Menschen in der Antarktis. Dr. Peter Jonzek; Dr. Hömke spricht über Biopharmazeutika

Dies ist das erste Mal, dass wir ein erstes Interview mit einem Menschen in der Antarktis auf Radio x haben. Dr. Peter Jonzek ist Leiter der dortigen Überwinterungsmission und wird uns etwas über die Forschung und den Klimawandel in der Antarktis erzählen können. Später, gegen 16:35 Uhr, sprechen wir mit. [0:38] Dr. Hömke spricht über Biopharmazeutika, Gentechnik Wirkstoffe wie der Impfstoff Covid von Biotech, der ein interessantes Produkt ist. Gegen 16:50 Uhr interviewen wir Dr. Schlang über seinen Einfluss auf die Frankfurts Psychiatriepatienten. Sie ist zuständig für die Abteilung für psychische Gesundheit des Gesundheitsamtes der Stadt Frankfurt. wurde bei Radio X uraufgeführt.
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Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Senders werden wir ein Live-Gespräch mit einem Interviewpartner aus der Antarktis führen. Doch zunächst eine Einführung, warum wir dies tun. Die Geheimnisse der Klimageschichte sind im Eis eingeschlossen. Die Bohrlochanalyse eines drei Kilometer langen Eiskerns aus dem inneren Plateau der Antarktis gibt Aufschluss über vergangene Temperaturschwankungen und Veränderungen der atmosphärischen Zusammensetzung. Die Eisbohrkerne enthalten Schneemengen von vor mindestens vierundsiebzig Millionen Jahren.

Transkription

[0:00] Hallo und herzlich willkommen hier im Politopia-Magazin auf Radio X auf einundneunzig Komma acht Megaherz in Frankfurt am Main. Mein Name ist Thorsten Sinding und ich begrüße euch ganz herzlich. Heute haben wir eine Premiere. Wir fährten nämlich zum ersten
sten Mal ein Interview mit jemandem in der Antarktis führen. Herr Doktor Peter Jonzek ist Leiter der dortigen Überwinterungsmission und wird uns etwas über die Forschung in der Antarktis und den Klimawandel erzählen können.
Im Anschluss daran um rund sechzehn Uhr fünfunddreißig sprechen wir mit.

[0:38] Berndoktor Hömke über Biopharmazeutika, gentechnisch erzeugte,
Mittel, wie zum Beispiel das Covid-Impf-Präparat von bayerntech, ein interessanter Beitrag
und um rund sechzehn Uhr fünfzig werden wir ein Interview haben mit Frau Doktor Schlang über die Auswirkungen auf
psychisch Kranke in Frankfurt. Sie ist leiderin
der Stelle für psychische Gesundheit im Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt. Premiere auf Radio X. Wir werden zum ersten Mal in der Geschichte dieses Senders mit einem Interviewpartner in der Antarktis live sprechen.
Aber erstmal Informationen, warum wir das tun. Geheimnisse der Klimageschichte sind in der Eisschicht eingeschlossen.
Bohranalysen eines drei Kilometer langen Eiskerns aus dem Inlandsplateau der Auslandarktis zeigen, wie sich in der Vergangenheit die Temperaturen geändert und die Zusammensetzung der Atmosphäre gewandelt hat.
Der Eiskern enthält Schneefälle aus mindestens siebenhundertvierzigtausend Jahren.

[1:45] Damit stellt er zugleich die längste kontinuierliche Klimaaufzeichnung und Erde dar, die aus diesem Eiskern gewonnen werden kann.
Erste Ergebnisse zeigen, dass sich während dieser siebenhundertvierzigtausend Jahre oder acht Eiszeiten die das Klima erheblich.
Verändert hat. Das Klima war erheblich kälter als heute und acht wärmere Perioden in diesen letzten vierhunderttausend Jahren waren durch Temperaturen gekennzeichnet, die heutigen Werten ähneln.

[2:19] Vor dieser Zeit war es in den warmen Perioden kälter als heute.

[2:25] Dauert die Warmzeit länger an. Aus diesem Vergleich, dieser charakteristischen Klimaänderung in der Vergangenheit.
Daten zu den heutigen globalen Umweltbedingungen schließen die Wissenschaftler, dass die Gegenzartige Warmzeit ohne menschlichen Einfluss noch mindestens fünfzehntausend Jahre andauernd wird.

[2:47] Können auch Luft aus der Vergangenheit, die in winzigen Bläschen im Eis eingeschlossen sind, analysieren, um herauszufinden, wie sich die Zusammensetzung der Atmosphäre verändert hat.
Analysen zeigen, dass die gegenwärtige Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre den höchsten Wert der letzten fünfhunderttausend Jahre erreicht hat.

[3:09] Verständnis der Prozesse, die in der Vergangenheit zu Klimaänderungen geführt haben, hilft den Wissenschaftlern voraussagen für künftige Klimaänderungen zu verbessern.
Das Alfred Wegner Institut betreibt Rotz beschwerlicher Bedingungen in der Antarktis eine Forschungsstation in der ganzjährig Wissenschaftler leben und arbeiten.
Station drei. Die Station auf dem Exströmen im atlantischen.
Der Antarktis wurde bereits zweitausendneun in Betrieb genommen und ist die Basis für die deutsche Antarktis-Forschung.

[3:48] Im antaktischen Sommer leben und arbeiten bis zu fünfzig Menschen an der Station im Winter wird es leerer. Dann sind nur noch ein Koch, drei Ingenieure, ein Arzt und vier Wissenschaftler vor Ort. Sie bilden das sogenannte
Überwinterungsteam. In diesem Jahr sind es sogar zehn Wissenschaftler. In der Station arbeiten die Wissenschaftler in Büros und Laboren,
Insbesondere ist jedoch die Feldarbeit auf dem Eis wichtig.
In der Umgebung der Neumaßstation drei sind Observatorien für geophysikalische, hydroakustische und meteorologische Forschungsarbeiten installiert. Außerdem gibt es ein Spurenstoffobservazorium
messen hier kontinuierlich welche und wie viele klimarelevante Gase sich in der antarktischen Luft befinden.

[4:40] In diesem Jahr gibt es noch das Eden ISF-Laboratorium, eine Gemeinschaftsforschung von DLR und NASA, um zu erkunden, wie Gemüse.
Im ewigen Eis autark angebaut werden kann. Um nachhaltig zu forschen
und der sensiblen Umgebung der Antarktis möglichst wenig Spuren zu hinterlassen, hat das AWI beim Errichten der Infrastruktur auf moderne und robuste Technik gesetzt
eine Windanlage unterstützt das Blockheizkraftwerk mit regenerativer Energie. Sie kann bis zu dreißig Kilowatt erzeugen, damit die Emissionen der Dieselgeneratoren auf ein Minimum reduzieren.

[5:24] Es sollen weitere Windanlagen auf der Neumeier drei Station gebaut werden. Vom geographischen Südpol ist die Station über zweitausend Kilometer entfernt, nicht unter und es ist Polarpark. In der Zeit vom fünfzehnten,
Mai bis zum zweiundzwanzigsten siebten kommt die Sonne nicht über den Horizont. Es herrscht Polar-Nacht.
Nun sind wir mit dem Leiter der einundvierzigsten Überwinterung auf der Neumeier drei Station Herrn Doktor Peter verbunden.
Hallo Herr Berlin, guten Morgen.
Guten Morgen. Ähm eine obligatorische Frage natürlich, was sehen sie, wenn sie aus dem Fenster gucken und wie ist das Wetter derzeit bei ihnen? Also aktuell ist tatsächlich schon Tageslicht draußen. Wir haben's ein bisschen gießig.
Die Polarnacht ist gerade vorbei, seit etwa eineinhalb Wochen können wir die Sonne wieder aufgehen sehen.
Von der Wettersituation haben wir jetzt aktuell minus sechzehn Grad.
Das ist etwa der Jahresmittel hier auf der Neumeierstation, ist aber für die jetzige Zeit etwas warm.
Etwas warm, okay. Ähm sie kommen ja aus Würzburg und arbeiten dort als Chirurg. Wie kam es denn zu der Entscheidung, sich beim Alfred-Wegner-Institut für einen halbjährigen Aufenthalt in der Polmacht zu bewerben?

[6:46] Ja, im Grunde genommen war das eine Kollegin, die.
Das mal gemacht hat. Eine jüngere Kollegin, die ich in Niedersachsen als Chirurgin ausgebildet habe.
Sie kamen zurück und war total begeistert und ich bin an sich ein Abenteuer liebender Mensch. Das bezog sich bisher nur auf Urlauben. Und jetzt konnte ich Beruf und Neigung sozusagen in Einklang bringen und ich habe mich beworben.
Und gehöre jetzt dem Überwindungsteam an, was bedeutet wir haben einen Zweijahresvertrag, wovon ein Jahr davon auf der Antarktis abgeleuchtet wird.
Mhm. Aber ich bin ganz begeistert. Das ist genau das, was ich mir hier vorgestellt habe. Und man muss sagen, zum anderen ist auch ein Beruf, ich habe dreißig Jahre als Joghurt gearbeitet, in akut Krankenhäusern,
ist dann irgendwann mal so ein bisschen die Luft raus und man sucht sich nach Veränderungen und da habe ich gedacht, jetzt nimmst du mal die Chance wahr.
Das ist eine sehr große Veränderung. Auf der Antarktis zu legen ist natürlich eine besondere Herausforderung. Ähm wie stellen sie sich denn auf das Leben einmal in diesem ewigen Eis, also in der,
großen Kälte und einmal in der Polarmacht ein. Das ist ja studiert ganz anderer Tagesrhythmus als den wir haben.

[8:01] Ja, es ist tatsächlich eine komplette Umstellung. Sowohl beruflich, wenn ich jeden Tag in den OP gegangen bin oder Sprechstunden gemacht habe,
erfülle ich jetzt Dinge. Ich habe so um die vierzig Jobs habe ich mal durchgezählt,
die ich hier mache, die sind sehr vielfältig und die halten einen sozusagen tagsüber ähm bei Laune und.
Im Grunde genommen gehört auch dazu, in der Polar macht sich den Tag zu strukturieren, das heißt
ich stehe jeden Morgen um sechs Uhr auf, egal ob Wochenende oder Bergtage, mache mauerlich eine Runde Sport, das
wird immer wieder empfohlen, was man mit Sport, viel ausgeglichener durchgeht und nach der getaner Arbeit mache ich nachmittags nochmal eine Runde Sport und möchte sagen,
mit meinen achtundfünfzig Jahren fühle ich mich im Moment fitter wie ich, denn jeder durch, es tut mir gut.
Ich fühle mich wohl und ähm psychisch würde ich sagen, ist das gut kompensierbar, so eine Polar macht.
Haben sie äh Zeitzonen? Gibt es das? Auf der, auf der äh in der Antarktis, das müsste eigentlich relativ nah beieinander liegen, oder?

[9:05] Die Antarktis hat so viele faszinierende Dinge, wie zum Beispiel wenn sie einmal um die Südpolstation herumgehen, das ist die Armuts- und Squat-Station, wandern sie
innerhalb von einer Stunde und durch alle Weltzweigzonen. Wir hier auf der Station haben die äh UTC Zeit, das heißt ähnlich wie
haben wir Sommer wie Winter ähm die gleiche Zeit und,
Deutschland ist jetzt aktuell mit der Sommerzeit zwei Stunden voran. Im Winter haben wir nur eine Stunde voran. Wir sind nah an der deutschen Zeit.
Ach okay, sehr gut, prima. Ähm sie sagten schon etwas vom Alltag, auf der von ähm.
Ihr Tagesablauf Sonntags gibt es so wie auf der ISS wissenschaftliche Programme, die sie den ganzen Tag machen oder wie sieht das, kann man sich das vorstellen?

[10:01] Ich fange mal bei der Technik an. Da sind zwei äh große Bereiche, die Ingenieure ähm für die Mechanik und für die Elektrotechnik. Wir haben einen sogenannten Chipmanager. Wir betrachten die Station ähnlich wie ein Schiff.
Und sie wird auch berädert wie ein Schiff und ich habe eh nicht den Stand eines Kapitäns. Ähm diese Funktion des Stationsleiters und.
Mit diesem Schiffmanager, gehen sie sozusagen die ganzen Arbeiten durch und so ist das in der Technik auch im Bereich. Wir haben verschiedene observatorien.
Ist es zum Beispiel so, dass
am Fünften eines Monats die und die Filter gewechselt werden müssen oder meinetwegen Mittwochs ist immer Ozon, London Aufstieg und
uns tagsüber um elf Uhr ist eine Tablette Ballon losgelassen. Das sind im Prinzip die Fix
Daten, für dich sind das zum Beispiel Getränkeleitungen zu reinigen, Wasseranalysen durchzuführen vom Getränkeautomaten, als auch vom äh der Kläranlage, die hier an Bord ist.
Ich hab feste Aufgaben wie Röntgen, Konstanz, Messungen, das sind sozusagen der Alltag.

[11:10] Für das Gemeinwohl haben wir natürlich festgehalten, wenn wir uns als Team treffen, das ist das Abendessen
eine Stunde Zeit Mittagessen ist immer sehr unterschiedlich. Der eine schafft es nicht, der kommt später auch Frühstück ist unterschiedliche Zeitpunkte. Manche stehen fangen an um sechs Uhr an zu arbeiten, manche erst um zehn Uhr dann gibt es Beschneidungspunkte.
Sie sind jetzt ähm äh losgefahren in einer Zeit
Infos ähm noch keine Covid-Impfungen gab. Ähm wie ist dies und die die Emission ist aber unter Covid äh Voraussetzungen schon durchgeführt worden. Ähm wie hat sich diese Situation dargestellt und wie gehen sie jetzt
ähm ähm mit Hygienemaßnahmen auf der Station um.

[11:55] Viele sagen zu mir, Peter, du bist genau am richtigen Ort, zum richtigen Zeitpunkt. Das arbeitet übersetzt. Wir haben hier überhaupt eine Komite Einschränkungen. Wir leben hier so
zweitausendneunzehn
feiern abends gibt es Tischkicker, Turniere und wir haben in den Billardtisch und wir umarmen uns und es gibt keine Abstandsregelung
Das Ganze hat aber eine lange Vorbereitungszeit gehabt. Wir mussten, bevor wir hierher kamen, in eine immer schärfer.
Werdende Quarantäne eintreten, die zum Ende bedeutete, dass wir vierzehn Tage in einem Hotelzimmer
bleiben mussten. Wie kam das Essen vor die Tür bestellt? Und ich als Bewegungsliebender Mensch habe es geschafft auf sechsundvierzig Schritte am Tag zu tun. Das ist für mich.

[12:44] Tortur sich nicht bewegen zu dürfen. Und
es war so, dass wir dann auf ein Schiff kamen und dann vier Wochen non-stop von Bremerhaven mit dem Eisbrecher in die Antarktis gefahren wurden. Ach Sie sind nicht.

[13:02] Wir sind mit dem Schiff vier Wochen lang durchgehend ähm mit der Polarstern hierher gekommen und waren in einer festen Gruppe.
Auf dem Stift bereits würden, die anfangs getragene Masken dann irgendwann abgelegt. Wir hatten ähm die.

[13:21] Drei Corona PCR Testungen abgelegt, die alle negativ waren bei allen.

[13:26] Dann haben wir auf dem Schiff schon angefangen in unseren Hürden sozusagen diesen Schalter wieder umzulegen, wir können uns behalten, wie normale Menschen ohne Covid-Ans,
und es gab auch auf dem Schiff ähm Silvester gefeiert. Wir haben Weihnachten gefeiert. Es gab mehrere Feiern, die wir die Äquator nach Seelandart. Es waren alles ganz ausgelassene Feiern, wo keinerlei.
Festzustände waren, ah Vorsicht, die darfst du nicht umarmen oder darfst du nicht zu nahe kommen.
Es war alles wie weggeflogen. Also das ist eine schöne Aussicht für die Leute, denke ich, die Angst haben.
Irgendwie nach Covid noch etwas übrig bleibt, dass wir uns aus dem Weg gehen an der Kasse oder sonstwo. Mhm. Im Moment.

[14:10] Wir freuen uns, wenn die ersten Gäste wieder kommen. Wir sind völlig isoliert. Wir haben nur Funkkontakt zu unseren Nachbarstationen. Die nächste Station ist zweihundert Kilometer entfernt. Und sonst sehen wir hier keinen Menschen. Das ist natürlich.
Ähm der Kaufpreis, wir haben keine Außenkontakte,
ja, ja. Ähm an die Station angeschlossen ist ja auch ein DLR und äh NASA-Projekt, ähm das Projekt Ethan ISS,
Es handelt sich da um ein ähm
Ja, Landwirtschaftscontainer sozusagen, wo halt ähm äh Gemüse und Pflanzen gezüchtet werden, ähm die man ja auch in der ähm in in der Schwerelosigkeit im, in deinem Veltraumstation und der ähnlichen Bedingungen ähm züchten könnte.
Ähm haben sie da Informationen ähm über dieses Projekt, wenn sie da auf dem Laufenden?

[15:01] Und gibt es schon Erkenntnisse über autarke Landwirtschaft im ewigen Eis? Ein spannendes Thema? Mhm. Also ein interessantes Projekt, was im Moment, wir sind normalerweise neun über den Kara, aber dieses Jahr sind wir zehn
eine Botanikerin von der NASA mit an Bord der Station.
Explizit, dich in dieses Projekt kümmert. Mhm. Also ähm internationales Projekt.
Wo etwa, man muss sich vorstellen, die Station steht hier mitten im Arsch und dreihundert Meter entfernt, ist ein einzelner Container, der innen drin.
Verheizt ist und wo praktisch mit künstlichem Licht und künstlichem Meer bilden, Pflanzen großgezogen werden, wie Gemüse.
Entwickeln. Das soll für die,
mehr Monate Raumfahrt ein Projekt sein, um praktisch nachwachsende ähm Gemüsesorten sozusagen zu produzieren und das Ziel ist.
Mit möglichst wenig Zeit und möglichst wenig Energie, die das Gemüse zu erzeugen. Das sind wir auf dem Weg, eine Kennzahl mal von.

[16:10] Reichen Jahren war das glaube ich so, dass wir zweihundertsiebzig Kilogramm Gemüse in neun Monaten ernten konnten. Das ist schon erhebliche Zahl.

[16:21] Zum Wohlbefinden der der ähm Teammitglieder sozusagen führt, weil was gibt's denn für ein frisches Salat, Platz wenn man sonst nur Briefkühlkost bekommt? Unsere ganze Kost,
Das muss man sich ja rauchen.

[16:33] Vorstellen können, kommt nur einmal im Jahr hier zu ähm Anlieferung. Das macht der Koch für nächstes Jahr bestellt, muss er.
An sozusagen abgeben und dann wird die Bestellung getätigt und dann gibt's kein Nachkaufen mehr. Er kann nicht mal abends zum All leer rübergehen.

[16:50] Oh, das ist hart. Das heißt, sie profitieren auch direkt von dem Projekt.

[16:56] Das ist eine Win-Win-Situation, einerseits haben wir diesen Prototyp, dieser haut Haken äh Gemüsezucht aus.
Als Forschungsprojekt, internationales Forschungsprojekt und zum anderen haben wir natürlich auch das Produkt. Und das Produkt ähm wird vom Koch in immer wieder gern entgegengenommen und so gibt's auch mal frische Salate, Tomaten, Pump, Gurken.

[17:18] Pesto hat Herr Koch letztens aus diesem Gemüse gemacht. Das ist schon faszinierend.
Mhm. Oh, sehr gut. Prima. Im Griff hat ja wirklich ein sehr ähm äh sehr guten Aspekt dann auch noch. Sie machen ja auch Wetterbeobachtungen. Ähm
sind, jetzt aber nicht direkt Klimaforschung, muss ja zu sagen, aber gibt es irgendwie eine Aussage, wie sich das Klima auf der Südteilkuppel verändert hat? Ähm
Sie machen ja Wetter ähm Aufzeichnungen als auch. Es gibt
diese Eiskerne, die die gebohrt werden in Salz, wo man ja auch über äh das Klima dann Aussagen machen könnte, weil es ja natürlich über sehr lange Zeit eine Beobachtung ähm darstellt
gibt es da etwas, was man daraus lernen kann oder so ad hoc? Wir hatten jetzt große Katastrophenfälle und auch Waldbrände im Mittelmeerraum.
Da tut sich ja einiges auf der Nothaltsvogel und die ähm die der Nordpol wird ja auf äh kurz und erlang reißfrei sein. Gibt's da auch ähnliche Erscheinungen in der Südhalbkugel?

[18:19] Zum einen muss man unter Schatten zwischen Wetter und Klima.
Beim Wetter, das ist so einfach ausgedrückt, entscheide ich, was ziehe ich heute an? Und beim Klima entscheide ich, was kaufe ich mir für Kleidungsstücke für die nächste Zeit? Mhm. Wir machen hier auf der Neumaierstation.
Wetterbeobachtungen seit über vierzig Jahren und wir haben in
sind ganz nach dreißig Jahren in ein ähm alles wetterbeobachter, wenn man's mal so deutsch ausdrückt,
und können aber sagen anhand der Wetteraufzeichnung hier in der Antarktis hat sich hier
an der Station relativ wenig geändert. Wir haben im Jahresdurchschnitt etwa minus sechzehn Grad, also
grad die heutige Temperatur und es gibt Kältephasen. Wir hatten letzte Woche minus siebenundvierzig Grad. Da ist extrem kalt.
Und haben Warnverhalten, aber das wechselt sich über die vielen Jahre wenig ab.

[19:16] Das hängt damit zusammen, dass die Antarktis sehr isoliert ist. Man kommt hier entweder mit einem Eisbrecher oder einem Flugzeug hin und außen rum ist eine.
Stärkste Atlantik oder die stärkste Minusströmung überhaupt, das ist die Zirkumularströmung und die ist.
Kalt und heftig und die schrottet klimarattisch deren Art bis von dem übrigen Planeten ab.
Das ist der Vorteil der Antarktis in China muss man sagen ist.

[19:45] Über die letzten Jahre wenig diesbezüglich festgestellt wurden, was sich verändert, aber in der Westantarktis und das ist die Halblinie, die praktisch Richtung Südamerika hoch wagt.
Ist eine deutlich Erwärmung festzustellen und da ist es immer wieder zu großen Abbrüchen gekommen, mehr als bisher beobachtet, die dann praktisch in den Atlantik oder in der Pazifik wegdriften.
So groß wie Berlin ähm riesige Eisberge, die jetzt abbrechen,
Das normal ist, aber äh es ist jetzt häufiger geworden. Dort in der Westbrand des äh sehen wir eine Veränderung.
Ich möchte auch in diesem Zusammenhang vom Alfred Frieden-Institut das Projekt Mosaik gesehen, wo im letzten Jahr.
Polarstern eingefroren war in Nordpolar Nähe und praktisch mit dem gedriftet ist.
Dort eine und in Nordpol haben wir eine erhebliche Abnahme des Meeres festzustellen. Also das ist mit der Antrag des.
Nicht vergleichbar. Es ist dort deutlich mehr. Aber ähm.

[20:55] Pflegeantarktis würde das zum Beispiel, wenn ihr das mehr als abnehmen würde, wäre mir Pinguine nah an der Station, dann hätten sie auch ihre Blutplätze verloren, weil,
sind es so gewohnt, hier in der Radgrabbucht auf den mehr als zu geben, kommen immer an die gleiche Stelle und wenn das mehr als nicht da wäre, Geld kannst du Probleme mit Herr Kollegen überhaupt mit den Kreise beginnen.

[21:17] Mhm. Mhm. Ähm entnehmen. Genau. Habe ich jetzt äh das ist hochinteressant. Ich muss sagen.
Ich bin äh Feuer und Flamme für diese Forschung.
Es ist so, dass ähm ein bemerkenswerter, glatt biologisch ein Gletscherforscher Claude Lorius in den Franzose ähm festgestellt hat.
Wenn man ein Eisbrocken in irgendein Getränk rein gibt und da die Blasen auf und dann hat er sich überlegt, aus diesen Blasen, die aufstreiken, müsste man doch eigentlich das.

[21:52] Die Luftzusammensetzung von der dem Jahrgang, wo das Eis eingefroren ist.
Herausfiltern können, wie viel CO2 weiterhin, wie viel Methan und so. Ja. Und er kann auf die Idee, je tiefer man ins Eis brot.

[22:06] Desto besser kann man in die Klimageschichte eintauchen,
Station, die Badestation für ein andere deutsche Station, die Kohlenstation, die liegt etwa achthundert Kilometer entfernt, hoch auf dem Hochplateau,
und dort wird eines internationalen Vorganges, nennt sich abgekürzt.

[22:30] Neunhunderttausend Jahre altes Reich gefördert.
Etwa in zweitausendsiebenhundert Meter Tiefe gewesen. Das ist ein komplizierter Gurvorgang, der nicht mal in äh drei Monaten geschieht, sondern über mehrere Jahre hinweg. Und dieses Eich, das sind dann Zylinder, die werden nach Europa verschifft, die.
Kartons könnte man so sagen, isoliert und werden dann dort analysiert auf dem Gas äh fürs Klima vor neunhunderttausend Jahren war. Und das ist natürlich weit mehr als das
Der Beginn der Teamauszeichnung, die wir bisher konnten. Wahnsinn, okay.
Das bedarf natürlich dann auch äh ja der Auswertung dann irgendwo in Neumünster tut. Und äh aber man hat's natürlich dann auch direkt einen Aufschluss äh
äh auf die Ergebnisse selbst, also auf die Zusammensetzung der Atmosphäre selbst und nicht nur einen indirekten
in wie war der C vierzehn Methode, wo man ähm quasi mit einem Hilfsmittel Halterung von von Gegenständen et cetera feststellen kann. Das ist natürlich ein großer Vorteil. Auf der Südhalbkugel gibt es ja auch die äh das Ozonloch, das ist ja dort auch festgestellt worden, ähm.

[23:38] Hat sich die noch die Problematik mittlerweile wieder verstärkt? Äh oder ist es kleiner geworden?

[23:47] Wurde ja durch an arktische Forschungsstationen in den achtziger Jahren entdeckt. Das waren Antrecht die Briten, die das festgestellt haben, von.
In den sechziger Jahren gab's neulich erste Messungen, die wurden aber noch nicht ernst genommen, aber in den achtziger Jahren, damals auch die DDR-Station Georg Forst.
Hat dies ähm schon noch festgestellt. Es ist insofern interessant, dass man praktisch,
erkennen kann, wie hat sich das entwickelt? Man wusste, dass Ozon ein ein äh Treibhaus, also das den Treibhausen schickt, wenn das Loch da ist, ein Charakter zu schickt.
Ankurbelt und man hat sowohl politisch reagiert, hat die FCKGs
aus dem Verkehr gezogen, das hat mehrere Jahre gedauert, aber man konnte auch als Verbraucher schon frühzeitig entscheiden und sagen, ich verzichte auf einen FDKW, Radstoff in meinem Haarspray oder sonst wie. Beides hat letztendlich zu dem,
Erfolg geführt und das ist wenn ich wenn ich ein gelungenes Projekt, dass das in Zukunft sich verkleidet hat
Es ist damals in den achtziger Jahren, neunziger Jahren Sprengstoff gewesen, da hätte er jetzt nicht verkleinert. Mit der Mosaikexpetition am äh Nordpol haben wir hat man auch ein kleinere Situationen auch im
festgestellt, dadurch, dass die dort vor Ort waren und gut zu Sondierungen durchgeführt haben.

[25:06] Aber ähm es ist nicht mehr das dramatische äh Produktion, doch der,
Haben sie eigentlich auch Zeit, Tiere zu beobachten in Antarktis? Also Pinguine und andere Bewohner.

[25:20] Auf jeden Fall.
Ähm als wir ankamen, war das Polar Sommer im Januar. Wir kamen am neunzehnten Januar hier an.
Vögel.
Passiert sind im Winter und jetzt den beginnenden Frühling. Natürlich besonders interessiert sind die frisch geschlüpfte Kühlkinder in der Nähe. Mhm. Ähm die in der Hardwarebucht eines,
seit Jahren bestehende Pinguinkollie, die äh von etwa bis zu fünfundzwanzigtausend Pinkeln, die wurden zweitausendachtzehn mal gequält im Rahmen eines Forschungsprojektes.

[26:01] Und die kommen jetzt über den Winter.

[26:04] Und die Eier sind jetzt unter dem männlichen Bauchfalten sozusagen. Die Weibchen sind wieder ins Meer gegangen, suchen Futter. Und jetzt ist die Zeit, wo diese.
Küken kommen und das ist da kann man sich vor Emotionen kaum zurückhalten, das ist einfach wunderschön, wenn die dann übers Eis wackeln und hinfallen,
Diese Zeit haben wir, das ist gern so am Wochenende, nur dass sie noch eine gemeinschaftliche Ausflüge dorthin.
Oh ja, das glaube ich, okay. Ja, ist ja auch sehr schwierig dann ähm sie müssen ja zusammenstehen, um in dieser Kälte überhaupt überleben zu können.
Das ist wirklich ein äh faszinierender äh Prozess, wenn's draußen wirklich die Stürme sind. Wir hatten gestern Windgeschwindigkeiten von hundertzwanzig Stundenkilometern, das ist auf der amerikanischen.
Dann sagt sich kein Mensch hier vor die Tür, also nur das, was wirklich notwendig ist unter überwintern die Penuine hier.
In dieser Kälte und kommen auch zum Teil vor Kälte um. Das ist normale Natur. Und es gibt hier einen äh Beobachtungsturm in der Nähe von der Kolonie, das nennt sich Spot, SPMT.

[27:11] Das wird von der Universität Erlangen gesteuert und dort werden die Pinguine mit hoch auflösenden Kameras beobachtet, wie die Haddeln, so nennt sich das, wenn die so zusammenstehen.
Entstehen außen die Leute, die,
aber ist ein ständiger Bewegungsprozess und das wird beobachtet, wie sich das formuliert und so dass jeder mal außen gestanden hat und dann in die Mitte vor äh.

[27:35] Äh russen können. Da gibt es auch Thermographieaufnahmen, das ist hochinteressant und wir sind eines der wenigen phänoiden Beobachtungsstationen.

[27:44] Mhm. Ähm jetzt haben sie da auch Spezialisten für an Bord oder ähm ja, die kommen meist im Sommer als Sommerwissenschaftler, dann werden die individuelle zum Teil gechickt
das sieht man auch sieht wie weit schwimmen denn überhaupt heraus
dass man sie wieder in Paarungsfähigen Alter wieder zurück wer findet wen
und dann stellt man fest, die sind also praktisch sehr treu und finden immer das Weibchen oder das Männchen am, an Rand des äh Geräuschkulisse, sonst sehen die alle gleich aus. Aber sie haben unterschiedliche Stimmlagen und sie schwimmt tatsächlich bis zu tausend Kilometer raus
aufs Meer, um die Haut zu singen, keine Meereskrebse.

[28:30] Ein Forschungsprojekt, das nennt sich Mare, MR. Mhm, mhm
Hm, ich habe gelernt, es gibt auch eine Funkstation an Bord. Ähm und zwar mit dem Rufzeichen DP null, GVN, Georg von Neumeier, ähm
Das ist, glaube ich, etwas für Freaks, also für Funker. Äh wie kommt man denn mit dieser Station am besten in Kontakt? Ehrlich gesagt
Ihr fragt euch übrigens, wann die Funke untereinander haben ja ihre eigenen Codes und man kommt tatsächlich in äh wir haben eine Funkerin hier an Bord. Mhm. Es ist eine IT
und ihn mit Leidenschaften natürlich auch gerne schont und sie macht regelmäßige ähm Funkkontakt über ein Satelliten mit Schulklassen, mit anderen Funkeln querbeet und auch auf den Polarstern, auf dem Schiff kommen da ständig gefunkt,
Aber ich glaube, das ist so äh in seinem Bereich dann
bin ich jetzt nicht der Fachmann, muss ich ehrlich sagen, das da kommt dann natürlich in den Kontakt und es funktioniert, also sie kriegt von aus aller Welt Anfragen und die unterhalten sich dann und und gibt es immer wieder Gespräche mit
Schulklassen auf den Malediven oder sonst wie das ist total bunt,
Oh, das kann man schwimmen, okay. Das ist ja auch eine große Aufmerksamkeit für das Thema, was sie verfolgen. Ähm die Neumayer Station steht ja auf Stelzen, die ist ja nicht irgendwie eingerammt und ich glaube, der
Boden, Erdboden unter jenes zweihundert Meter unter ihnen, also dazwischen liegt Eis. Ähm.

[29:58] Wir haben uns das vorzustellen in den stellst du mir dann glaube ich regelmäßig angehoben und unterfüttert. Ähm wie viel läuft das ab und warum machen sie das?
Die Station hat eine patentierte Bauweise. Mhm. Und zwar stehen wir hier auf dem Schelfreich, wie die sagten, etwa zweihundert Meter dick und
Unter uns ist letztendlich mehr
und eines dieser Forschungsprojekte will ich übrigens, dass wir Mikrofone in dieses Meer durchbohren und ähm führt sogenannte Mikrofone und die Tiere unter Wasser sozusagen mit Google Kulisse aufnehmen
Die Station selber
hat zwei Vorgänge, wir nennen uns Neumeierstation drei und zwar hat vorher die Station und dann die Station zwei
beide Stationen sind im Eis versunken. Deren Konstruktionsweise waren Rührensysteme, die letztendlich durch die Abwärme immer mehr eingeschmolzen sind
und zusätzlich kommt es zu zutrag, dass es sozusagen der Neuschnee, der hier fehlt, so dass man die Station irgendwann mal.
In der Tiefe von etwas dreizehn, fünfzehn Meter unter der Oberfläche aufgegeben hat.

[31:07] Diese Stationen sind praktisch jetzt hier im Einzelnen, die zur Zeit nicht Rückstand zu muss,
ähm abgebaut worden. Mhm. In der Antarktis müssen wir rückstandslos arbeiten, das heißt.
Alles, was wir hier verwenden, sollte nach neueren Kriterien auch abbaubar sein und so hat man mich überlegt, wenn wir die Station aufstellen und diese späten.
Immer wieder stellen sich sechzehn Stelzen vor und dann wird man ein Beinchen angehoben mit Schnee unterfüttert und wieder abgesenkt.
Und das mit allen sechzehn Stützen dann anschließend mit einer Hydraulik, die ganze Station um ein Meter angehoben.
Das ist eine Aktion, die ziemlich aufwendig ist, die im Sommer immer von Technikern, Spezialtechnikern gemacht wird.
Und die Interzug ist die Station nicht versinkt im Schnee. Das ist der einfache Zweck der ganzen Geschichte. Wir wollen rückstandsfrei arbeiten.

[31:59] Bedeutet runterdekliniert bis ins Detail, dass alle unsere Körpersekrete zum Beispiel eingetütet werden, aus der Kläranlage und in Reimann sozusagen wieder zurück den Weg nach Europa finden. Wir lassen nicht.
Mhm. Oh, das ist ja logisch, ja. Das heißt, sie
Station ist quasi wie so ein Käfer, der sich die ganze Zeit dann äh auf auf die Eisschichten oben drauf stellt und und äh stetig mitwächst. Okay, also man hat so ein Parkdeck quasi, wo dann der Schnee dann reingefahren wird und da füttert wird
Okay, sehr gut. Ähm.
Wer es schaffen äh sprachen ja schon über das Schiff, die Polarstern, ähm normalerweise würde man ja auch mit Flugzeugen pflegen können, das ging wegen Covidwol nicht, weil keine Flugverbindungen da waren. Ähm
Sie hatten da mit ja natürlich eine einmalige Reise, die heutzutage ja vier Wochen äh auf einem Schiff, äh das macht man nur zu Kreuzfahrtzwecken, glaube ich, noch. Ähm was waren die Eindrücke von dieser Reise? Hatten sie Stürme, war das ähm etwas
ähm hast du den besonders eindrücklich war? Es war eine extrem beeindruckende Reise,
beginnend kurz vor Weihnachten in Bremerhaven kann rasch wärmer werden, an den kabradischen Inseln und dann.

[33:16] Die äh tropischen Temperaturen um den Equarator, um dann wieder einzutauchen in eine
völlig abgeschiedene Welt, wenn einem die ersten Eisberge entgegen driften mhm. Zum riesigen Ausmaßen, die man steuert, dort vorzeitig äh sieht.

[33:35] Bis man dann letztendlich am Eis anlegt in einer nonstop Tour. Das ist ein unbeschraubtes beschreiblicher Moment gewesen. Er war.
Deswegen erforderlich um uns absolut Kontakt frei aus dem Hotelzimmer, wo wir diese Quarantäne hatten, auf die Antarktis zu befördern. An so, Corona-Ausbruch hier auf der Station wäre ein Desaster.

[33:58] Wenn die Station unbesetzt ist, geht die Station hier zugrunde. Man muss Leute hier haben, dann die die Station am Laufen halten, Ingenieure, die auch.
Kraftstoff nachfüllen, die Windkraftanlage fetten und die die äh Wissenschaftler, die die Nextpartner heben, wie meinetwegen der Meteorologe, der den Ballon steigen lässt.

[34:18] War das ähm eine.
Notwendige Aktion, die für uns natürlich extrem spannend war und das ist äh im Stil der alten Polarforscher, die ja mit Segelschiffen hierher kamen, was jetzt zu einem Zeitreise wieder zurück in die.
Fußforschung. Man muss sagen, es,
gab, die Spanier haben genau das gleiche gemacht wie sie, haben genau die Isolation gemacht und sind bitte dran Militärschiff zeitgleich gestartet mit der.

[34:51] Und die mitten im Atlantik, als dann die erste Corona-Ausbrüche waren und äh die.
Anzahl der Coronakranken auf dem Schiff, in der Enge, auf den Gängen, vermutlich auch, hat sich innerhalb von achtundvierzig Stunden vervierfacht,
so dass die komplette spanische Forschungslandschaft umgedreht ist und haben angelegt, dass in Zeitungen äh nachlesbar.
Mussten sozusagen die ganze Mission abbrechen. Wir haben auch einhundert Portionen Glück gehabt, dass wir da durch kamen.
Dass nichts passiert ist, denn man muss sich vorstellen, wir sind im Dezember ausgereist, das war der Beginn der zweiten großen Welle.
Mhm. Und das war extrem gefährliche Zeit und.
Haben wir echt Glück und toi, toi, toi, es ist auch weiterhin so, wir hatten vorbeugend viel Coronaausbrüche. Hier haben wir eine PCR-Maschine stehen
Sauerstoff mitgenommen, wir haben mehr Beatmungsgeräte, wir haben mehr Medikamente, Antibiotika, die sonst üblich hier, ich bin ja der Arzt auf der Station
da ist erheblich vorgesaugt worden, auch Infektionsschutz FDP zwei Masken und was man so alles benutzen kann. Gott sei Dank bisher nicht
benötigt.

[36:03] Wo sehr gut prima. Dann wünsche ich ihnen noch einen äh guten Aufenthalt auf der Georg von Neumeier drei. Wie lange bleiben sie noch?

[36:14] Das weiß ich nicht. Gut, irgendwann wird's wieder Sommer, sage ich ihnen. Ähm, dann wünsche ich ihnen noch einen guten Aufenthalt und äh ich glaube, das war das erste Interview, was wir in Radio X hier mals mit der Antarktis hatten
und äh bedanke mich ganz herzlich für das Interview Herr Doktor Jancik.
Sehr geehrter Herr. Gehen wir jetzt auf Biopharmazotika ein.
Frankfurt ist übrigens ein Hauptstandort für die Produktion von Biopharmazeutiker. In Höchst bei der Firma Sanophie Aventis.
Firmentiere für zweihundertvierzigtausend Liter dieser Stoffe zur Verfügung.

[36:57] Biopharmazeutiker sind gentechnisch hergestellte Arzneimittel.

[37:02] Die gentechnische Herstellung ist eines der anspruchsvollsten Herstellungsverfahren für Arzneimittel überhaupt.

[37:09] Synthetische Aufmalmittel werden in einem hoch reproduzierbaren Verfahren aus chemischer Synthese hergestellt, während Biopharmazotika in lebenden Zellen produziert werden.
Es handelt sich um einzigartige, gentechnisch veränderte Zelllinien, deren Produkte und da stark temperaturabhängigen Nährstoffabhängigen und unter Abhängigkeit von anderen Produktionsbedingungen hergestellt werden.
Da sie viele tausende von Atomen enthalten, sind sie analytisch schwieriger zu Charakteren als chemische Wirkstoffe.
Chemische, synthetisierte Arzneimittel häufig in Tablettenform eingenommen werden können und innerhalb oder außerhalb von Zellen wirken, werden Biopharmazotiker in der Regel injiziert
oder durch Infusion verabreicht und wirken äußerlich auf Zellen oder im Blutkreislauf.

[38:07] Erste Bio-Format Saartikum rekombinates, human Insulin kam neunzehnhundertzweiundachtzig in den USA und in Deutschland auf den Markt. Rekombinate, Insuline.
Human identisch oder modifiziert haben, seither das ältere Insulin ersetzt.
Dass aus den Bauchspeicheldrüsen von Schweinen und Rindern gewonnen wurde.
Vielleicht wichtigster Vorteil, sie lassen sich unabhängig von der Verfügbarkeit von Schlachttieren gewinnen.
Ohne Gentechnik hätte schon ab Mitte der neunzehnhundertneunziger Jahre die Insulinproduktion aus Schlachttieren nicht mehr zur Behandlung der darauf angewiesenen Diabetiker ausgereicht.

[38:49] Ziel, sich von einer zu unzuverlässigen und mit Risiko behafteten Quelle unabhängig zu machen, war typisch für die ersten Bio-Pharmazeutiker, der neunzehnhundertachtziger Jahre.
Ersetzte das gentechnische Wachstumshormon, das Natürliche aus Leichen gewonnenen Hormon,
in einigen Fällen zur Übertragung von tödlichen Krankheiten geführt hatte und bei Hepatitis B Impfstoffen machte.
Gentechnik, die Aufarbeitung des ansteckenden Blutes infiziert er obsolet. Mittlerweile gibt es weitere Impfstoffe, die gentechnisch hergestellt werden,
Impfstoffe gegen Humanpapilomviren, HPV, also die Verursacher von Gebärmutterhalskrebs,
von Cholera, von Pneumokokken, sowie einen Passiv-Impfstoff gegen das Virus RSV, das vor allem für Frühchen gefährlich werden kann.

[39:42] Infektionskrankheiten lässt sich immer noch nicht vorbeugen
dank Gentechnik, sind nun aber unter anderem neuartige Schutzimpfungen gegen die hierzulande häufige Hirnhautentzündung durch Menigokokken sowie
gegen Malaria, Tuberkulose und Denke, Fieber in Entwicklung.
Impfstoffe mit ihren rekombinaten, antigen, aktivieren das Immunsystem für Jahre bis Jahrzehnte, die am weitesten fortgeschrittener.
Der am weitesten fortgeschrittene Malaria-Impfstoff ist speziell für kleine Kinderentwicklungsländern bestimmt, weil diese am meisten gefährdet sind, bis,
Man geht davon aus, dass ein Impfstoff, der zugelassen sein wird, möglicherweise die Todesrate halbieren wird.
Bei Diabetes eins vernichtet das Immunsystem schon im Kind so der Jugendalter binnen eines halben Jahres die körpereigene Insulinproduktion
Die Betroffenen sind dann lebenslang auf Insulin, Injektionen angewiesen. Nun erproben mehrere Unternehmen
Ticker, darunter Antikörper, die das Immunsystem zur Rason bringen sollen.

[40:55] Vielleicht ist Diabetes Typ eins rechtzeitig erkannt in einigen Jahren, kein unabwendbares Schicksal mehr.
Forscher suchen im Gewebe nach neuen Ansatzmöglichkeiten für neuartige Bio-Formation gegen Alzheimer, Krebs und andere Krankheiten.
Demenzerkrankungen nimmt weltweit zu. Zweitausendfünfzig dürften alleine in Deutschland rund eins Komma acht Millionen Kranke an der Demenz,
also Alzheimer, Leiden
Die vorhandenen Medikamente können den Fortschreitenden Verfall von Intellekt und Persönlichkeit nur kurze Zeit aufhalten. Typisch wird diese Krankheit sind Proteinklumpen zwischen den Gehirnzellen.
Mehrere Unternehmen testen derzeit monoklonale Antikörper, die den Abbau dieser Plug veranlassen.
Krebstherapie, fast dreißig Prozent aller neuen Biopharmazeutiker.

[41:54] Die derzeit die klinische Erprobung unter das Zulassungsverfahren durchlaufen, dienen der Tumortherapie.
Viele davon basieren auf Antikörpern, die sich gezielt an bestimmte Oberflächenproteine binden,
bei einem bestimmten Tumor häufig auftreten. Parallel mit zum Medikament wird dann häufig auch ein Test entwickelt, mit dem das Betreffen der Oberflächenprotein nachgewiesen werden kann.

[42:20] Gentechnik ermöglicht zudem die Herstellung von therapeutischen Impfstoffen, die das Immunsystem eines Patienten den Kampf gegen die Tumorzellen einbeziehen sollen.
Mehrerer Impfstoffe, unter anderem gegen den schwarzen Hautkrebs, Blumen und Brustkrebs werden derzeit in Studien erprobt.
Erster Impfstoff zur Therapie von Prostatakrebs hat in den USA im April zweitausendzehn die Zunge sprechen wir nun mit,
Rolf Hömke, Verband der forschenden Pharmaunternehmens. Und mich interessiert natürlich grade jetzt in der äh Diskussion über Corona, Impfungen und die ähm
Findung von Medikamenten. Wie ist der Stellenwert der der Gentechnik, also dieser.
Ganzen ähm Impfstoffe bestehen ja häufig auf gentechnisch ähm initiierten Verfahren. Wie ist die Rolle der Gentechnik in der heutigen Pharmakologie?

[43:16] Ja, schönen guten Tag Herr Sinning. Die Gentechnik hat,
Ja, schon in den neunzehnhundertachtziger Jahren Einzug gehalten.
In die Entwicklung von Medikamenten und sie hat heute einen festen Platz. Es gibt dreihundertfünfzehn gentechnisch hergestellte Medikamente.

[43:37] Und unter den Projekten, die jetzt angefasst werden, ist so ungefähr sind's so ungefähr vierzig Prozent, wo die neuen Wirkstoffe gentechnisch sind,
Die Mehrheit, so sagen wir mal dreiundfünfzig Prozent sind aber weiterhin chemisch, synthetisch hergestellte Medikamente und der Rest
neu entwickelt wird, basiert auf Naturstoffen. Also Gentechnik heißt die Voraussetzungen werden geschaffen durch ähm Forschung am Binom und durch durch Veränderungen, die Medikamente selber umfassen dann teilweise nicht die
äh die Gentechnik an sich, sondern sind dann auf eine andere Weise hergestellt oder anders. Bei jedem Medikament.
Heute entwickelt wird, ist Genomforschung.
Beteiligt. Mhm. Genomforschung ist einfach ein fester Bestandteil, um sich klar zu werden, wie Krankheitsprozesse auf der Ebene der Moleküle ablaufen. Das braucht man immer.
Gentechnische Medikamente sind nun solche, die eben in Anlagen hergestellt werden.
Mit Bakterien oder mit anderen Zellen, in denen tatsächlich eine Genveränderung vorgenommen wurde, damit sie diese Herstellung überhaupt machen können.

[44:59] Okay. Wovon unterscheidet sich das jetzt? Ähm also es wird ja häufig diskutiert über Landwirtschaft und gentechnisch manipulierte Pflanzen. Sohn unterscheidet sich das jetzt äh von vom Grundsatz her.
In beiden Fällen wird Gentechnik dafür eingesetzt, dass Zellen verändert werden und dann bestimmte Moleküle herstellen können.
Oder Moleküle auf eine etwas andere Weise herstellen können, als sie das von alleine könnten. Mhm. Ein wesentlicher Unterschied ist aber.
Das praktisch immer.
Die Gentechnik in der Arzneimittelwelt stattgefunden hat in einem Labor und die Produktion findet dann in großen Stahl oder auch mal Plastikbehältern statt,
in einer Produktionsanlage. Das heißt, nicht irgendwo draußen.

[45:56] Zellen, die in diesen Produktionsanlagen sind, werden auch außerhalb dieser Anlagen gar nicht lebensfähig.
Ja, ganz spezieller Ansprüche, mit was man sie ernähren muss, wie das mit der Temperatur in allen möglichen sein muss, sonst sind die nicht lebensfähig.
Okay, verstehe. Das heißt also die es gibt keinen Ausgabe ins Freiland, äh kann äh kein äh Leben
gentechnisch verändertes Leben quasi außerhalb dieser dieser abgeschlossenen Anlagen. Ganz genau. Ähm jetzt ist es ja möglich, gerade durch diese
zugeschnittenen Verfahren ähm Krankheiten zu lindern, vielleicht sogar zu heilen, die bisher als unheilbar galten oder als ähm als äh sehr
nicht weit verbreitete Krankheiten, die also wirklich bei ein paar Promille Bevölkerung äh auftreten und äh was halt wirtschaftlich sich sonst überhaupt nicht gab.
Darstellen lassen, wie wie hat sich da die Entwicklung verbessert? Also in der Tat ist es nun seit wenigen Jahren möglich.

[46:56] Dass man einige Erbkrankheiten behandeln kann, also Krankheiten, bei denen Menschen auf die Welt gekommen sind, eben mit
bestimmten defekten Genen, wodurch sie bestimmte Stoffe nicht bilden können oder wodurch sie bestimmte Stoffe, wenn sie mal gebildet sind, nicht wieder abbauen können. Auch das ist ja ein Riesenproblem, denn unser,
Organismus funktioniert ja eigentlich so, dass zur rechten Zeit immer das nötige gebaut und dann auch schnell genug wieder abgeräumt wird, damit man Platz hat
was anderes an diese Stelle zu setzen und wenn es an einer dieser beiden Stellen nicht funktioniert, dann kann es zu großen Problemen kommen und da konnte man früher
nur in einigen Fällen.

[47:40] Eingreifen. Jetzt aber hat man die Möglichkeit, bei einigen wenigen Krankheiten tatsächlich wirklich sogar auf der Ebene der Gene,
anzusetzen, das heißt, man kann einige Zellen dieser Patienten tatsächlich mit intakten Genen ausrüsten,
das ist auch eine der wenigen Ausnahmen, wo tatsächlich mal medizinische gentechnik dann eben auch aus dem Labor oder aus dem Produktionsbehälter rauskommt, denn diese Menschen haben dann ja
zumindest einige Zellen deren Gene korrigiert sind oder eben ungesunde Gene ergänzt.

[48:18] Populärwissenschaftliches Beispiel für eine Krankheit? Also das sind
Großenteils Krankheiten mit sehr speziellen Namen sind die auch
in der ärztlichen Welt sag ich mal nicht oft auftreten. Es gibt beispielsweise eine Krankheit, die heißt Leukodystrophie, die führt dazu, dass Zellen.
Im Nervensystem.
Bestimmten Müll sozusagen nicht abräumen können und deswegen kaputt gehen. Das heißt, das ist eben eine Degenerationskrankheit, bei der man bisher nicht viel machen konnte. Jetzt gibt es tatsächlich eine Gentherapie,
und die Betreffenden sterben wahrscheinlich. Wir haben sehr früh oder haben Langzeitfolgen? Ja, ganz genau. Mhm. Oder eine andere Sache.
Ist äh Ada Skit, ein bisschen äh besser bekannt vielleicht unter dem Begriff Bubbleboy Krankheit. Das sind Kinder, die kommen
die Welt und ihr Immunsystem
ist kaum im Stande, sich gegen fremde Keime zu wehren, weil ihnen ein ganz entscheidendes Enzym fehlt, das einfach eine Hauptrolle spielt im Immunsystem
diese Kinder musste man früher eben wirklich in Bubbles, also in weitgehend sterile Plastik.

[49:38] Welten äh hineinbringen. Das war die einzige Chance, wie sie überleben konnten mit allen entsetzlichen Einschränkungen, die das mit sich bringt
aber es gibt eben nun seit einigen Jahren eine Gentherapie, das heißt, man kann eben Zellen dieser Kinder
mit dem fehlenden Genen ausrüsten oder dem fehlenden Gen, ausrüsten und es ihnen damit ermöglichen, doch noch.
Ein äh brauchbares Immunsystem aufzubauen. Mhm.
Das klingt sehr positiv. Ähm jetzt haben wir aus Corona ja die Schlussfolgerung gezogen, dass
Verfahren zur zur Erteilung, zur Zulassung von Medikamenten, die ja bisher sehr langwierig waren, gerade bei Impfstoffen, ähm äh doch sehr, sehr beschleunigt werden konnten durch gemeinsame Kraftanstrengung und es war natürlich eine Ausnahmesituation jetzt, aber ähm
hat man daraus auch etwas gelernt äh in der Branche, äh dass man da zum Beispiel schneller reagieren kann oder schneller zu Zulassungen kommen kann. Gerade für
Medikamente, wo man relativ gut abschätzen kann, vielleicht anhand von genauen Forschungen, wie sie äh funktionieren.

[50:51] Also in der Tat hat man eindrucksvoll gesehen, was möglich ist
wenn man Projekte priorisiert und wenn eben ganz viele Menschen gleichzeitig an einem Projekt arbeiten. In den Firmen, in den medizinischen Einrichtungen, aber auch bei den Genehmigungsbehörden. Mhm.
Das war sehr personalintensiv
und das zeigt einem, wenn man so viel Personal auf eine Sache bringt, kann man eine wesentliche Beschleunigung erreichen, aber das muss man natürlich auch erstmal haben und das muss man auch bezahlen
und so wie wir jetzt verfasst sind, wäre eben so viel Personal überhaupt nicht da, um das für alle möglichen Krankheiten zu machen.

[51:35] Was ist in jedem Fall nicht geben darf, das ist auch ganz klar, es darf keine Abstriche geben bei der Erprobung.
Jedes Medikament und so hat man's ja bei den Impfstoffen auch gemacht,
muss konsequent durch die Schritte durch. Das heißt, erstmal Erfindung im Labor natürlich dann auch da schon alle Labortests, die man machen kann auf Sicherheit,
dann die Erprobung mit Tieren, um hier die Verträglichkeit abzuschätzen, dann die Erprobung erst mit wenigen gesunden und dann,
die Erprobung mit wenigen Kranken, wenn's um therapeutisches Medikament geht und schließlich mit vielen Kranken auch hier wieder in der Therapiesituation oder das Ganze natürlich mit gesundem, wenn's um Impfstoffe geht. Man hat das komplette Programm
durchgezogen, man hat keinen Schritt übersprungen und das war richtig so. Nur deshalb haben wir jetzt eben die Information über die Wirksamkeit und die Verträglichkeit dieser Impfstoffe, die wir gebraucht haben. Herzlichen Dank für das Interview,
Am Telefon begrüße ich nun Frau Doktor Schlang von Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt. Stellen sie sich doch bitte schon unsere Hörer kurz vor.

[52:46] Ja, schönen guten Tag. Mein Name ist Christiane Schlang. Ich bin Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und leite seit Oktober
zweitausendzwanzig die Abteilung Psychiatrie hier im Gesundheitsamt
wir haben verschiedene Aufgaben, wir betreuen zum einen den sozialpsychiatrischen Dienst, den Kinder-und Jugendpsychiatrischen Dienst, wir haben aber auch eine große Abteilung für äh Gesundheit im Alter und Prävention
und eine Stabstelle zu psychosozialen Notfallversorgung. Ich selber bin auch Psychiatriekoordinatorin, das heißt ich koordiniere im Prinzip die psychiatrischen Angebote in der Stadt
Stadt Frankfurt ist ja in der Großstadt und hat äh auch über die ähm Metropole hinaus eine große Reichweite. Welche Bedeutung hat die sozialpsychiatrische äh Betreuung in der Stadt Frankfurt nun während der Coronazeit erlebt?
Ja, das war natürlich eine sehr, sehr schwierige Zeit für uns. Ähm zum einen ist es hier im Gesundheitsamt natürlich so gewesen, äh dass wir mit Aufgaben der Pandemiebetreuung zusätzlich äh.

[53:50] Betraut waren. Hm.
Dadurch natürlich eigentlich unsere Angebotspalette auf das, was gesetzlich vorgeschrieben ist, ähm begrenzen mussten. Wir haben natürlich das nicht so ein bisschen
aus den Augen verloren
ähm dass diese Zeit auch sehr belastend ist für viele Menschen und haben versucht auf niedrigem Niveau, das was auch unter den Hygienevorgaben ging, zu machen, auf unserer Webseite Angebote zur Verfügung gestellt. Wir haben ähm gemeinsam mit den Vereinen, die hier ähm.
Im Stadtgebiet die sogenannte komplementäre Betreuung gewährleisten, äh versucht, ein Minimum an Angeboten aufrechtzuerhalten, haben zum Beispiel den telefonischen Krisendienst der Erreichbarkeitszeiten aufgestockt. Ähm.

[54:36] Ja, es gab es verschiedenste äh Hotlines, die eingerichtet worden sind. Ähm zum einen ähm eben die diesen Krisendienst, den Telefonischen, dann war's aber auch ähm eine Hotline der Goethe-Universität, ähm
an die man sich mit Fragen wenden konnte und ähm das Infotelefon ähm der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, also es gab da verschiedenste Angebote
in diesen äh telefonischen und auch online Bereich, wobei man dann natürlich sagen muss, dass wir nicht alle Menschen damit erreichen. Also die Zugangshürden
Sie sind auf der einen Seite natürlich niedrigschwelliger, weil man einfach zum Telefon greifen kann oder zum Computer. Auf der anderen Seite gibt es doch auch einige
dir entweder die technischen Möglichkeiten nicht haben oder denen dann auch misstrauen und denen einfach der direkte Kontakt wichtiger ist, der hat sicherlich sehr gelitten in dieser Zeit
Ich danke Ihnen Frau Doktor Schlank ganz herzlich für das Interview. Dankeschön.