanalisation erschöpft. Ähm das Wasser kann das das die Kanalisation kann das Wasser nicht mehr aufnehmen
und ja, dann bleibt dem Wasser eigentlich nichts anderes übrig, als oberflächlich abzufließen und äh
da trifft es dann natürlich eben auf unsere Gebäude. Ähm es kann zum Beispiel in in äh Läden eindringen, es kann in Keller eindringen
das was ich ja eben gerade schon erwähnt habe
gibt es da nicht irgendwelche Sachen wie Rückhaltebecken oder regen Rückhaltemaßnahmen im Kanalnetz selber? Ich meine, darauf muss man reingestellt sein.

[11:41] Na, im Kanal nett selber ist das schwierig, weil je nachdem, was wir für eine Kanalisation haben, vielfach haben wir in Deutschland Mischkanalisationen
da geht es im Wesentlichen da drum, unser Abwasser abzuführen, da kann auch noch Regenwasser abgeführt werden, aber bei gerade bei ganz schweren Niederschlagsereignissen reichen diese Kanalisationen dann auch nicht aus.
Jetzt könnte man natürlich sagen, ich baue die Kanalisation größer, hat aber das Problem, dass ich dann
hydraulisch ähm das Abwasser nicht mehr abführen kann und das führt dann doch zu einer nicht unerheblichen Geruchsbelästigung und auch dazu, dass das Abwasser einfach nicht mehr Richtung Kläranlage transportiert wird. Das heißt, was man versuchen
im Kanalnetz stehen und kommt da nicht weiter und und wählt dann et cetera. Genauso ist es. Hm.

[12:28] Okay, ähm wie sieht das eigentlich aus bei Starkregen mit der mit der Kläranlage, wie man so ein Mischsystem hat, dann wird das ganze Wasser ja dann nicht mehr geklärt, oder?

[12:37] Ähm das ist erstmal bis zu einem bestimmten bis zu einem bestimmten Wassermenge fließt das Wasser dann noch der Kläranlage zu.
Irgendwann wird es dann über abgeschlagen sagen wir, in die Vorfluter. Das heißt, in die Flüsse, ähm das kann dann unter Umständen auch passieren, dass das Wasser dem dann eben auch ungereinigt.
In die Flüsse läuft.
Wie kann ich denn die Bevölkerung oder wie kann jemand, der da wohnt ähm äh feststellen, dass jetzt so eine Gefahrenlage gibt? Ich meine äh ist ja nicht unerheblich, weil
Vielleicht versucht jemand noch in den Keller zu gelangen und das zu retten und bringt sich damit selber in Gefahr. Wie kann man das am besten abschätzen, was man dann tun muss oder wann eine Gefahrenlage vorliegt?

[13:19] Naja, auch hier muss man jetzt erstmal wieder unterscheiden zwischen den Ereignissen, die wir jetzt zum Beispiel an der A gesehen haben oder hier bei uns in Nordrhein-Westfalen, ähm die großen Ströme, die dann wirklich rasend schnell über die Ufer treten und dann eben wirklich zu einer.
Zerstörung von Gebäuden führen können und den typischen Starkregenereignissen, ähm wo vielleicht ein Keller voll läuft
Das sind aber üblicherweise nicht die Ereignisse, wo ein Keller wirklich so
so voll läuft, dass man nicht wieder reinkommt. Rauskommt. Ansonsten sollte man natürlich vielleicht auch an der Stelle ähm den Aufenthalt im Keller vermeiden, insbesondere, wenn man in einer Hanglage ist.
Wo das Wasser dann eben auch ganz schnell in den Keller laufen kann.
Wir hatten jetzt in Frankfurt ja auch zwei Sommer mit großer Hitze und Dürre, nämlich zweitausendneunzehn, zweitausendzwanzig. Ähm
das sind ja jetzt ganz neue Herausforderungen dann auch an deine, wie nennen sie das so schön, Stadtentwässerung? Also einmal die Stadt zu bewässern, einmal die Stadt ähm vor Starkregen zu schützen. Was kommt da im Rahmen des
ähm Klimawandels auf Städte zu.

[14:21] Ja, in der Tat ähm, das bereitet uns natürlich auch irgendwo Sorge. Wir hatten zwei achtzehn, zwei, neunzehn, zwei, zwanzig, diese sehr trockenen Sommer, haben jetzt zweitausendeinundzwanzig
einen sehr feuchten, nassen Sommer ähm und wir müssen unsere wasserwirtschaftlichen Anlagen so ausrichten, dass sie sowohl in der Lage sind, diese sehr extremen
ja, niedrig Wasserereignisse oder Dürreereignisse, wie auch die extremen Hochwasserereignisse begegnen zu können. Das ist eine Herausforderung für uns, ähm denn wir brauchen auf der einen Seite das Trinkwasser in den Dürrejahren
Wir müssen uns aber gleichzeitig auch vor den Hochwasserereignissen in den sehr nassen Jahren schützen.

[15:01] Ist es da jetzt eine Lösung, ähm sich einfach in größere Verbände ähm aufzuteilen? Ich meine, Stadt Frankfurt ist ja schon relativ
groß, flächenmäßig, aber wir haben ähm keinen Watten.
Kein Wasserverband äh der Übergreifen des Denkverhaltens, den Regierungspräsidenten, der das dann da quasi übergreifend
administriert, aber ähm ist das eine Lösung, dass man dann sagt, okay, das Thema Wasserwirtschaft macht man dann einfach großflächiger, sodass man besser planen kann in der Fläche und auch in Bezug auf die Bachläufe und Wasserläufe.

[15:33] Also grundsätzlich gibt es schon solche Verbünde. Ähm es gibt auch schon Überleitungen von Wasser aus einem Einzug oder einem Flusseinzugsgebiet in ein anderes. Wie das nun bei ihnen ganz konkret in Frankfurt aussieht.
Der Stelle muss ich passen, aber ähm in der Tat ähm müssen wir uns eben auch dadrüber Gedanken machen
Wasser vielleicht in Bereichen, wo wir noch ausreichend haben, in Bereiche überleiten können, wo uns Wasser fehlt.
Ähm das tun wir auch und es gibt da auch in Deutschland eine Reihe von Beispielen für, wo man das auch in der Vergangenheit schon gemacht hat.

[16:08] Wie ist denn die Antwort der Wissenschaft? Ich meine, wenn ich jetzt Talsperren habe, die können
zum Beispiel das Wasser ähm aufhalten, aber nur dann, wenn sie halt leer sind, wenn ich ein Dürrejahr habe, muss ich die Talsperre irgendwie irgendwann mal füllen. Ähm ansonsten sitzt mir eine leere Talsperre ja nicht. Ähm wie geht man damit wissenschaftlich um? Das sind ja halt doch Sachen, die auch.

[16:27] Längere Wetterbeobachtung et cetera mit sich bringen müssen.

[16:31] Na, wir haben Talsperren, die natürlich eine unterschiedliche Widmung haben. Wir haben einerseits Tastern, die sich
im Wesentlichen für die Trinkwasserversorgung sind. Wir haben andere Talsperren, wie zum Beispiel eher die Hochwasserfunktion haben, ähm oder müssen aber sicherlich gucken, dass wir hier eine
gewisse zusätzliche Flexibilität bekommen, um eben grade aufgrund der zunehmenden Extreme, die wir ja merken,
da eine auf der einen Seite die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser zu gewährleisten, auf der anderen Seite aber auch den Schutz zu gewährleisten. Und ähm da müssen wir sicherlich auch in Zukunft noch neue Wege gehen.
Okay. Ja, das ist eine große Herausforderung, gerade für Frankfurt. Wir beziehen ja einen großen Teil des Wassers aus der Region, aus Vogelsberg ähm.

[17:18] Dem dem äh Ried und ähm dem öffentlichen Stadtwald, der dann auch relativ trocken fällt in Dürreperioden. Ja, es wird dann noch eine große Herausforderung, das alles unter einen Dach zu bekommen
ähm.
Das heißt, dass der Mix macht das letztendlich, also dass man regen Rückhaltebecken hat im Kleinen, im Großen Augengebiet, Flussbegradigung wieder auf äh hebt, äh die Bebauung zurück sind an Flüssen, et cetera, dass man halt ähm ja quasi renaturiert.

[17:45] Ja, also zum Schluss ist es wirklich der Mix. Es gibt nicht die Lösung
Es gibt nicht die optimale Lösung oder die einzige Lösung, sondern wir müssen eigentlich gucken, dass wir eine Vielzahl von Lösungen versuchen umzusetzen und dazu gehört genauso der Rückhalt des Wassers durch technische Maßnahmen, wie auch
den Flüssen Raum zu geben, wie auch die Renaturierung von Flüssen, das kann aber auch der Objektschutz sein, gerade im Hochwasserfall, wo man
einzelne Objekte dann wirklich auch schützt vor Hochwasserereignissen. Mhm. Und schlussendlich gehört auch das Thema Warnung dazu. Mhm
Das ist auch ein großes Thema Digitalisierung, oder? Also, dass man entsprechende Sensoren hat, Messsysteme hat, die dann auch schon in der Lage sind, unerwartete Hochwasserereignisse anzukündigen.

[18:32] Ja, also wir haben ja nun, das haben wir auch gerade gesehen, wir haben auf der einen Seite unsere meteorologischen Informationen.

[18:40] Wie viel Niederschlag wird es denn geben in den nächsten vierundzwanzig, achtundvierzig Stunden oder innerhalb der nächsten Woche? Aber die Frage ist natürlich.
Wie setzt man das um in eine Information
wie hoch ist eigentlich der Wasserstand in einem bestimmten Fluss? Das gelingt uns bei den ganz großen Flüssen schon sehr gut, die haben auch ein entsprechendes Monitoring, aber je kleiner die Flüsse werden, umso weniger Sensoren
haben wir zur Verfügung und umso schwieriger ist es dann auch wirklich zu beobachten, was in den Flüssen passiert. Das was natürlich auch noch dazu kommt, je kleiner Difflüsse sind, umso kürzer sie sind sie und umso weniger Vorwarnzeit haben wir auch.
Ja, natürlich, klar. Ähm
gucken wir doch mal in die Niederlande, die haben ja einen sehr grob sehr, sehr ähm weitreichende Befugnisse auch für die entsprechende Administration, äh um Wasserbau zu betreiben, bietet das Vorteile, müssen wir auch in diese Richtung denken.

[19:37] Jetzt muss man natürlich erstmal gucken, die Verhältnisse in den Niederlanden sind ganz andere
die Verhältnisse, die wir hier haben. Mhm. Ähm Deutschland ist in vielen Bereichen ein durch Mittelgebirge geprägtes
Land, während wir in den Niederlanden eher ein, ja, Flachland haben mit ganz anderen Randbedingungen.
Wenn wir den, das reine Thema nehmen, stark Niederschläge in urbanen Räumen, dann ist das ähnlich, zumindest wenn es
Flache Gebiete sind, ansonsten ist die Dynamik der Gewässer in einem Flachland, die in den Niederlanden eine ganz andere, als die, die wir hier zum Beispiel bei uns in den Mittelgebirgen haben. Und deswegen können solche Ereignisse, die wir jetzt hier bei uns gesehen haben, an der Art zum Beispiel
die können in den Niederlanden gar nicht auftreten, weil die einfach kein Mittelgebirge haben.
Ähm die können ja auch sagen, okay, wir möchten da Gleiche bauen, weil da hoch äh Sturmflutgebiete sind und dann wird da einfach auch nichts gebaut. Dann wird dann nicht besiedelt und äh wird auch.
Landesplanung eingegriffen, diese.

[20:46] Verhältnisse haben wir in Deutschland nicht. Es wurde angeregt von den Grünen ein Klimaministerium mit Vetorecht et cetera. Das
geht ja offensichtlich schon so eine Richtung nach dem Motto dem Klimaschutz hat sich dann vieles unterzuordnen. Ist das eine Bedrohung für die Freiheit oder ist das dann eher.

[21:02] Etwas, was technisch notwendig ist, wie schätzen Sie das ein? Wenn ich mir jetzt so vorstelle, wir hätten so eine Institution für alles, ähm ich glaube, dann verlieren wir auch so ein bisschen den Blick auf die lokalen Verhältnisse
denn während man in den Niederlanden ein ähnliches System hat
über das ganze Land haben wir das bei uns nicht, wir haben die Bereiche zum Beispiel am Fuß der Alpen, die ganz anders geprägt sind als die Mittelgebirge. Dann haben wir unsere großen Tische, Donau, Elbe und Rhein,
die wieder eine ganz andere Dynamik haben. Dann sind wir im im norddeutschen Tiefland, wo wir eben sehr langsam dahin fließende Becher haben oder sind wir zum Schluss auch noch irgendwo an der Küste ähm und da haben wir dann mit Sturmfluten zu tun. Sprich, was ich damit natürlich sagen will, ist
Wir haben ganz andere Systeme und äh da kann man das in den Niederlanden sicherlich machen mit einer Institution für alles
weil wir einfach auch ähnliche
topographische, hydrologische, hydraulische Verhältnisse haben, das ist bei uns in Deutschland aber anders. Wir haben da eine höhere
Vielfalt in den Gewässern
und da macht es durchaus auch Sinn, wenn man eben lokal auch die entsprechenden Institutionen hat, die sich dann um die entsprechenden Gewässer auch kümmern und die natürlich auch die entsprechende regionale Expertise dann mit sich bringen.

[22:23] Okay, das heißt also, unsere Struktur ist da nicht äh nachbedrohungsbedürftig, sondern entspricht etwa dem Erfahrungsschaf, der auch dann schon da ist. Danke schon mal ganz herzlich für das Interview.
Ihnen auch vielen herzlichen Dank, viel Erfolg bei der zukünftigen Forschung. Auch die Stadt.

[22:53] Leben, die die Bevölkerung rechtzeitig informiert werden kann, umgehen können. Wie jeder Einzelne und jeder Einzelne etwas tun kann.

[23:02] Um diese Informationen zu erhalten und vielleicht das Leben seines oder ihrer Nachbarn zu retten.

[23:09] Wir sprechen mit dem Pressesprecher der Frankfurter Feuerwehr über dieses Thema.
Ähm Starkregen ist ja etwas, was äh überall auftreten kann, das heißt also anderthalb Hochwasser, äh wo man sich ja vielleicht an meinen drauf vorbereiten kann, kann ja Starkregen auch in gewissen Stadtteilen von Frankfurt auftreten.
Ähm wie kann sich jemandem, wie kann sich der Bürger darauf einstellen oder was muss er tun, wenn er merkt, es regnet unheimlich viel.

[23:38] Also grundsätzlich ist die Feuerwehr ähm natürlich darauf eingerichtet
dass also die Folgen von einem Starkregen oder Hochwasser im Nachhinein, also wenn man dann mal davon ausgeht, dass
zum Beispiel tiefer gelegene Räume, Keller, Tiefgaragen und Ähnliches ähm in Folgen solcher Ereignisse äh voll Wasser laufen, dass die Feuerwehr die Möglichkeit hat
dieses äh Wasser wieder aus den Bereichen zu entfernen. Das heißt also, wir haben entsprechendes Equipment, was wir vorhalten, Pumpen,
entsprechende Sperren um Hochwasser oder Wassermassen zurückzuhalten und so weiter. Die Feuerwehr ist also technisch und wie natürlich auch personell
dazu in der Lage nach einem solchen Ereignis die Bevölkerung
zu helfen. Das ist ein Teil, das ist dann natürlich nicht nur die Feuerwehr, also die Berufsfeuerwehr, sondern auch die freiwillige Feuerwehr, aber auch Katastrophenschutzeinheiten äh hier in Frankfurt, die also nach solchen Ereignissen dann.
Dem Bürger zu Hilfe eilen können. Hm. Wichtig ist natürlich auch, dass die Bürgerinnen und Bürger ähm
Wenn so ein Ereignis angekündigt wird oder äh man also feststellt, dass es äh zu einer ähm
Starkregenereignis gekommen ist und man also da betroffen ist, dass also dann entsprechend ähm das Haarbund gut, sofern man das noch ohne Gefahr machen kann, vielleicht in Sicherheit bringt.
Aber auch ähm nicht, wenn äh es wirklich jede Menge Wasser auf einmal gibt.

[25:04] Vielleicht noch in tiefer gelegene Räume geht. Das heißt also dann sollte man nicht mehr in den Keller gehen, wenn das Wasser schon eindringt in großen Mengen
äh um noch irgendwelches Haarbundgut zu sichern, weil also dort dann eben ähm zweierlei Gefahren drohen. Erstens ist also immer die Gefahr durch den elektrischen Strom, der in Gebäuden ist
äh da gegeben, aber eben auch die Gefahr, dass die Wassermassen so unverhofft schnell eindringen, dass man also möglicherweise den Raum nicht mehr verlassen kann und da ein Ertrinken droht.
Mhm. Das sind also alles Dinge, die wir ja auch jetzt ähm.

[25:39] Den Ereignissen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen äh wieder ähm vor Augen geführt bekommen haben, äh aber eben Szenarien, die auch in Frankfurt äh.
Durchaus denkbar wären. Wie gesagt, die Feuerwehr ist
aus mit Equipment und Personal äh entsprechend gerüstet, um dort äh tätig zu werden, aber ähm auch das Umweltamt der Stadt hat
da entsprechende Informationen zu, äh wie man also zum Beispiel sich bei äh bei Hochwasser oder Starkregen äh verhalten kann. Da gibt's Broschüren.
Auch auf der Webseite der Feuerwehr, WWW Feuerwehr Minus Frankfurt Punkt DE kann man sich dort entsprechend informieren.

[26:18] Sehr gut. Das heißt also auch, wenn man äh in so eine Situation kommt,
sich jetzt mal selber retten, erstmal selber in Sicherheit bringen Sachen sind ja im Regelfall versichert oder Autos zum Beispiel haben ja häufig 'ne Versicherung, grade bei Hochwasser, also nicht in die Tiefgarage gehen, das Auto retten oder so,
weil es dann sehr schnell zu einer ganz persönlichen Gefahr werden kann, dass man nicht mehr aus dem Auto rauskommt oder aus dem Keller, aus der Garage. Ähm.

[26:44] Jetzt ist ja das Thema Information ganz äh wichtiger Punkt, ja. Wir sind ja jetzt im Radio. Ähm wie kann der Bürger oder kann die Bürgerin sich äh
oder ähm ist es dann sinnvoll die
Feuerwehr anzurufen et cetera. Wie funktioniert das? Also wenn ich jetzt feststelle, mein Keller läuft voll, wie wie verhalte ich mich denn in so einem Fall?

[27:05] Also erstmal ist es wichtig, dass man also, wenn äh seitens des Wetterdienstes, äh im Radio, ähm also per Rundfunk oder äh über
über ähm Kurznachrichtendienste, wo auch immer ähm vor entsprechenden Ereignissen gewarnt wird, dass man sich im Vorfeld schon mal Gedanken macht, wenn es denn für mich so weit kommt, äh betrifft mich das, was muss ich, äh was kann ich, äh wie kann ich mein Hab und Gut vielleicht schon im Vorfeld sichern oder ähm entsprechend ähm mich darauf vorbereiten?
Dann äh gibt's natürlich äh im Falle der also wenn es soweit kommt, dass ein Starkregenereignis oder im Hochwasserlage äh zu einer Gefahr für die Bevölkerung werden kann, dann dann warnt
ja auch die Branddirektion, die Feuerwehr. Äh da gibt's also verschiedene Möglichkeiten. Wir haben also einmal, dass das also
über entsprechende Warnapps, die man sich also installieren kann, Beispiel wäre Hessen-Wahn oder Nina äh gewarnt wird, dass man also.
Über die Rundfunk, also der Rundfunkwarnmeldung, über unseren Kurznachrichtendienst, Twitter, verbreiten wir solche.

[28:09] Geschichten, wobei wir uns da bei dem Kurznachrichtendienst durchaus ähm darüber bewusst sind, dass wir da nur weniger erreichen, aber wir erreichen über diesen Kanal die ganzen Multiplikatoren äh wie Radio und TV-Stationen, die dann wiederum
ähm diese Warnung weitergeben können. Punktuell ist
besteht die Möglichkeit äh mit Lautsprecherdurchsagen, die also entweder die Feuerwehr, aber auch die Polizei machen kann, ähm entsprechend die Bevölkerung vor ein Ereignis zu warnen, aber wichtig ist erstmal immer, dass man im Vorfall.
Im Vorfeld ähm einfach drüber nachdenkt und ähm seine äh seinen Schutz oder sich darüber Gedanken macht,
was kann passieren, wenn wirklich bei mir Wasser eintritt ähm und ähm dann.
Richtig zu reagieren und sich nicht in Gefahr zu bringen und wichtig wäre auch, wenn nach einem Starkregenereignis der Keller äh ein Stück weit unter Wasser steht ähm und
keine Gefahr in dem Sinne besteht, dass man erstmal Ruhe bewahrt, weil häufig ist das so, dass das Wasser was über den Kanal gekommen ist
ähm zumindest in vielen äh Objekten auch wieder abfließt. Sie können sich vorstellen, dass nach so einem Starkregenereignis unsere zentrale Leitstelle.
Mit zahlreichen äh Anrufen und Notrufen ähm konfrontiert wird, die dann auch abgearbeitet werden müssen. Somit ist es also äh wichtig, dass also der Bürger erstmal für sich überlegt, ist es denn jetzt tatsächlich so, dass sich jetzt sofort.

[29:35] Die Feuerwehr informieren muss. Wenn Gefahr in.
Ist immer eins eins zwo anrufen, ansonsten vielleicht erstmal sich informieren äh und warten, ob das Wasser von selbst wieder wegläuft und äh dann
entsprechend ähm
danach die Feuerwehr informieren und dann auch Geduld haben, bis die Einsatzkräfte kommen, weil wenn ein bestimmter Bereich, sagen wir mal, einen Stadtteil von Starkregen äh betroffen ist, dann sind viele
äh Bürgerinnen und Bürger davon betroffen und ähm wir sind dann mit ähm Kräften der freiwilligen Feuerwehr, der Berufsfeuerwehr, aber eben auch der
Katastrophenschutzeinheiten unterwegs und arbeiten das nach einer Prioritätenliste ab. Das heißt, da wo ähm die
Gefahr am größten ist oder wo der wo der ähm Schaden, der noch eintritt oder schon eingetreten ist, am größten ist, werden wir ähm unter Umständen zuerst
tätig. Ähm das heißt also nicht, wer zuerst anruft, ist derjenige, der sofort
ähm die Feuerwehr vor Ort hat, sondern das ist also mehr oder weniger eine Einschätzung nach ähm der
momentanen Gefahr. Also um ein Bürger, die Bürgerin kann am besten wenden.
In Rede ist, also Tagesschau oder so, man hat die Wetternachrichten gesehen oder das bei einer Wetter App gesehen, da kommt ein Starkregen, großes Gewitter und äh man stellt fest, okay ist äh.

[30:52] Offensichtlich läuft der Keller voll. Also erstmal äh Personen ähm zur Hilfe kommen, da dann den Notruf anrufen, wenn jemand ertrinkt oder wenn jemand in Hilfe äh Hilfe braucht oder in der Notlage ist
sich auf jeden Fall über Radio, UKW oder die Hessenwahl App und und Lina Warm-App informieren
dass man da also dann direkt einen Draht hat zu den Informationen, die wichtig sind, vielleicht gerade für den Stadtteil, wo das passiert.

[31:20] Und ähm äh dann sich halt in in Sicherheit bringen
oder vor allen Dingen in Sicherheit bringen und nicht irgendwelche Sachen dann noch versuchen zu retten, die die da jetzt irgendwie wertvollsten sein scheinen, aber das eigene Leben ist ja dann doch erstmal das äh was zuerst gerettet werden muss und äh wo man sich halt an Sicherheit bringen kann. Ähm
Okay, äh da wird also einiges getan. Es geht ja dann auch nochmal demnächst dann ähm Informationen dazu in Sachen
Starkregenkonzept, da werden wir wahrscheinlich dann auch nochmal in äh dieser Sendung drauf eingehen im September, ähm so dass wir dann ja auch noch Näheres sehen.
Wie das dann im Einzelnen läuft, aber so in etwa in der Reihenfolge ist es, glaube ich, ganz richtig dargestellt. Also das heißt, die Feuerwehr ist ähm dann zur Stelle, wenn halt Not am Mann ist, vor Ort
oder an der Frau ist, vor Ort sind und ähm im Allgemeinen ähm kann man sich erstmal selber durch Informationen und Informationsbeschaffung dann ähm helfen.

[32:17] Das ist korrekt und wichtig ist auch immer, wenn also man eine Warnung äh ähm zu einem äh Unwetterereignis ähm bekommen hat und das für sich so einstuft, dass es also relevant sein könnte, dass man auch
an seinen Nachbarn und Mitbewohner und ähnliches denkt. Und die informiert und sagt, Achtung, das und das steht an, das ist also eigentlich bei jeder Warnung, die seitens der der Behörden rausgegeben wird, dass man auch immer ähm an, an, an Nachbarn und an Personen denkt, die
die möglicherweise ähm diese Geschichte nicht mitbekommen haben und so weiter. Das ist also auch immer eine wichtige äh Geschichte dabei. Mhm, okay.

[32:55] Das kann ja gerade bei Nachbarschaften sehr schnell passieren, wenn man im Wohnblock ist und ähm vielleicht jemand das gar nicht mitbekommen hat et cetera oder im Urlaub war oder.
Ähm dann nicht mitbekommen hatte, okay ähm.
Wenn jetzt zum Beispiel ein Ereignis ist wie ja Öltanks die auslaufen oder so in der Umgebung also wo das Wasser an sich dann auch schon eine Gefahr.
Ähm bildet, wie wie kann so kleinteilig dann darüber informiert werden, kriegt der.
Wird da die Bevölkerung dann auch ähm irgendwie durch Lautsprecher durchsagen dann informiert über sowas.

[33:27] Also Kleinteilig, wie gesagt, wenn wir einen einen bestimmten Straßenzug äh äh bewahren müssten, wäre das durchaus mit Lautsprecher durchsagen, also dass wir in dem betroffenen Gebiet äh mit äh Lautsprecherwagen oder die Polizei mit entsprechenden taktischen äh Lautsprechereinheiten
dort äh dann, der die Bevölkerung informiert und zum Beispiel äh sie auffordert, höher gelegene äh Bereiche innerhalb ihrer ihrer ähm Gebäude aufzusuchen, nicht mehr in den Keller zu gehen, weil ähm es ist ja nun auch so, dass dann wenn der Keller unter Wasser steht, auch äh eine Gefahr durch ähm
durch den elektrischen Strom besteht, aber natürlich auch, wenn dann ähm
Öle und, und, und sowas auslaufen, das ist aber eher dann nachher ein, ein, ein Umweltproblem und damit muss man dann natürlich auch
die Feuerwehr informieren, dass also möglicherweise, dieses Wasser darf man dann nicht einfach in die Kanalisation abpumpen, ohne vorher entsprechende Maßnahmen zu treffen, gegebenenfalls muss also so ein äh Öl äh getränktes Wasser dann ähm von Saugewagen aufgenommen und separat entsorgt werden. Da gibt's also ganz viele Aspekte
die also bei einem äh starken oder bei Hochwasser, nach Starkregenereignis äh zu beachten sind
und da gibt's natürlich viele Informationen auf den äh auf der Website der Feuerwehr, auf der Website vom Umweltamt, aber auch äh die Website vom äh Bundesamt für ähm.

[34:50] Bevölkerungsschutz. BWK hat also da entsprechende Hinweise, wie man zu Verfahren hat oder was man alles beachten sollte, wenn äh.
Ein Starkregenereignis oder ein Hochwasserereignis ähm bevorsteht.
Sehr gut, prima. Und im Notfall dann nochmal vielleicht den Radiosender einschalten, der auch Verkehrsfunk normalerweise hat, äh wo man dann vielleicht dann auch äh direkt
sehr schnell immer über Informationen verfügen kann, die ich äh für allgemeine
man ähm äh Nutzen sind, oder zum Beispiel auch im Industriepark et cetera. Die Leute sind da, glaube ich, sogar ein bisschen äh eher darauf gebrieft, dass sie sehr schnell Informationen ähm
beschaffen, was in ihrer Nachbarschaft so passiert. Ja, richtig, also der Brief, also für uns ist das natürlich im Notfall, wenn ein echter Notfall vorliegt.

[35:36] Dann ist natürlich eins eins zwo.
Die die Rufnummer, die man dann anrufen soll und den Notfall Notfall entsprechend äh übermitteln. Aber ähm da wird eben auch priorisiert in der zentralen Leitstelle, weil wenn für den Einzelnen.
Ein ein Keller, der mit einem Meter unter Wasser steht
äh schon eine eine echte Tragödie ist und vielleicht als Notfall eingestuft wird, ist bei uns der Notfall erstmal Gefahr für Leib und Leben. Mhm. Ähm und dann danach eben Umwelt und große Sachwerte und so wird auch.
Sprechend die äh Priorisierung bei der Abarbeitung der Einsätze durchgeführt, das heißt eben ähm das muss also äh priorisiert werden, was ist äh welche.
Welche Gefahr besteht für wen oder was? Und daraus abgeleitet wird natürlich auch, werden die Einsätze ab.

[36:26] Arbeitet, weil nach Starkregenereignissen auch in Frankfurt haben wir häufiger ja schon solche Ereignisse gehabt, haben wir mehrere hundert Notrufe ähm und auch äh mehrere rund mehrere hundert
potenzieller Einsatzstellen, ähm die dann eben ähm
Stück für Stück abgearbeitet werden, dass wir auch unter Umständen für bestimmte Dinge Erkundungs äh Einheiten einsetzen, die also sich die die Einsatzstelle in Augenschein nehmen, äh um zu entscheiden, äh wann und in welcher Form, wie muss die Feuerwehr dort tätig werden. Aber immer dann, wenn Gefahr für Leib
oder Leben besteht.
Wird natürlich sofort äh die nächste verfügbare Highlight zu dem entsprechenden Einsatzort geschickt, um dort also Hilfe, Soforthilfe zu leisten. Das ist hat immer oberste Priorität.
Vielen Dank.

[37:29] Bereits erfolgreich ein Unternehmen gegründet.

[37:32] Sie hat sich intensiv mit neuen Formen von Coworking, Networking und Unternehmensgründungen beschäftigt.

[37:39] Absolventin der International School of Management.
Ich frage Sie, was der Unterschied ist zwischen einer klassischen Existenzgründung, wie zum Beispiel.
Gründung eines Handwerksbetrieb nach bestandener Meisterprüfung oder nach einem Studium den Aufbau einer Arztpraxis.
Und einem Startup, bei dem man zunächst.
Aus seinem Studium oder Beruf ohne tiefere Vorkenntnisse in die Welt der Unternehmensgründung einsteigt.

[38:11] Wir hatten vor etwa einem Jahr bereits das Thema des Unverpacktladens in Bornheim Nordend
angegangen und diesmal geht's allgemeiner um Start-ups, also um Ideenfindung, Fragen der Finanzierung, der Visionierung.
Durchhaltevermögens und natürlich um erfolgreiches Network ging und gegebenenfalls den leeren.
Die man aus dem eigenen Scheitern eines Versuches
ziehen kann. Ein Hallo geht an Anja Päffler. Anja, du bist ähm Gründerin eines Startups und wir wollten heute kurz uns unterhalten, was ist ein Starter, was bedeutet das, ein Unternehmen zu gründen? Hallo.
Ja, hallo Torsten, danke für die Einladung.
Ähm also du ähm was ist der Unterschied zwischen einem normalen Unternehmen und einem Start-up? Unternehmen gibt's ja auch, ich kann ja auch ähm was weiß ich, einen Möbel, Umzugsunternehmen gründen oder ein Restaurant. Was macht das besonders beim Startup?

[39:08] Ähm ja, vielen Dank für die Frage, weil das ist äh mir selber auch so ein bisschen Herzensthema, da ab und zu mal den Unterschied ein bisschen zu erklären, weil wir ja relativ viel, sage ich mal, auch in der Gesellschaft, in der Politik et cetera sehr, sehr viel von dem Thema Startups und wir brauchen mehr Startups
ähm sprechen. Ich glaube auch gerade gestern war das wieder sehr, sehr groß in den Schlagzeilen
Und ähm ich finde, dabei ist es halt wirklich sehr, sehr wichtig zu wissen, was ist eigentlich ein Startup und was braucht es auch, um ein Ökosystem für Startups eben aufzubauen? Und ähm ich.

[39:37] Wird das vielleicht einfach versuchen, mal an drei verschiedenen Beispielen äh zu erklären, was der Unterschied zwischen einer typischen Unternehmenskunde und einem Startup ist
Ja, sehr schön. Ähm bei einer typischen Unternehmensgründung, das hatte ich jetzt beispielsweise vor Kurzem bei einem.
Von mir, der kam eigentlich aus ähm einer Beratungsfirma in in der Werbebranche, hat da viele Jahre gearbeitet, das hat ihm aber doch nicht ganz so gut gefallen und er hat dann irgendwann gesagt
so ähm ich habe da eigentlich ein paar andere Ideen, wie man das besser umsetzen kann und außerdem verstehe ich mich mit meinen Vorgesetzten aktuell nicht mehr ganz so gut. Ich kunde jetzt eigentlich einmal eine eigene Beratungsfirma oder Marketingagentur und mache das selbst
vielleicht auf eine etwas andere Art und Weise, aber letztendlich
das gleiche wie die wie er vorher schon ausgeführt hat. Ansage ist alleine zur Zeit. Ähm er hat sich damit ein paar Kollegen, ein paar Ex-Kollegen auch zusammengeschossen.
Hat dann auch schnell die ersten Leute eingestellt, hatte von Anfang an noch viele Kontakte, die außer seiner alten Firma noch mitnehmen konnte, hatte von vorneherein eigentlich schon erste Kunden, auch schon erste Umsätze und konnte quasi direkt
starten und Business ins Tun. Ähm so hatte er quasi ein Unternehmen, seine eigene Agentur gegründet
Mhm. Ähm das heißt letztendlich dieses Businessmodell, was er verfolgt, ich berate Unternehmen, ich bin im Marketingagentur, ist etwas, was man
typischerweise schon kennt, was jetzt auch nicht so viel Erklärung bedarf, weil das gibt so schon die Sand am Meer.

[40:53] Immer mal wieder vielleicht auf einer anderen Art und Weise, aber im Großen und Ganzen ist geläufig was eine Marketingagentur
Mhm. Ähm genau. Jetzt ähm kommen wir zum Thema Start-up. Ähm dafür hält er sich meistens nicht ganz so einfach. Ähm es kommt auch da immer ein bisschen drauf an. Es gibt auch keine
wirkliche einheitliche Definition, aber bei den Startups geht man normalerweise davon aus, dass es sich um eine, ja,
innovatives und neuartiges Geschäftsmodell handelt. Also etwas, was sich so in der Form vorher wirklich nicht gegeben hat.

[41:23] Ähm neue, was weiß ich, Rocket Science, ähm nicht irgendwas technisches Neues, sondern äh etwas, wie man bekanntes vielleicht ähm neu anbietet. Also, dass man eine App programmiert, wie etwas leichter wird, äh was es vorher bereits vielleicht gab, aber vielleicht einen ganz anderen Weg
genommen wird, um das zu realisieren und das anzubieten. Genau, genau. Und ähm ausgehend für dieses Businessmodell ist eigentlich normalerweise immer, dass es
dass man irgendein Problem irgendein Miet am Markt identifiziert. Irgendein Problem, das irgendeine Art von Nutzergruppe eben
hat und dass man versucht zu lösen. Und das heißt, dann werden erst einmal Hypothesen aufgestellt
mit einer Idee, wie man das Problem denn lösen könnte. Und am Anfang hat man ja noch kein Produkt, noch keinen Service, man hat erstmal einfach nur eine Hypothese, eine Idee, wie man dieses Problem lösen konnte. Mhm. Und dann versucht man ähm zu validieren. Am Markt zu malidieren. Ähm
das kann sehr, sehr unterschiedlich ablaufen. Ähm oftmals ist es eben sehr sehr wichtig von Anfang an ähm der direkt in Kontakt mit der potenziellen Zielgruppe und
Kunden oder Nutzergruppe zu kommen, um zu sehen, ob man mit der Idee des Produktes, dass man jetzt gerade im Kopf hat, diesen Miet, dieses Problem tatsächlich auch lösen könnte.
Und dann versucht man eben meistens.

[42:37] Das step by step zu validieren, indem man beispielsweise ähm ein erstes MVP baut, ein Minneball Viva Probect ähm also quasi so ein erster
Prototyp würde ich sagen, dieses Produkt ist, dass man dann wieder, immer wieder an der potenziellen Nutzer- und Kundengruppe am Markt validiert, solange, bis man ein Produkt entwickelt hat, das wirklich auch diesen
ähm ja Bedürfnis, sage ich mal, befriedigt. Also zum Beispiel. Und wenn man das jetzt hin äh gehen äh mein Freundeskreis habt ihr was Neues entdeckt, äh ähm neues
Produkt und ähm oder habe festgestellt, okay, die wissen ihre Klausurtermine nicht, ich habe dann einen Klausurkalender, der ist super. Und ähm dann gehe ich dann vielleicht im erweiterten Freundeskreis.

[43:17] Vielleicht mal auf dem Campus, ob die Leute damit zurechtkommen und dann definiere ich quasi, wie das Produkt dann aussehen soll, also das heißt.
Minimum Freiburg und äh welche Grundfunktion hat es und dann probiere ich das nochmal in dieser Kundengruppe aus, solange das das halt einigermaßen valide
ein Konzept gefilmt. Ja.
OK. Genau und diese diese von dem man auch spricht, die können sich eben immer wieder wiederholen und ist eigentlich auch sehr, sehr wichtig, dass man immer wieder diese ähm vollzieht, um eben das.
Immer weiter zu optimieren und dann gleich.
Zum Beispiel auch äh die Zielgruppe enger definieren zu können oder vielleicht auch herauszufinden, was denn eine Zielgruppe überhaupt bereit wäre für so ein Produkt.

[43:57] Zahlen. Das ist ja natürlich auch ganz wichtig, weil ein Produkt alleine bringt nämlich sehr viel. Wenn die Kunden oder potenziellen Nutzer sagen, ja, ist zwar schön, aber wenn ich es kostenlos bekomme, aber Zahlen dafür würde ich nicht
Das ist natürlich auch ähm eine Sache, die man in diesem Religation eben herausfinden muss und das ist auch oftmals mit sehr viel Ausprobieren ähm
verbunden, ähm denn also ich glaube die Wahrscheinlichkeit, dass man da von vorne rein ins Schwarz betrifft, ist sehr, sehr gering
da muss muss man einfach wirklich immer wieder dieses Feedback einholen und.

[44:28] Wenn man das dann sehr, sehr oft gemacht hat und hoffentlich auch ein ähm Produkt validieren am Markt validieren konnte. Dann ist man eigentlich irgendwann wirklich
du warst ready, dass man dieses Produkt in Anführungszeichen groß machen kann, also skalieren kann. Mhm. Und ähm das kann auch verschiedene Arten und Weise
funktionieren. Ich glaube, so das klassische, von dem auch viele schon mal gehört haben, ist so eine typische externe VC-Finanzierung, Venture Capital Finanzierung. Das bedeutet, ähm ein ein ähm Startup, das eben ein
Produkt, weil er mag validiert hat, holt sich dann externes Fremdkapital oder ne Eigenkapitalin dem äh Fall sogar dann ins Unternehmen rein
um eben diese diese Idee oder dieses bereits validierte Produkt ähm maß zu platzieren und groß zu machen
und eben an die Firma hinten dran auch aufzubauen. Das ist so der klassische, das müssen natürlich nicht immer so sein. Diese diese
Ja, selbst können wir sehr unterschiedliche Startups aussehen, aber so dieser Grundsatz, die sagen, okay, ich habe eine Idee eines neuartigen Produktes, dass ich versuche, auf dem Markt zu validieren und es dann hinterher groß zu machen. Ich glaube, das ist so dieses Grundprinzip eines Start-ups
Das heißt, man tritt da ja auch äh kräftig in Vorleistungen. Das heißt, ich weiß, okay, wie wie teuer das.
Wenn wie ähm welche Preise akzeptiert deine Kundschaft für das Produkt. Ähm wie viel Kosten habe ich mit dem Produkt? Also um das zu herzustellen, meine Lebenshaltungskosten und so weiter und.

[45:54] Zauberkosten, Internet, irgendwas. Ähm und dann äh
kann ich jetzt ja vielleicht schon mal probeweise einführen und suche vor allen Dingen halt Investoren, die dann sagen, okay, prima, wir glauben an das Produkt, nur ist das super dargestellt und auch ähm äh im Wesentlichen RV-Spiels funktioniert. Und äh wir investieren dann viel Geld, aber dann geht man ja
erstmal natürlich stark in Vorleistung, andererseits hat man natürlich ein Risiko, wenn jetzt das dann doch floppt und doch nicht so klappt, wie es funktionieren sollte. Ja. Ähm
Ja, also ein Risiko gegeben ist auf jeden Fall. Ähm es gibt keine
keine eindeutigen Zahlen, aber grundsätzlich sagt man, ein, also neun von zehn Startups scheitern. Ähm bewusst, ne
Ja, wobei tatsächlich, ja, das ist definitiv auch den Winnesturm, äh, bewusst, deshalb heißt es ja auch Venture Carital, also Wagniskapital, weil es eben
auch immer noch ein Wagnis ist in Anführungszeichen. Mhm. Man muss aber auch sagen, diese, ich glaube, diese Phasen, wo ähm Startups scheitern, äh.

[46:51] Die können wir sehr unterschiedlich aussehen und die Gründe, weshalb Start-ups scheitern
auch sehr unterschiedlich sein. Das muss nicht immer an dem Produkt äh liegen. Das kann zum Beispiel auch an einem an den Gründungsteam selbst liegen. Das ist auch.

[47:03] Als ein Faktor, dass ich das dann irgendwann ähm uneinig wird und ähm das Startup auf Eis legt. Es kann auch teilweise immer viel früheren Phase schon ähm
passieren noch bevor es überhaupt zu einer richtigen Unternehmensgründung kommt. Ähm was da vielleicht auch ganz wichtig zu wissen ist, ist dass ein ähm.

[47:21] Meistens nicht erst ab dem Moment existiert, ab dem es eine eingetragene Gesellschaft in Form einer äh Kapitalgesellschaft. Ähm was es dann meistens ist und das ist nicht erst, ab dem Zeitpunkt existiert.
Gibt es oftmals schon zwei, drei Jahre vorher, dass es eben eine Phase, in der an einer Idee gearbeitet wird
die aber zu dem Zeitpunkt einfach noch nicht am Markt platziert wurde, ähm sodass es an zu diesem Zeitpunkt noch gar keinen Sinn macht, eine Kapitalgesellschaft einzutragen, was ja dann wieder mit sehr viel Bürokratie verbunden ist
ihre Kosten selber machen. Genau. Privat also nicht als Unternehmen, schon vielleicht, aber dann als Privatperson als Haftung, ne? Ja.
Ja. Ja, also oftmals ist es der Fall, sie vielleicht ein bisschen plakativ, aber so dieses diese typische Beispiel, dass jemand in der in der Garage, in der Nacht irgendwie tüftelt oder so. Ich glaube, das ist schon
auch in der Realität so, dass meistens beiläufig neben einem Hauptjob erstmal gegründet wird, erstmal sehr lange an der Idee gearbeitet wird, bis es dann wirklich zu einer Unternehmensgründung kommt
oder es ist auch oftmals so, dass halt vorher beispielsweise eine sehr lange universitäre Forschung vorausgeht. Das
das auch oft, dass irgendwelche Gruppen an der an der Uni eben auch teilweise da schon im Kundenzentrum ähm sich zusammenfinden und an einer Idee entwickeln. Aber zu dem Zeitpunkt auch noch kein Unternehmen sind.

[48:41] Ähm das heißt ähm
wenn man zum Beispiel in der Presse irgendwo liest, dass ein Unternehmen erst zwei, drei Jahre alt war und jetzt direkt schon eine riesen Finanzierung von, ich weiß nicht, wie viel Millionen bekommen hat, dann kann man meistens davon ausgehen, dass es das Unternehmen beziehungsweise diese dieses Startup und die Gründungsidee schon
viel länger gegeben hat, nur dass ich eben seit zwei bis drei Jahren wirklich eine eingetragene Kapitalgesellschaft ist. Mhm, okay, ja,
Wenn jemand seine Disetation schreibt und dann vielleicht irgendein bahnbrechendes äh Produkt dabei entwickelt, ist es ja halt auch nicht direkt einen der kommerzielles Produkt, sondern erstmal eine Vorentwicklung, die dann auch natürlich ähm aus aus äh privaten Mitteln finanziert wird äh oder es
Universitären Stiftungsmitteln. Ähm genau. Jetzt gibt's ja sehr viele Sachen, was weiß ich, äh
Projekte wie äh äh Nordmainischer, Bahnumgehung von Frankfurt et cetera. Das sind ja Projekte, die laufen über dreißig, vierzig Jahre. Ähm da ist Deutschland ja sehr zäh wie
was bringt einen dazu ähm so ein Start-up zu gründen und zu sagen, prima, ich
bin jetzt so agil, so schnell. Ähm äh ich ich schaffe das viel schneller oder ist das eine andere andere Welt, anderes äh andere Sphäre?

[49:54] Ja, es ist schwierig zu sagen. Also ich glaube, du hast sie schon ganz gut auf den Punkt gebracht. Man gründet kein Start-up oder kein Unternehmen, weil man irgendwie unbedingt Unternehmer sein möchte. Weil damit ist natürlich auch sehr viel äh Bürokratie und ähm administratives
ähm et cetera mit verbunden. Und mein Kunde, der kein Unternehmen, weil man sagt, ich habe Lust, auch mich mit Steuern, Finanzen, Buchhaltung und Datenschutz auseinanderzusetzen, sondern man gründet wirklich, weil man halt eine Idee hat, von der man glaubt.
Äh die ist so toll in Anführungszeichen, das das braucht die Welt. Ähm das ist eigentlich wirklich so diese diese innere oder intrinsische Motivation, die
Ich zumindest habe und ich glaube auch viele andere Kunde, dass sie einfach überzeugt sind von ihrer Idee und ist auch einfach probieren wollen. Und ähm
Zum anderen ist natürlich auch so dieses, dieses, diese, diese
Reise in Anführungszeichen, die man durchlebt bei so einer Startup-Gründung und bei bei der Weiterentwicklung einer Idee eines Produktes auch einfach eine wirklich sehr, sehr tolle
Erfahrung, die ich auch wirklich eigentlich sehe.

[50:52] Gerne weitergeben wollen würde oder wirklich jeden weiterempfehlen kann. Ähm ich glaube, das ist äh ja, aber ich also ich finde es schwierig zu sagen, man glaubt, man kann schneller, man kann kann besser sein, es ist einfach
einfach mal ausprobieren und ähm versuchen. Mhm. Ähm man muss sich natürlich immer dessen bewusst sein, dass es auch schiefgehen kann
und ich kenne die tatsächlich wenigsten, denen das nicht bewusst ist
also es sind alle zwei sehr überzeugt von ihrer Idee, von ihrem Produkt und und Anne leben und trennen dafür, aber jedem ist auch bewusst, dass es
eben ähm mit besser Risiko verbunden ist und dass es auch schiefgehen kann, aber das finde ich gerade das Schöne zu sehen, dass das dann teilweise in der Szene auch so ähm
gefeiert wird in Anführungszeichen. Ein gutes Beispiel ist gerade hier in äh Frankfurt beispielsweise auch die Fuckup Night.
Mhm. Ähm das ist tatsächlich ein Event, ähm auf dem sich bei dem sich gescheiterte Start-up-Kunde treffen.

[51:47] Ah, okay. Und ähm das sind ja nicht nur äh das sind ja Lebenserfahrungen, die dahinter stehen, ne? Das ist ja nicht eine Produkte, die ich jetzt an jemanden verkaufen will, sondern eine Lebenserfahrung, dass man etwas. Genau. Die Welt ein bisschen besser machen kann.
Ja und ähm also das finde ich ganz spannend, weil das ähm merkt man mit ein wenig
klingt ähm zu feiern, dass man gescheitert ist. Ähm aber genau das ist eigentlich die richtige Einstellung, das richtige Mindset und ich habe schon sehr, sehr oft gehört, dass
tatsächlich ist noch nicht wie bei der Fuckup Night, weil schon bisher noch nie gescheitert bin, aber ich habe schon sehr oft gehört, dass gerade die Leute, die dort auch hingehen, ähm oftmals dann erneut Kunden
Ähm einfach weil ähm das da nochmal Motivation gibt, weil man auch sieht, man ist nicht der einzige, der Fehler gemacht hat, weil es gibt einfach sehr, sehr viele Fehler, die man machen kann in so einer Gründung. Ähm
und gerade das ähm da pushen sich viele Start-up-Gründer gegenseitig und lernen auch voneinander ähm von den Fehlern
Manchmal reicht es ja auch, wenn die Zeit einfach reif wird für solche Produkte. Also ich kenne das viele Unternehmen, also große Unternehmen, Commerzbank oder andere äh hier in Frankfurt ja auch äh in Kubatoren betreiben, wo halt solche Start-ups das erste Mal mit Kapital ausgestattet werden
andererseits dann natürlich die Möglichkeit haben, auch in dem Unternehmen zu wachsen oder dieses Unternehmen, was ja dieser
großer Tanker ist, mit zwanzig, dreißig Jahren Vorplanung ähm äh schneller voranzubringen, als es äh das Unternehmen selber könnte.

[53:06] Ja, auf jeden Fall, also ich glaube, ähm die Faktoren, wie wir auch schon vorhin gesagt, dass.
Ähm Startup vielleicht scheitert, das können wirklich sehr unterschiedliche sein. Es muss nicht unbedingt an der Idee liegen, manchmal ist man vielleicht einfach zu früh am Markt auch, ich glaube, das ist auch bei ganz, ganz vielen. Äh sei das das Problem, wenn sie
zu innovativ sind, dass sie da einfach noch niemanden
also die, der potenzielle Nutzer oder Kunde noch nicht so empfangsbereit ist, für dieses Produkt. Das hat ähm glaube ich in der ja schon sehr, sehr oft gegeben, dass ähm
manches damit gescheitert sind und einige Jahre hat ein anderes Start-up genau dasselbe nochmal gemacht und plötzlich wurde es ein großer Erfolg
das kann natürlich immer eine Gefahr sein. Natürlich gibt's auch die Gefahr, dass ein anderes Bad auch schneller ist oder vielleicht dann
ein kulturer Konzern etwas Ähnliches entwickelt und da eben mehr Ressourcen und Manpower von Anfang an reinstecken kann. Also das ist alles gegeben natürlich. Ähm aber mir wurde auch schon sehr, sehr oft gesagt, auch gerade von Coaches, also ähm gerade ein ein Produkt
oder eine Produktidee kann selten scheitern, auch mal blickt man wirklich an an den Kunden, wenn diese nicht agil genug ähm auf den Markt auch reagieren
weil das ist auch sehr, sehr wichtig, sein Produkt eben immer wieder zu überdenken und dann sind wir wieder bei dem Thema
dich immer wieder auch neu zu erfinden und nicht auf die eigenen Ideen ähm zu beharren.

[54:22] Okay, ja, das klingt ein bisschen wie Windsurfen, also es reicht nicht, ähm das Brett ist meistens nicht Schuld oder?
Klar, also ähm man muss es wirklich wollen. Ich glaube, es gibt einem auch unglaublich viel zurück, weil gerade wenn man seine eigenen ersten Erfolge mit seinem eigenen Start-up feiern kann, ich glaube, also für mich persönlich gibt's nichts schöneres
Man, man, weil's einfach etwas ist, was man ja selbst auch wirklich geschaffen hat
und ähm mit dem man dann vielleicht sogar noch einen großen Impact, vielleicht sogar ähm Impact auf andere Unternehmen, andere Menschen, auf die Gesellschaft oder so haben kann. Das gibt einem schon auch eine sehr, sehr viel
zurück, wenn es.

[54:55] Natürlich. Ähm aber ich glaube dennoch auch natürlich eine Start-up-Kundung ist nicht für jeden etwas und das wäre ja auch schlimm, wenn jeder jetzt ein Start-up-Kunden wollen würde. Also wir brauchen natürlich auch immer noch Personen, die ein Unternehmen, ein Konzern, im Mittelstand et cetera arbeiten.
Hm, ich kann nur raten, jeder, der, sage ich mal, damit liebäugelt, ähm der sollte es auf jeden Fall ähm versuchen. Also denn, ich glaube, es gibt sehr, sehr viele Personen, die
eigentlich ganz viele Ideen im Kopf haben und immer überlegen, hm, da könnte man ja was draus machen und ja, die Idee ist doch eigentlich toll, wenn und dann findet man natürlich immer die Ausreden vor sich selbst, keine Zeit, kein Geld.
Keine Idee, wie man's umsetzen soll und und und. Und dann wird es halt am Ende des Teiles auch nicht umgesetzt. Und das ist eigentlich ein bisschen schade, weil ich glaube, es gibt ähm
Viele Leute da draußen, die tolle Ideen haben, die sie gerne umsetzen wollen würden. Ähm oftmals sich einfach nicht trauen oder nicht wissen, wie anfangen.
OK. Das war sehr interessant. Danke dir für den Einblick und viel Erfolg bei deinen Unternehmungen. Ja, vielen Dank.