Warum ich angefangen habe, Brot zu backen

Ein Gegengewicht zur modernen Arbeitswelt mit ausufernder Bildschirmzeit
Sendung vom 2026/10/07 17:00:00 GMT+2
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Brot

Der Vortrag von Christoph Stoettner (stoeps): Warum ich angefangen habe, Brot zu backen media.ccc.de/v/froscon2026-3542-warum_ich_angefangen_habe_brot_zu_backen

 Acht Stunden am Rechner, der Kopf raucht – aber der Körper hat keinen einzigen Schritt 
 gemacht. Das Gehirn ist erschöpft, hat aber nichts Greifbares vorzuweisen. Kein Ergebnis, 
 das man anfassen, riechen oder essen kann. Ich habe irgendwann angefangen, Brot zu 
 backen. Sauerteig, Brötchen, Focaccia. Nicht als Hobby. Als Gegengift.

 Wer in der IT arbeitet, kennt das Phänomen: Ein langer Arbeitstag hinterlässt einen mental 
 leer, körperlich aber völlig unberührt. Das Gehirn hat stundenlang Probleme gelöst, 
 Entscheidungen getroffen, auf Bildschirme gestarrt – und am Ende des Tages gibt es nichts 
 Physisches, das zeigt, dass man überhaupt da war. Kein sichtbares Ergebnis, nichts zum 
 Anfassen, nichts, das nach Arbeit riecht.

 Irgendwann habe ich angefangen, Brot zu backen.

 Was zunächst wie eine Laune wirkte, hat sich als echtes Gegengewicht zur Bildschirmarbeit 
 herausgestellt: Beim Backen arbeitet die Hand, nicht der Kopf. Der Teig gibt direktes, 
 ehrliches Feedback – nicht nach dem nächsten Deployment, sondern sofort. Das Ergebnis ist 
 greifbar, riechbar, essbar. Und wenn etwas schiefgeht, liegt es nicht an einem 
 Merge-Konflikt.

 Dieser Vortrag ist kein Produktivitäts-Hack und keine Wellness-Predigt. Es ist eine 
 persönliche Geschichte darüber, warum handwerkliche Arbeit für Menschen, die den ganzen 
 Tag abstrakt denken, eine besondere Qualität hat – und warum ausgerechnet Sauerteig dabei 
 eine Hauptrolle spielt. Ich teile:

 - Warum ich angefangen habe – und was mich dazu gebracht hat, weiterzumachen
 - Was Backen neurologisch und psychologisch anders macht als andere Ausgleichsaktivitäten
 - Meine liebsten Rezepte: Sauerteigbrot, Brötchen, Focaccia – mit allem, was ich dabei 
 gelernt (und falsch gemacht) habe
 - Wie man mit Sauerteig anfängt, ohne sofort zu scheitern

 Zielgruppe: alle, die zu viel Zeit vor dem Rechner verbringen und deren Hände sich manchmal 
 nach echter Arbeit sehnen.
Playlist

Transkription

Hallo, hier ist das Politupia Magazin, euer gesellschaftspolitisches Magazin bei Radio X, dem Frankfurter Bürgerradio. Schön, dass ihr dabei seid, schön, dass ihr zuhört. Wir unterhalten uns heute übers Brotbacken.

Machen wir ja sonst nicht so oft, aber wir haben hier einen interessanten Vortrag gefunden, den möchten wir euch vorstellen. Gehalten hat ihn der Christoph Stöttner, mit Spitznamen Stöpps, auf der Froscon 26, also in diesem Jahr. Er berichtet, wie er dazu gekommen ist, regelmäßig Brot zu backen und was das für ihn bedeutet.

Selber beschreibt er so, warum er das Ganze macht. Acht Stunden am Rechner, der Kopf raucht, aber der Körper hat keinen einzigen Schritt gemacht. Das Gehirn ist erschöpft, hat aber nichts Greifbares vorzuweisen.

Kein Ergebnis, das man anfassen, riechen oder essen kann. Ich habe irgendwann angefangen, Brot zu backen. Sauerteig, Brötchen, Focaccia.

Nicht als Hobby, als Gegengift. Wer in der IT arbeitet, kennt das Phänomen. Ein langer Arbeitstag hinterlässt einen mental leer, körperlich aber völlig unberührt.

Das Gehirn hat stundenlang Probleme gelöst, Entscheidungen getroffen, auf Bildschirme gestarrt. Und am Ende des Tages gibt es nichts physisches, das zeigt, dass man überhaupt da war. Kein sichtbares Ergebnis, nichts zum Anfassen, nichts, das nach Arbeit riecht.

Irgendwann habe ich angefangen, Brot zu backen. Was zunächst wie eine Laune wirkte, hat sich als echtes Gegengewicht zur Bildschirmarbeit herausgestellt. Beim Backen arbeitet die Hand, nicht der Kopf.

Der Teig gibt direktes, ehrliches Feedback. Nicht nach dem nächsten Deployment, sondern sofort. Das Ergebnis ist greifbar, riechbar, essbar.

Und wenn etwas schief geht, liegt es nicht an einem Merge-Konflikt. Dieser Vortrag ist kein Produktivitäts-Hack und keine Wellness-Predikt. Es ist eine persönliche Geschichte darüber, warum handwerkliche Arbeit für Menschen, die den ganzen Tag abstrakt denken, eine besondere Qualität hat.

Und warum ausgerechnet Sauerteig dabei eine Hauptrolle spielt. In dem Vortrag geht es jetzt also darum, warum ich angefangen habe und was mich dazu gebracht hat, weiterzumachen. Was Backen neurologisch, physiologisch anders macht als andere Ausgleichsaktivitäten.

Meine liebsten Rezepte, Sauerteigbrot, Brötchen, Focaccia. Mit allem, was ich dabei gelernt und falsch gemacht habe. Wie man mit Sauerteig anfängt, ohne sofort zu scheitern.

Die Zielgruppe, alle, die zu viel Zeit vor dem Rechner verbringen und deren Hände sich manchmal nach echter Arbeit sehnen. So beschreibt also jetzt Christoph Stöttner seinen Vortrag, den er bei der FrostCon 26 gehalten hat. Wir hören hinein.

Super, also dann auch willkommen von mir. Ein voll IT-lastiges Thema, Brotbacken. Wir reden auch über ein paar Rezepte.

Ich habe dann den Sauerteig eher weggelassen. Das war mir zu kompliziert am Schluss. Wir haben so schon irgendwie knapp 70 Folien.

Ich bemühe mich aber, mein Zeitmanagement so pünktlich abzuschließen, dass wir raus zum Bier können, wenn es losgeht. Ich bin der Stöps oder Christoph. Ich höre nicht auf Herr Stöttner, das ist mein Vater.

Komme dialekttechnisch, wie man es hört, aus Bayern. Sollte ich nicht verständlich sein, bitte weist mich darauf hin. Sollte ich zu schnell werden, weist mich auch darauf hin.

Bin da manchmal ein bisschen gefährlich. Gut, ich mache Linux jetzt seit 30 Jahren. Schon immer, ich mag VI, ich verstehe Nano nicht.

Und ich glaube, einer der Sätze, der mich seit Jahren prägt, ist, wenn man den Prozess Excel enthält, dann ist der Prozess kaputt. Da stehe ich dahinter. Also ich habe ganz viele Kunden, die mit Excel ganz lustige Sachen machen und ich verstehe sie nicht.

Wie sieht mein Tag so aus? Also ich muss vielleicht mal weiter ausholen. Ich mache beruflich sehr viel Web-Sphere, also total Java-Stack in sehr großen Umgebungen mit internationalen Teams. Das ist manchmal schon vom Zeitlichen her schwierig.

Das heißt, ich fange gern früh an, um mit den asiatischen Kollegen noch etwas klären zu können und höre aber auch spät auf, um mit Mexiko und Amerika noch etwas klären zu können. Das heißt, ich habe dann zwischendurch einfach Zeit, wo man einmal seinen Teig rühren kann oder auch ein Brot in den Ofen schieben. Das ist so meine Wunschvorstellung von meinem Schreibtisch.

Klares, dunkles Bild, vielleicht nicht unbedingt ein MacBook, wie hier auf dem Bild. Die Tastatur ist schon okay. Keine große Ablenkung.

Meistens schaut es eher so aus. Der braucht dann nur Streicheleinheiten und was weiß ich nicht alles. Das heißt, er sitzt um 8 oder 9 Uhr am Rechner und braucht erstmal einen Belly Rub und dann geht es los.

Ist keine große Ablenkung, aber meistens ist das so die Zeit, wo ich das erste Mal durch meine To-Do-Liste durchscrolle. Dann vielleicht der erste Anruf, vielleicht irgendeinen Case öffnen, nochmal einen Kaffee holen, dass es wirklich klappt. Also ich bin eher so der Teetrinker, aber Tee oder Kaffee.

Gedanken sammeln. Dann geht schon der erste Chat hoch, irgendwie so Teams oder sonst irgendein Ding. Kannst mal ins Log XY anschauen, wir kriegen lauter Error Codes 500.

Das heißt, die To-Do-Liste ist wieder einmal vergessen, der Chat geht vor. Dann ist der Chat geklärt, also du hast diesen Error 500 abgehakt. Dann schaust du aufs Monitoring, dann wird das Ding schon wieder rot.

Das heißt, was ist da wieder los? Übrigens danke an Dirk für den Screenshot. Ich habe kein Monitoring gefunden, wo man das Kundensystem nicht erkennt. Das heißt, du guckst dann erstmal, warum sind diese zwei Services wieder okay.

Also warum sind die kaputt? Reparierst die. Die werden dann hoffentlich schnell wieder grün. Das Problem ist gelöst.

Wenn es gut läuft, habe ich Zeit für ein Postmortem, damit es das nächste Mal vielleicht schneller gelöst ist. Eventuell auch schon mal Zeit für ein kurzes Mittagessen. Planung für den Nachmittag, für die Migration sollte man vielleicht auch noch tun.

Zurück zur To-Do-Liste, die ist immer noch ungelöst. Also die Sachen, die man sich für den Vormittag vorgenommen hat, sind vorbei. Also sind immer noch nicht gelöst.

Aber der nächste Chat, diesmal vielleicht ein Meeting. Mal ad hoc irgendeinem Kunden etwas erklären. Mittagessen im Hinterkopf immer noch.

Eigentlich müsstest du ja noch den und den Download lösen, damit du am Nachmittag deine Migration starten kannst. Dann fährt man seinen ersten Nicht-Stören hoch. Startet die Migration oder ich mache die Migration.

Der Ping antwortet. Das heißt, die Migration hat einigermaßen geklappt. Es ist irgendwie kurz nach 5, der Tag ist vorbei und die To-Do-Liste ist immer noch nicht gelöst.

Bei mir ist es dann so, viertel nach 5 ist da, wenn der Kopf brummt. Der Kopf ist eigentlich komplett alle und fertig. Und der Körper sagt so, hey, was machen wir jetzt? Also entweder geht er dann laufen.

Ich muss es vielleicht weiter ausholen. Ich habe während meines Studiums in der Zimmerei gearbeitet, in der Metallverarbeitung, im Trockenbau. Und das war immer was Handwerkliches.

Das heißt, du bist abends von deinem Dach runtergestiegen und hast dann gesehen, okay, diese Dachziegel habe ich heute verlegt. Alles gut. Das heißt, du warst nicht nur körperlich kaputt, du hast auch für den Kopf gehabt, das ist gelöst.

Heute schubst du nur noch irgendwelche Lockfiles oder Bits und Bytes und der Kopf sagt so, ja, du hast eigentlich gar nichts getan heute. Ich habe jetzt mal angefangen, so eine Tada-Liste zu machen. Das heißt, alles, was nicht auf der To-Do-Liste zum Abhaken ist, schreibe dann extra noch in meine Notizen auf, ja, das habe ich heute gelöst.

Kann ich empfehlen. Ich finde, manchmal ist es so IT-vergleichbar wie der Wohnungsputz. Du siehst das nur, wenn du es nicht tust.

Das heißt, manche Systeme könnte man ja schon ein bisschen vorher betreuen, damit sie nicht abstürzen. Und das sind halt lauter so Tätigkeiten, die sehen wir gar nicht. Oder die sehen die User nicht, die sehen die Chefs nicht.

Zusätzliches Problem ist, die Zeiteinteilung mit den ganzen internationalen Teams macht es halt nicht wirklich einfacher. Und ich habe dann irgendwas gesucht, wie könnte denn das lösen, damit der Kopf zumindest einmal sagt, ja, du hast halt irgendwas gemacht. Das heißt, technisch haben wir natürlich eine Migration erfolgreich abgeschlossen.

Wir haben aus Monitoring, unser Monitoring ist grün, wir haben sogar Inzidenz, die User gemeldet haben, gelöst. Wir haben nicht mal einen schlimmen Ausfall produziert. Wir haben aber auch nicht wirklich Feedback.

Und ich arbeite viel im Homeoffice, wenn ich nicht bei Kunden sitze. Das heißt, mein Raum sieht immer gleich aus. Außer der Kater hüpft es einmal vom Stuhl runter, also vom Tisch runter und ist mal wieder weg.

Ich habe kein sichtbares Ergebnis. Und wann ich Feierabend mache, ist eigentlich meine Entscheidung. Das heißt, ja, ich werde jetzt vielleicht noch Mexiko klarmachen.

Oder ich werde denen kurz erklären, was die über die Nacht noch reparieren müssen, damit man am nächsten Tag vielleicht was anderes starten kann. Aber so richtig, dass ich sage, ja, jetzt ist 17 Uhr und 9 to 5, das klappt halt einfach nicht. Ja, der Körper ist unbeteiligt.

Und da hilft mir halt an meinem höhenverstellbaren Tisch nichts, dass ich mir zwischendurch sitze und aufstehe oder was. Das ist immer zu wenig. Und das Fertig ist nicht, dass wir selber abgeschlossen sind.

Das heißt, klar, man hat viele Sachen fertiggestellt. So eine Migration ist irgendwie fertig. Aber eigentlich sind wir ja nie durch.

Das heißt, so ein Server fällt ja trotzdem aus, obwohl wir mit dem Ding gearbeitet haben. Und mein Rechner läuft sowieso permanent. Und ich eigentlich auch.

Das heißt, dieses Runterkommen, das, was man früher so hatte, ich gehe jetzt bei der Bürotür raus und schließe mit dem Thema ab, mit dem habe ich schon immer Schwierigkeiten gehabt. Das heißt, ich habe immer zu Hause auf der Couch ganz viele Sachen gelöst. Das ist heute noch nicht besser.

Und ja, schauen wir uns das Ganze mal an. Was gibt es denn da so für Gegenmittel? Wenn man da das Internet durchsucht zu Brotbacken zum Beispiel, dann kommt man so auf die Top 4 der Quarter- und Midlife-Crisis. Wer hat denn eine Siebträgermaschine? Das sind ungefähr sieben.

Also Nummer eins ist die Siebträgermaschine, für die bin ich jetzt so geizig. Nummer zwei, wer fährt denn Rennrad? Eins, ja ungefähr gleiche Anzahl, Rennrad oder Gravelbike. Da bin ich auch gefährdet, bin eher der Mountainbike-Fahrer.

Dann auch etwas, was ich probiert habe, was sehr gut für die Ermüdung und so hilft, ist der Halbmarathon. Ich hatte noch irgendwann überhaupt keinen Nerv mehr. Ich habe bei meinem ersten und einzigen Halbmarathon null Spaß gehabt.

Die ersten 17 Kilometer waren gut und dann war es eine Katastrophe. Ich bin dann auch mehrere Jahre nicht gelaufen. Aber Halbmarathon, Marathon, dann gibt es so Wahnsinnige, die mehr als 40 Kilometer laufen, die Ultramarathon-Jungs und Triathlons.

Wobei, wo ist denn der Ultramarathon-Kollege? Der ist gar nicht da. Der kann nicht schwimmen, habe ich gehört. Das sagen kein Triathlon, okay.

Also das sind die drei und dann gibt es noch eine ganz neue, vor allem in dieser Quarterlife-Geschichte, da bin ich weit drüber raus, ist das Sauerteigbrot. Kommt gerade bei den Studenten ganz stark. Das funktioniert auch.

Wenn man so guckt, so in Social Media und in YouTube zum Beispiel, das machen irrsinnig viele und da gibt es auch irrsinnig viel Input. Und es gibt Leute, die während der Corona-Phase mit Sauerteig experimentiert haben. Es gibt einen, der hat inzwischen zwei oder drei Backbücher, der hat inzwischen eine Bäckerei auf Mallorca, der Joe, ganz toll zum anschauen.

Und das funktioniert für mich. Das heißt, ich kann da einigermaßen, ich kann mit meinem Teig arbeiten und ich sehe danach, was gut riecht, dass das auch noch schmeckt. Was ich überhaupt nicht kann, ist Süßwaren backen.

Das geht immer schief. Also herzhaft ja, süß nein. Ja, die ersten Versuche, ich denke, dass das so fünf, sechs Jahre her ist.

So bei Corona, kurz nach Corona. Ich bin ja eben gebürtiger Bayer. Wir werden großgezogen mit Laugenbrezeln mit Salz.

Das kriegt man bei uns schon lutschend als Baby im Wagen. Und bin dann vor zehn Jahren, glaube ich, umgezogen nach Hessen. Und das, was mir am meisten fehlt in Hessen, ist eine anständige Laugenbreze.

Und das war einer der ersten Backversuche, die ich gemacht habe, ist Laugenbrezeln. Wir kommen später auf das Rezept, das funktioniert auch. Das ist mal ein einfaches Rezept, mal ein einfaches Weißbrot mit Hefe.

Das heißt, wir machen es mal simpel, ohne Sauerteig. Sauerteig macht das Ganze immer ein bisschen komplexer. Schmeckt auch, hält vielleicht nicht ganz so lange wie der Sauerteig.

Und ich habe es im ersten Jahr mit diesen Hefemengen 25 Gramm auf 600 Gramm Mehl. Das ist heftig. Also diese Hefe schmeckst du auch, wenn du es irgendwann einmal ausprobiert hast.

So etwas lässt man auch nur eine Stunde gehen oder so. Ich lasse inzwischen zwei, vier, acht Stunden gehen. Da arbeitet man mit Hefemengen ein, zwei Gramm.

Und den schmeckt man nicht. Das funktioniert genauso. Man muss einfach mehr Zeit mitbringen.

Das funktioniert auch mit meinem Arbeitsablauf. Das heißt, ich kann in der Früh meinen Hefe- oder Sauerteigansatz oder vielleicht über Nacht vorbereiten. Ich kann dann den ersten Vorteig bauen.

Über Mittag den richtigen Teig. Dann geht er nochmal fünf, sechs Stunden. Und abends ist es roher und gut ist es.

Das ist einfach nur das Rezept. Was macht man denn? Also wer dieses Hefe-Weißbrot nachbacken möchte, ich habe irgendwo noch den YouTube-Link dazu, zusammenrühren, Stunde gehen lassen, in zwei Rechtecke drücken und so ein Salat formen. Nochmal 15 Minuten gehen lassen und backen.

Das tut schon. Das schmeckt auch gut. Wo ist eigentlich das Foto? Das ist gleich weiter hinten.

Ist egal. Da bekommt man ein Ergebnis raus. Das sind zwei Brote.

Das heißt, wenn ihr vier Leute seid, das bekommt man gegessen. Ansonsten friert man halt einen Teil ein. Also einfrieren und frisch gebacken funktioniert eigentlich ganz gut.

Mal kurze Zwischenfrage. Wer backt denn alles? Knapp die Hälfte. Warum funktioniert das? Ich habe endlich mal direktes Feedback.

Das heißt, ich muss nicht irgendwie an einem System rumfrickeln und kann dann hoffen, ob es erst drei Tage durchläuft oder ob die Platte wieder vollläuft. Sondern so einen Teig kennt man irgendwann schon an, wie er reagiert. Ich bin durch eine harte Schule durch.

Ich habe erst einmal mit Rezepten versucht. Da kam dann immer irgendein Teig raus. Das war so ähnlich wie über Rezepte mit meiner Oma sprechen.

Meine Oma hat in meinem Alter und jünger für 30 Schreiner gebacken und gekocht. Das heißt, das war anständig, was sie gekocht hat, war definitiv genießbar. Die hatte aber keine Rezepte.

Das heißt, wenn du gesagt hast, Hey Oma, wie machst du eigentlich deinen Käsekuchen oder wie machst du deine Schmalznudeln? Ja, du machst halt einen Hefeteig, der muss die und die Konsistenz haben. Dann rührst du noch ein paar Rosinen drunter und dann frittierst du das bei dieser und dieser Temperatur. Und der Teig muss so und so aussehen.

Das kannst du nur erfassen, wenn du entweder mit der Oma zehnmal den gleichen Teig gemacht hast und sagst, okay, das verstehe ich. Das ist auch das Gleiche, wenn du heute Spätzleteig für frische Nudeln oder was machst. Meine Schwiegermutter sagt dabei, Ja, dann nimmst du zehn Eier und dann rührst du so lange Mehl zu, bis der so und so aussieht.

Ja, keine Ahnung. Wir haben den Vorteil, wir haben heute YouTube. Das heißt, du kannst heute auch mal einem zuschauen, wie der dieses Brot backt und sagen, okay, der Teig guckt so und so aus.

Der hat ungefähr die Konsistenz. Der gibt dir vielleicht auch noch irgendeinen Tipp. Und dann bekommt man das schon hin.

Also ich habe mal ein Brot gemacht, von Marcel Paar aus der Schweiz. Phänomenal cooler YouTube-Channel. Aber wenn ich nach dem Rezept meinen Teig mache, der ist immer zu flüssig.

Ich habe keine Ahnung, was der für Mehl verwendet. Aber dann passt man halt sein Rezept ein bisschen an. Aber pro Rezept, ich habe keine digitalen Rezepte mehr.

Ich schreibe inzwischen alles wieder in ein Notizbuch, weil ich eigentlich bei jedem zweiten Backen das Rezept ändere. Und mal wieder durchstreiche ich, ah, vielleicht doch 30 Gramm mehr Mehl oder 40 Gramm weniger Wasser. Ich habe heute Morgen feststellen müssen, es wird auch von meiner Familie benutzt, weil meine Tochter nämlich dann angerufen hat, sag mal, hast du das Rezeptbuch dabei? Ich muss noch Pizzateig und Brötchen backen.

Schick mal bitte einen Screenshot. Also mach mal Fotos. Ganz viele Rezepte, die man in Backbüchern findet, heißt immer so, ja, knete den Teig mal, bis er sich von der Schüssel löst.

Also kneten eines Teiges, bis er sich von der Schüssel löst, sind drei, vier, fünf Minuten vielleicht. Hefeteig unter 15 Minuten, das klappt sowieso nicht. Also ich knete inzwischen fast 20, zumindest mein Pizzateig 20, dass das funktioniert.

Wenn die Oberfläche klebrig ist, dann packt man nicht mehr Mehl rein, sondern schaut, dass das Ding auf Spannung kommt. Das heißt, man zieht den zu sich, damit der Spannung kommt. Das bitte in einem YouTube-Video angucken, dafür fehlt mir heute die Zeit.

Was macht das mit meinem Beruf oder warum hilft mir das jetzt? Ich mache endlich wieder was mit den Händen. Ich kann was ertasten, das ist nicht nur Tastatur und Maus. Und ich laufe natürlich auch permanent zwischen Backofen, Waage und Ding hin und her.

Das heißt, ich habe endlich mal wieder Bewegung und stehe nicht nur an der Tastatur. Das funktioniert sogar. Das heißt, damit man wieder in der IT ist, diesen Zutatenteig gehen lassen, formen, gehen lassen, backen, anschneiden, genießen, das funktioniert eigentlich ziemlich gut.

Und der Prozess ist, wenn man das Weißbrot von vorhin anguckt, drei Stunden und dann hat man ein ansprechendes Ergebnis oder zweieinhalb Stunden und es funktioniert. Wenn man mehr Zeit hat, wird es besser, aber es ist ein guter Anfang. Ich habe ein Pre-Wash-Rezept aus einer Kastenform.

Die macht man einmal schon Sonntagmorgens vor dem Frühstück. Das ist einfach nur aus dem Ofen raus, 15-20 Minuten abkühlen lassen und dann stellst du es der Familie hin. Das klappt schon.

Warum klappt das? Da gibt es einmal in der Psychologie von Michael Norton den Ikea-Effekt. Das heißt, alles, was wir selbst machen, hat mehr Wert. Und das ist zum Beispiel, warum Ikea mit diesem Bausatz eigentlich funktioniert.

Weil du das Ding selber zusammenbaust und damit hat es mehr Wert, als wenn du es fertig aus einem Möbelhaus rausträgst. Und wo man das auch ganz gut sieht, sind Backmischungen. Als Backmischungen in den 50er-Jahren aufgekommen sind, haben sich die nicht verkauft, weil die Frauen gesagt haben, also damals war der Bereich eher so frauenlastig, die haben gesagt, da müssen wir ja gar nichts mehr tun, das ist ja stinklangweilig.

Und deshalb musst du heute in deine Backmischung Eier oder Zuckerguss reinrühren oder das Ding selber verzieren, weil dann haben die gesagt, ja das ist geil, jetzt habe ich praktisch meinen Teig, das ist einfacher, aber es ist immer noch handwerkliches Geschick notwendig, um es zu verzieren oder die Eier etc. reinzuholen. Weil es wäre ja auch kein Problem, Trockenei beizumischen, damit du nur noch Wasser reinkippst, aber das macht keiner.

Das heißt, erst als man wieder Eigenleistung hinzugefügt hat, konnte man das auch verkaufen. Deshalb nichts gegen Backmischung. Bleiben wir in der IT.

5 Arten, ein Brot zu ruinieren. Ich muss vielleicht noch eins dazu sagen, ich habe mich mit CSS gespielt und eigentlich sollte unter jedem Bild links unten der Name des Fotografen stehen, ich werde es im Blog noch fixen, aber da kommen wir später dazu. Mein erster großer Fehler, das war absolut ungenießbar, ich habe mein Einbrot gebacken, da habe ich einfach Salz vergessen.

Da ist nicht viel Salz drin, da ist vielleicht 10-11 Gramm Salz drin, aber dieses Brot ist nicht genießbar. Da kannst du auch nichts machen, du kannst kein Salz draufstreuen, es schmeckt halt einfach nicht. Wie ich jung war, waren wir viel an der Adria in Italien im Urlaub und die haben auch so ein nach nichts schmeckendes Weißbrot beim Frühstück.

Das ist so ähnlich. Dann hier danke fürs Foto an Ralf, der sitzt da hinten. Ich habe nämlich festgestellt, ich mache nur Fotos von Broten, die was geworden sind.

Und ich habe neulich mal versucht, so Fails zu finden, dann bin ich bei meiner kompletten Bibliothek durchgegangen, ich finde kein Bild, wo irgendwo ein kaputtes Brot drin ist. Und ich habe auch schon solche Sachen produziert, dass du sagst, der hat Untergare und der Teig ist nicht durch. Das passiert einfach.

Ich erinnere mich, vor ein, zwei Jahren hat meine Tochter zu mir gesagt, wir machen einen Brunch am Samstag, kannst du unser Brot backen? Ja klar machen wir ein Brot, das wirst du natürlich super machen. Das ist für sie und ihre Freundinnen. Das heißt, du gehst ganz genau nach Rezept.

Der Teig war total weich, das wird nichts. Dann habe ich 10 Minuten lang versucht, das Ding auf Spannung zu bekommen. Das hast du immer noch hingelegt.

Dann machst du das im Dutch Oven, also im Eisentopf, dann kann er nicht ganz so weit weg fließen, das wird schon einigermaßen was werden. Das heißt, du heizt das Ding vor auf 250 Grad, packst den Teig da rein, also aus dem Gärkörbchen raus und dann siehst du es so. Der Topf war voll, wie wenn du Suppe reinkippst.

Ich glaube, es wird nichts. Er kam auch nicht raus, der ging keine drei Zentimeter auf und am Schluss hat er dann gesagt, ich kaufe dir ein Brot, das wird nichts mehr. Da braucht man ein bisschen Gefühl, aber ich glaube, wenn du drei oder viermal das gleiche Brot machst, dann hast du ein einigermaßen günstiges Ergebnis.

Ich versuche dann immer aufzuschreiben, was ich diesmal anders gemacht habe und vergleiche dann, diesmal war es wirklich gut und dann schreibt man es sich auf und dann passt es schon. Hefe. Ich habe mal Brioche Burger Buns gemacht und da stand im Rezept, da nimmt man so Trockenhefe, schüttet es in Wasser, löst es ein bisschen mit Zucker auf und wenn die aktiv ist, blubbert es und wenn es nicht aktiv ist, schüttet man es weg und macht es nochmal.

Ich würde mal sagen, in zwei von drei Versuchen geht es in die Hose. Ich habe jetzt nachgelesen, es gibt in Deutschland eigentlich nur Instanthefe. Also alles, was in diesen metallbeschichteten Tütchen drin ist, ist Instanthefe und die mischt man vorher mit Mehl.

Also erstmal mit Mehl mischen und dann wird es auch gut. Ich habe gesehen, in irgendeinem Forum stand drin, dass Seitenbacher hat irgendwo Trockenhefe, die muss man vorher mit Wasser anrühren. Aber das steht auf der Verpackung.

Das heißt, nicht am Rezept folgen, folgt dem Hefepäckchen oder der frischen Hefe. Und ich mache da auch keinen Unterschied mehr. Ich sehe keinen Unterschied, ob das Instant- oder Frischhefe ist.

Ich habe irgendwann mal angefangen und gesagt, ich nehme nur noch Instanthefe, weil ich habe dann immer diese 42 Gramm Würfel im Supermarkt gekauft und dann hat man drei Monate oder zwei Monate, wo man nur Pizza bäckt und ich habe in meiner Pizza, glaube ich, eineinhalb Gramm Hefe. Das heißt, ich mache so 30 Pizzen aus diesem Würfel. Jeden Samstag Pizza, das heißt 30 Wochen, der Würfel geht irgendwann dazwischen kaputt.

Das geht gar nicht, der hält nicht so lange. Diese metallbeschichteten Tüten, ich habe neulich gelesen, eigentlich sind die dafür da, damit die keinen Sauerstoff ziehen, weil diese Hefe mit Sauerstoff aktiviert wird. Ich habe noch nie ein Problem gehabt, wenn diese Tüte eine Woche offen war oder zwei, ich falte die zu und mache so einen Clip drauf und fertig.

Genau, also folgt es der Packung und knete das lang genug. Und wenn ich hier schaue, das ist mein Pizzarezept. Die App sehen wir später noch.

Ein Teigballen 300 Gramm, das ist so ein Pizzarezept, was wir machen, der geht acht Stunden bei 27 Gramm. Da sind 0,083 Gramm Instanthefe drin. In diese Tüten sind sieben Gramm.

Da kann man schon eine Zeit lang rausschütten, bis man da dran ist. Diese Pizz-App hat, glaube ich, auf Google Play Store tatsächlich nur eine Drei-Sterne-Bewertung und alle Bewertungen, die drinstehen, sagen, das Ding ist scheiße, weil es mit Piehole nicht richtig funktioniert und trotzdem Werbung anzeigt oder weil es irgendwie was anderes macht, wenn Piehole mit dabei ist. Das Ding kostet nichts, dann zeigen die halt Werbung an.

Ist doch scheißegal, hauptsache mein Teig funktioniert. Kann ich empfehlen, Link kommt später. Mein erster Fehler, den ich lang mit Pizza gemacht habe, ich habe ihn einfach nicht lang genug geknetet.

Das heißt, du lässt ihn acht Stunden gehen und dann müssen abends wieder Italiener durch die Luft wedeln, auseinanderziehen und dann reißt das Ding. Irgendwann, ich glaube, meine Tochter hat dann gesagt, du knetest den nicht lang genug. Irgendwie das YouTube-Video mit dem und dem Italiener, der knetet 20 Minuten und dann geht das.

Und dann testet man das und tatsächlich, 20 Minuten kneten, alles gut. Und weil wir beim Kneten sind, das kann man mit der Hand machen, also 20 Minuten kneten ist anständig, es geht in die Arme, dann weiß man auch, was man getan hat. Oder mit der Maschine, ist völlig egal.

Auch die Maschine ist egal. Ich weiß nicht, es gibt das gerade auf YouTube, irgendeine schwedische Maschine, die einen Quill hat. Wird total gehypt, kostet 800-900 Euro.

Da kann ich viel Brot beim Bäcker kaufen, bis das funktioniert. Oder bis ich das wieder rauskriege. Das funktioniert auch mit irgendwas günstigem.

Also das, was zu Hause ist, das nimmt man. Und wenn nur die Hände da sind, dann knetet man mit der Hand. Acht bis zehn Stunden gehen lassen, habe ich schon gesagt.

Dann nochmal kurz formen, auf Spannung. Stunde stehen lassen und dann kommt das Ding in den Ofen. Pizzabacken kann man auch auf dem Stein, kann man im Haushaltsofen.

Da kommt eigentlich, wir sehen später ein Foto, da kommt schon ein anständiges Ergebnis raus. Also lang genug kneten, war glaube ich Fehl 3. Ne, das war 4. Also das war 3, 4 und 5 ist der Teig zu warm. Und das ist mir passiert mit meinen Laugenbrezen.

Da muss der Teig tatsächlich eher kühl sein, weil die wirft man, wenn man selbst Laugengebäck macht, in ein Wasserbad. Also es gibt zwei Möglichkeiten. Der Bäcker nimmt 16-prozentige Lauge und sprüht die ein.

16-prozentige Lauge würde es in der Küche nicht unbedingt handhaben wollen. Man kann auch eine 5-prozentige Lauge machen und das Ding einfach eine Minute in das Wasserbad reinwerfen. Es kommt auch ein Spitzenergebnis raus.

Der Teig muss aber kalt sein, sonst läuft das Ding einfach auseinander und das ist auch nicht schön. Ergebnis sehen wir später. Der Tag geht bis halb, gell? Ja, gut, kommen wir hin.

Mal ein schnelles Beispiel, Brötchen. Das ist das, was man so beim Bäcker kriegt. Kann man aus der Tüte machen.

Was ich bei denen cool finde, 12 Stück funktionieren super aus der Küchenmaschine. 12 Stück kann ich wunderbar einfrieren. Das heißt, 4 frisch essen und den Rest einfrieren.

Den wirft man kurz auf den Toast zum Aufbacken oder schneidet es einmal durch und packt es auf den Toaster und hat ein perfektes Ergebnis. Wir haben das irgendwann mal angefangen, Kinder für die Schule morgens. Einfach Brötchen schmieren, einmal auf den Toaster und gut.

Wie ist der Aufwand? Nehmen wir wieder unsere App. 12 Teigballen, 90 oder 95 Gramm. Da wechseln wir ein bisschen das Wasser.

Bei der Pizza gibt man knapp 3% Salz. Beim Brötchen und Brot würde es auf 1,5 bis 1,8% gehen. Ich lasse es vielleicht nur 2 Stunden gehen.

Active Dry Yeast oder Instant Yeast ist egal. Das ist ungefähr die gleiche Menge. Nachdem wir nur 2 Stunden gehen lassen, sind wir bei 3 Gramm Hefe.

Das ist immer noch nicht die Welt. 15 Minuten kneten, 2 Stunden gehen lassen. Portionieren.

Zutaten abwiegen. 13.

11 Gramm Salz, also Salz. Dann sind das ungefähr 0,3 Gramm Hefe. Ich weiß, wir haben im Rezept 3 Gramm.

Das ist die Menge, die wir brauchen für eine Pizza. 0,3 Gramm instant. Die Schüssel, die man da sieht, ist ungefähr so groß.

Das ist nüscht. Fangen wir mit dem Kneten an. Das heißt, das Ganze kommt erstmal raus.

Hier löst sich es von der Schüssel. Hier hören wir noch nicht auf, sondern irgendwann hier. Das heißt, der schaut wirklich gleichmäßig aus.

Man kann also ein Fenstertest machen und zieht den Teig auseinander. Und wenn man dann eine Stunde oder zwei gehen lässt, schaut der in der Schüssel ungefähr so aus. Wir portionieren auf 95 oder 90 Gramm.

Schleifen das rund, das heißt einfach nur mit der Hand auf der Oberfläche ohne Mehl rund schleifen, damit das Ding Spannung kriegt. Was man bei Brötchen oder was ich bei Brötchen mache, ist einmal, ich nutze mein Tee-Ei für ein bisschen Mehl, um ein Handtuch einzumehlen. Also diese Tee-Dinger kosten praktisch nichts, wenn du sie irgendwo kaufst.

Verzeihst du mir eine Frage? Nein. Was ist der Fenstertest? Der Fenstertest ist, wenn du deinen Teig nimmst und so auseinanderziehst und er nicht reißt und du fast Zeitung durchlesen kannst. Also Handtuch einmehlen, damit es nicht anklebt, der Verschluss nach oben.

Ich baue entweder rund oder leicht oval. Wir haben es also hier im Handtuch nochmal so eine halbe Stunde gehen lassen, dann kommt das Ding aufs Blech, mit Wasser einsprühen, dass die leicht feucht sind. Ich packe sie meistens zwei bis drei Minuten dann schon in den vorgeheizten Ofen, damit die so leicht aufgehen, einschneiden und dann lässt man sie 20 Minuten fertig backen und kommt irgendwie auf so ein Ergebnis.

Auskühlen lassen, entweder gleich essen oder einfrieren oder auch zwei Tage in der Tüte packen und einmal kurz auftosten. Funktioniert eigentlich alles. Und das ist vielleicht eines der einfachsten Rezepte, die man machen kann.

Kann man vielleicht mal mit sechs Stück erst anfangen und dann passt es. Was ist Backen nicht für mich? Das ist definitiv kein Lifehack. Ich würde nicht jedem sagen, hey, du bist kurz vor dem Burnout, du musst jetzt unbedingt Brot backen oder du musst jetzt unbedingt selber deinen Sauerteig ansetzen.

Nee, für mich funktioniert das, weil ich habe für mich festgestellt, die letzten Jahre, was mir fehlt, ist abends ein Ergebnis, wo ich sage, das habe ich gemacht. Und nicht dieses, ich habe heute 18 Gigabyte Glocks herumgeschubst, sondern das Teil habe ich gemacht. Ja, also es ist sicher auch eine Pflicht, Sauerteig zu starten.

Wenn ihr Bock auf Hefebrot habt oder Hefe im Brot, dann macht es doch, das schmeckt auch anständig. Ich habe irgendwann so nach fünf, sechs Mal gesagt, die spielen alle mit Sauerteig herum, das kann nicht so schwierig sein, machen wir das heute mal und dann setzt man seinen eigenen Sauerteig an, gibt nur YouTube-Videos, sechs Tage in Folge irgendwie Mehl-Wasser vermischen und dann tut das. Und tatsächlich, das Brot ist definitiv anders.

Es ist schon spur cooler, die Hefe-Variante. Aber Hefe ist auf jeden Fall ein guter Anfang. Genau, es geht darum, ich muss nicht effizienter werden, ich bin, glaube ich, effizient genug, ich brauche irgendwas, das nicht wie meine IT-Arbeit ausschaut.

Und wir haben es ja vorhin schon gesehen, ich kann kein CSS, sondern ich mache aber CSS-Fehler und lieber machen wir dann einmal Brot. Ja, ich kann nicht immer zeigen, was ich gemacht habe über den Tag, hat mir auch noch nie jemand gefragt, ganz ehrlich gesagt. Also ich habe noch nie einen Chef gehabt, der abends angefangen hat, was tust du eigentlich den ganzen Tag.

Ich habe aber festgestellt, abstrakte Arbeit, so wie mein IT-Business ist, ist manchmal einfach körperlich unbefriedigend. Ich finde Handwerk, also ich komme ja, ich habe ja Holzbau studiert und dieses, ich will mal was mit Holz machen, hat für mich natürlich ein komplett anderes Gefühl wie bei anderen vielleicht. Ich habe aber keine Kreissäge mehr.

Das heißt, ich habe nicht so die Zeit und den Platz gerade für Holz, deshalb lieber backen. Und ja, es kann schon mal was schief gehen beim Backen, ganz selten kann man das, was rauskommt, nicht essen. Ich glaube, Ralf, du hast vorhin gesagt, dieses Brot, das man im Foto gesehen hat, kann man gar nicht essen, weil es einfach zäh war.

Ich habe auch so zwei, drei Brote, wo ich gesagt habe, der Salzfell, der ist ungenießbar und dieses ganz flache Brot, das taugt auch nichts. Wie fangen wir an? Was könnte man da so tun? Also ich habe ganz viele Sachen beim Möbelhaus gekauft. Das Handtuch, glaube ich, ist Möbelhaus, der Brotkorb, das ist so ein Gärkörbchen mit Ding-Einlage, ist Möbelhaus.

Dieser Wassersprüher kommt aus der Pflanzenabteilung vom Möbelhaus, der Teigschaber auch, nur der Rosane ist von seinem Kaffee-Röster, der in jeder Fußgängerzone ist und das Tee-Ei weiß ich nicht mehr. Aber im Endeffekt, was da liegt, sind vielleicht 15 Euro. Wenn man mit der Hand knetet, macht euch eine Musik an oder ein Youtube-Video und knetet es einfach.

Was braucht man vielleicht noch? Eine Küchenwaage wäre cool. Ich wiege auch sämtliche Flüssigkeiten. Das war ein langer Streitpunkt bei uns in der Küche, weil wir hatten auch so Messbecher-Dings.

Du lachst schon. Ich glaube, meine Frau ist im Live-Feed. Die lachen alle.

Man macht das mit der Küchenwaage, das funktioniert halt auch. Ich habe vor ein paar Jahren angefangen, bei Amazon, wo ich noch einen Account hatte, eine Feinwaage bestellt, die auf hundertel Gramm wiegt, weil man 0,03 Gramm Hefe sonst nicht portionieren kann. Eine normale Haushaltswaage wie meine Silberner wiegt nur aufs Gramm.

Die schlägt halt irgendwann das Gramm um. Gramm ist eine Riesenmenge bei Hefe. Eine Schüssel ist nicht schlecht.

Den Brotkorb kann man sich sparen, wenn man das Handtuch in eine Schüssel reinwirft zum Teig gehen lassen. Die Küchenmaschine, wie gesagt, wir haben auch mit so einem weißen Plastikding angefangen. Das tut schon.

Wir haben vorhin über Hefe gesprochen. Die kann man simpel umrechnen. So ein Hefewürfel hat 42 Gramm.

Der ist für ein Kilo Mehl, der Frischhefewürfel. Bei der Instanthefe ist es so, dass eine Tüte für 500 Gramm Mehl ist. Das ist so das grobe Ding.

Das würde aber 21 Gramm für 500 Gramm Mehl beziehungsweise 7 Gramm Instanthefe, da würde das Ding aber auch nur eine Stunde gehen lassen. Ich würde sagen, das schmeckt man. Also lieber länger gehen lassen und dafür weniger Hefe.

Wir rechnen also 3 zu 1 um. Das heißt, man kann jedes Rezept, das man irgendwo liest, wenn man sagt, ich habe aber nur die Art Hefe zu Hause, dann rechne ich es halt schnell um. Das spricht auch nichts dagegen, dass man so ein Brotrezept halbiert, viertelt, drittelt.

Das tut alles. Das war die App, wo ich gesagt habe, der Link ist in der Präsentation. Da kann man einfach draufklicken.

Ich finde das Ding einfach genial. Aktuelle Temperatur, Gehzeit, was ich geplant habe, was wir noch gar nicht gesprochen haben, wie eine Blechpizza. Da ist sogar eine Option drin, wie lange man es in den Kühlschrank packen will.

Das heißt, du kannst sagen, ich packe das jetzt noch 48 Stunden in den Kühlschrank und dann geht es noch mal ohne Kühlschrank so und so lang. Dann kommt ein ziemlich gutes Ergebnis raus. Und ich nutze es nicht nur für Pizza, ich mache damit Brötchen.

Baguette funktioniert gut. Das Einzige, was man machen muss, man muss mit dem Salz ein bisschen variieren. Das heißt, weniger Salz für Baguette, Brötchen, Brot.

Das wird auch irgendwann mal grün. Ich glaube, bei 2,9% wird es grün-weiße für Pizza gedacht. Pizza 2,8, 2,9 oder 3,5% das tut schon.

Flüssigkeit wäre interessant. Ich mache Pizza bei 59% aktuell. Brötchen ein bisschen mehr.

Ich nutze aktuell vor allem Weizenmehl. Wenn ihr Dinkel habt, braucht es ein bisschen mehr Wasser. Ich habe auch festgestellt, bei einem Discounter gibt es ein Spezialpizzamehl.

Weiß mit roter Schrift drauf. Das braucht mindestens 4,6 bis 5,6% Wasser. Das war steinhart, wenn ich das das erste Mal mit 59 gemacht habe.

Den kann man nicht richtig ausziehen. Das sollte auch weicher sein. Ich nutze eigentlich vor allem Haushaltsmehl.

Wo wir gerade beim Einkaufen sind, ist es der Bioladen, dann nimmst du da ein Kilo Weizenmehl mit. Wenn es beim Discounter ist, nimmt man da eins mit. Ich mache da keinen Unterschied.

Ja, es gibt Unterschiede. Diese Pizzamehle hat mehr Protein. Das heißt, wir brauchen mehr Wasser.

Da muss man ein bisschen rumspielen. Aber ich mache da auch keinen Unterschied. Wenn ich nur Pizzamehl daheim habe, dann kommt mehr Wasser rein und dann mache ich ein Brot damit.

Da spricht überhaupt nichts dagegen. Klar kann man jetzt hergehen und sagen, ich schaue mal eine Anleitung oder nehme mein Backbuch und mache meinen Sauerteig selbst. Ich habe meinen Sauerteig inzwischen 4 oder 5 Jahre im Kühlschrank.

Wer gerne einen hat und in meiner Gegend ist, der kann auch kurz vorher anrufen. Wer nicht in meiner Gegend ist, hat letzte Woche beim Vorbereiten von dem Talk den Link gefunden. Sauerteigbörse auf VolkerMampf.de Ich habe allein bei mir in der Gegend 5 Leute gefunden, die verschiedenste Sauerteige mit Namen anpreisen.

Die sagen, mein Sauerteig ist 25 Jahre alt, er basiert auf der Mehlsorte und wenn ihr vorher anruft, könnt ihr gerne einen abhaben. Das heißt, ihr müsst euch nicht eine Woche hinstellen und habt dann einen nicht besonders triebfähigen Sauerteig. Vielleicht gibt es ja einen triebstarken Sauerteig und nehmt den zum Starten.

Den kann man sich dann selber im Kühlschrank mit weiterziehen. Mein Sauerteig wohnt im Kühlschrank. Er hat keinen Namen.

Unsere Tiere haben Namen, aber nicht der Sauerteig. Das heißt, er steht in seinem Gläschen im Kühlschrank. Ich nehme meistens 2 Löffel am Samstag raus, wenn ich Pizza mache und mische das unter den Pizzateig.

Das, was ich raus tue, kommt als Mehl und Wasser wieder rein und dann hält er wieder eine Woche durch. Manchmal ist eine komische Flüssigkeit drauf, die schüttet man ab, manchmal macht man das Glas vielleicht sauber, weil es komisch wird, weil es oben verkrustet wird. Aber der ist harmlos, der steht in der Ecke im Kühlschrank und den packt man mit.

Irgendwer hat mir heute erzählt, er nimmt immer das ganze Glas für sein Brot und nimmt dann ein Stück vom Teig und packt es wieder in sein Glas und das kommt in den Kühlschrank. Funktioniert genauso, wie ihr es machen wollt. Da gibt es keine Lösung.

Einfach mit Gefühl. Ich habe letztens angefangen, so Pizza und Wraps zu machen in der Pfanne. Das kann man entweder im Ofen oder in der Pfanne machen.

Das Pfannenbrot ist ein wahnsinnig weicher Teig. Den ersten, den ich so gemacht habe, so wie das Brot, den drückst du so flach und legst ihn nochmal 20 Minuten zum Gehen lassen neben dich auf so ein Backblech. Da wollte er halt nicht mehr so richtig runter.

Wenn du ihn von dem Backblech runterziehst und in die Pfanne reinwirfst, dann ist er eh schon ein Wrap und kein Pfannenbrot mehr. Was ich inzwischen mache, ich schneide mir ein Backpapier in mehrere Stücke, portionieren die da drauf und drücken flach und dann wird er einmal verkehrt herum mit dem Backpapier in die Pfanne transferiert, Backpapier abziehen und alles gut. Genauso mache ich auch Bagels.

Bagel ist jetzt auch ein brutal weicher Teig. Darauf packen, Wasser zum Kochen bringen. Also Bagels werden gekocht, erstmal zwei Minuten.

Dann packen wir die verkehrt herum rein und dann löst sich das Backpapier von alleine. Und los geht's. Ein Wort zu Backpapier.

Wir backen Brot bei 230 bis 250 Grad. Die ganzen Backpapierhersteller sagen Backpapier bis 220. Ich habe einen Blogpost gefunden, der hat extra bei Toppits nachgefragt.

Toppits sagt, Selbstentzündung bei 300 Grad und eigentlich löst sich nichts aus dem Zeug. Also diese 220 sind nur wegen, der Ofen heizt manchmal über die eingestellte Temperatur. Sollte nichts passieren.

Ich habe also Backpapier schon bei 250 Grad verwendet und das ändert definitiv zumindest die Farbe. Würde ich auch nicht unbedingt machen. Dauerbackfolien sind das gleiche.

Die sagen also 230 bis 240 Grad. Spricht aber auch nichts dagegen, dass man das auf ein gefettetes Blech drauf packt. Ich habe gerade das Problem, dass die Hälfte meiner Familie glutenunverträglich geworden ist.

Wir machen inzwischen auch sehr viel glutenfreier Kram. Da vielleicht zum Anfang. Ich habe einen Rezepttipp gefunden.

Sauerteig aus Buchweizenmehl. Das einzige, was ich jemals gefunden habe, was mehr stinkt, ist eine Stinkbombe. Furchtbar.

Das stinkt unglaublich. Drei Tage diesen Buchweizen-Sauerteig ich habe ihn dann einfach weggeschmissen. Es gibt ein paar glutenfreie Mehlhersteller.

Die sind sehr reißlastig. Den kann man nicht einfach in die Ecke vom Kühlschrank stellen und dann einmal zwei Wochen unbeaufsichtigt lassen, der schimmelt. Das geht in die Hose.

Das ist definitiv eine andere Kultur. Es gibt ein schönes Ergebnis, aber den muss man ein bisschen mehr pflegen. Und diese ganzen glutenfreien Mehle brauchen das doppelte an Wasser, was ein normaler Teig braucht.

Da packt man auf 500 Gramm Mehl meistens 400 Gramm Flüssigkeit. Die ziehen irrsinnig. Aber das Ergebnis ist auf jeden Fall besser als das, was man fertig im Supermarkt kauft.

Zeit ist gut. Schauen wir uns noch ein paar Rezepte an. Das war mal kein Fail.

Das ist Sauerteigbrot, Weizen, Sauerteig. Der hat funktioniert. Der war okay.

Das ist das Rezept. Ich mache einen Vorteig. 10 Gramm Sauerteig aus dem Kühlschrank mit 100 Gramm Mehl und Wasser mischen.

Den stelle ich über Nacht neben dem Kühlschrank aufs Kästchen. Morgens mit 560 Gramm Mehl, 300 Gramm Wasser und Salz mischen. 15-20 Minuten kneten.

Salz ganz zum Schluss rein. Dieses Salz ganz zum Schluss rein, das ist eine Streitfrage. Ganz viele Leute, gerade diese ganzen YouTuber, sagen, auf keinen Fall vorher, ganz am Schluss.

Ich kenne da keinen Unterschied. Ich habe schon Brot gebacken, wo das Salz sofort reinkam. Das schaut genau so aus, wo das Ding nach 18 oder 19 Minuten reinkommt.

Da bin ich mir nicht sicher, ist das Hörensagen oder keine Ahnung. Vorteig soll sich verdoppeln. 20 Minuten kneten, 3-4 Stunden diesen richtigen Teig gehen lassen.

Nach 4 Stunden packen, schleifen, rund packen in einen Gärkorb oder mit Handtuch ausgelegten Schüssel. Dann lässt man nochmal gehen, das fehlt hier. Also nochmal so eine Stunde oder zwei gehen lassen.

Das kriegt man so aus dem Gefühl, wann der heute den Korb voll macht. Dann bei 230 Grad entweder direkt im Ofen oder in seinem Stahltopf backen, also den Topf vorher heiß machen. Und auf jeden Fall am Schluss 10 Minuten ohne Topf.

Das funktioniert eigentlich ziemlich gut. Bis auf diesen einen Fail für diesen besagten Brunch der Tochter hat das Brot eigentlich immer funktioniert. Den finde ich okay.

Was überhaupt keinen Aufwand macht ist Toast. Die Backform zu dem Toast gibt es auch beim Möbelladen mit den Inbusschlüsseln. Das wären zwei so Brote, das ist das Rezept, die mischt man einfach zusammen.

Das einzige was da ist, die 50 Gramm weiche Butter würfeln und ganz zum Schluss unterrühren. Der wird ganz am Schluss geknetet. Den lässt man gehen, sechs Teile machen, den drückt man flach und rollt dann einmal auf, dass er in diese Form reingeht.

Deshalb diese drei Geschichte da und gut. Was sehr gut immer ankam ist Brioche. Auch total easy.

Da ersetzt man einfach das Wasser mit Mehl und packt ein paar Eier mit dazu. Da habe ich 20 Gramm frische Hefe drin, weil den gibt es oft Sonntagmorgen. Einfach acht oder neun aufstehen und dann kurz vor dem Frühstück noch machen.

Kneten, auch wieder Butter in kleinen Würfeln, 16 Minuten gehen lassen. Hier machen wir acht Rollen draus und packen sie in eine Kastenform. Wenn man es dann nochmal 30 Minuten gehen lässt, dann verdoppelt sich das, das heißt die Form ist eh schon gut voll.

Man sieht es ja auch, die Form hört hier auf, die ist ungefähr doppelt so hoch wie diese Aluform. Die besagten Brioche Burger Buns, Christian Stankowicz hat mir gestern erklärt, da muss unbedingt Honig mit rein, das ist so der Running Gag dieser ganzen Burger-Macher, dass man selber seine Sauce macht und eben Brioche Burger Buns mit Honig macht. Also ich mache sie ohne Honig.

Und seit ich die mit Frischhefe oder Trockenhefe mache, die nicht vorher mit Wasser angerührt wird, funktioniert das auch. Ich habe hinten ein alternatives Rezept, der braucht ein Kochstück. Wir kochen Milch und Mehl in einem Topf, dass es so ein Klumpen wird, damit man mehr Wasser binden kann.

Dann werden die angeblich noch fluffiger. Ich kenne da keinen Unterschied, das ist mein Aufwand zu hoch. Einfach so machen, sechs oder acht Stück aus dem Teig.

Ein Burger-Patty, den kann man selber machen oder kaufen. Ziemlich lecker. Pfannenbrot.

Na, Wrap. Im Endeffekt auch das gleiche hier, da ist überhaupt kein Hefe drin. Das ist ein Ölteig.

Fünf Minuten vielleicht kurz in der Schüssel liegen lassen, damit der Teig sich entspannt. Ausrollen, in die Pfanne werfen, auf jeder Seite eineinhalb bis zwei Minuten backen und man hat definitiv etwas Besseres als diesen fertigen Weizenwrap aus dem Supermarkt. Meine nächste Stufe wird Maismehl.

Da habe ich aber noch keine Erfahrung, das wird erst getestet. Ich habe versprochen, das ist Pizza aus dem Haushaltsofen ohne irgendeinen Zusatzaufwand. Da ist kein Stein und kein Backstahl drunter.

Den backe ich 20 Minuten vielleicht. Wenn das vier Pizzen sind, wechselt man einfach durch, dass jeder mal oben oder ganz unten war. Dann dauert es vier, fünf Minuten länger.

Aber das ist auf jeden Fall ein Ergebnis, das man sehen lässt. Und das funktioniert auch. Da ist nicht viel dabei, da packt man ein bisschen Mozzarella drauf und dann Tomatensauce nach Belieben und fertig.

Also kein Ketchup, sondern anständige Tomatensauce. Da lacht es ihr. Jetzt zu den berühmten Laugendingern.

Das ist auch nicht groß schwierig. Da ist vielleicht eher so die Diskussion, Baden-Württemberger oder bayerische Brezeln. Der Baden-Württemberger macht mehr Fett oder Butter rein.

Und deswegen müssen die Baden-Württemberger unten den dicken Teil anschneiden, damit er aufgeht und die bayerische Brezel schneidet man nicht an, die bricht von alleine auf, weil die trockener ist. Dadurch ist meiner Meinung nach die bayerische Brezel die bessere, weil die kräscher wird. Die ist einfach krass.

Das ist nicht groß schwierig. Teig zusammenrühren. Was da drin ist, da sind 7,5 Gramm Honig drin zusätzlich oder Backmalz.

Nachdem ich kein extra Backmalz nach Hause tue, pack ich einfach Honig rein. Das funktioniert genauso. Und dann kann man Kneten ruhen lassen, 9 Teile draus machen und dann macht man halt entweder so Knoten draus, das heißt man verschlingt die ineinander, man kann einen Zopf flechten, das wäre eher her.

Man könnte eine Brezel draus machen. Brezel ist ein bisschen schwierig, weil wir müssen es danach ins Wasser packen zum Kochen, weil die verformen sich leicht. Aber die kann man dann auf dem Blech nochmal zurecht biegen.

Das heißt wir machen uns, da drüben ist die Lauge, diese 50 Gramm Natron, das sind so grüne Tüten aus dem Supermarkt, in eineinhalb Liter Wasser rein, ein bisschen Salz dazu, aufkochen lassen, damit das vor sich hin zimmert. Diese Knoten reinwerfen, die müssen auch nicht schön sein. Die gehen alle nach, also nach dem Kochen und im Backofen.

Das geht nochmal richtig auf und füllt sich. Die schauen auf dem Blech eher seltsam aus. Man kann aber auch wie hier unten einfach Mozzarella draufstreuen und hat dann so eine Käsestange, also spricht auch überhaupt nichts dagegen, kommt gut an.

Was nicht funktioniert, ist so Meersalz draufpacken. Schaut, dass ihr irgendwo aus dem Supermarkt entweder von diesen Fertigbrezeln noch Salz überhabt. Es sollte Brezelsalz sein, gibt es auch im Internetversand.

Ist nicht teuer, aber es ist irgendwas anderes, das ist so ein bisschen krümelig. Und Meersalz ist ja steinhart, das ist Mühlensalz, dass es dann auch ungefähr die gleiche Größe hat. Und das Backen, das ist definitiv so, dass ich sage, die schmecken so, wie es zu meiner Jugend gewöhnt gewesen wäre.

Also Tipps zum Förmen. Zöpfe flechten, Knöpfe machen, Brezeln YouTube suchen oder sucht sie im Internet, da gibt es so viele Anleitungen. Ich bin kein Videomensch, ich mache keine Videos.

Ich habe ja auch schon gesagt, ich vergesse ganz oft das Fotografieren, deshalb gibt es auch keine große Anleitung, wie man das macht. Da gibt es genug fertige Internetgeschichten. Weitere Rezepte, was einfacher ist, ist Focaccia.

Also das sind jeweils Links, klickt drauf, sucht es raus. Focaccia ist einfach so italienische Hefegeschichte in einer Form mit und ohne Tomaten und Kräuter oben drüber. Schmeckt phänomenal zu Raclette zum Beispiel.

Wenn man kein Baguette oder so zu Hause hat. Baguette funktioniert genauso gut. Ich habe über Bagels gesprochen.

Bagels kann man auch wunderbar zu Hause machen, ist definitiv besser als das, was man fertig aus dem Supermarkt bekommt. Und die Zimtschnecken kommen auch immer gut an. Zimt hat fast jeder zu Hause, ein bisschen Butter und den Hefeteig und dann passt das auch und kann ich nur empfehlen.

Und mein Zeitmanagement funktioniert auch diesmal, Henning. Ich habe den Fragen-Slide vergessen, das ist mein letzter Slide. Wie gesagt, die Rezepte einfach ausprobieren, die haben andere schon aufgeschrieben, das muss nicht ich machen.

Fragen? Da kommt schon der Erste. Erstmal Zeit für einen Applaus, bitte. Vielen, vielen Dank für die Einsichten.

Vielen Dank für die Inspiration. Ich bin Backnoob, also ich habe noch nie gebacken. Aber eine Frage habe ich, welche Funktion hat dieses Tuch, was man in die Schüssel legt? Damit du den Teig aus der Schüssel wieder rausbringst.

Das heißt, du mehlst dieses Tuch leicht ein und dann kannst du das mit dem Tuch rausschütten und aufs Blech packen. Weil ansonsten hast du einen sehr luftigen Hefeteig und dann fängst du mit deinem Teigschaber an und versuchst es aus deiner Schüssel rauszukratzen und dann ist es wieder Pfannkuchen hoch auf deinem Blech und wird auch wieder nichts. Also das sollte leicht rausfallen.

Ich habe auch meinen Gärkorb, du kannst diesen Gärkorb, das ist ein Weidenholzkorb, den kann man auch einmehlen. Aber mir ist das auch schon passiert, gerade mit Roggenteige, die eher weich werden, die kleben dann in diesem komischen Korb und deshalb lasse ich inzwischen auch dieses Tuch drin, ich glaube das ist Korbbaumwolle, aber es ist egal, das mehlt man leicht ein und dann kannst du das mit dem Tuch rausleeren und leicht abziehen. Und dann hat man eh schon ein lustiges Muster obendrauf und das tut es eigentlich auch.

Stimmt, Leinen, danke. Ich wollte jetzt nicht so aussehen, wie wenn ich mir nichts merken kann, aber Leinen war das Wort, das ich gesucht habe. Ja, wollte ich auch gerade sagen.

Ich habe eine Frage und noch eine Anmerkung. Erstmal die Anmerkung, ich wollte noch gerne ein bisschen bedenken gegen Backpapier schüren. Ich weiß nicht, ob euch bewusst ist, warum das so einen späten Flammpunkt hat.

Weil da Silikon drauf ist. Beziehungsweise Teflon. Das ist also gesundheitlich nicht ganz unbedenklich, sagen wir es mal so.

Und eine Frage zu dem Dutch Oven. Ich habe auch einen und mein letztes Sauerteigbrot habe ich im Grill gebacken. Der hat aber den Nachteil, damit ich den Deckel zukriege, musste ich die Rost rausnehmen und dann schlägt die Flamme direkt gegen den Dutch Oven und dann wird er von unten sehr heiß.

Und dann wird es ungleichmäßig heiß und es verbrennt unten. Du machst das im normalen Dutch Oven und hast aber erzählt, du heizt den vor und gibst dann den Teig in den vorgeheizten Dutch Oven. Genau, ich heize meinen Ofen auf 230 bis 250 Grad je nach Rezept.

Da ist der Dutch Oven mit dem Ofen. Deckel daneben legen, damit er richtig durchglüht. Also er glüht noch nicht bei 250 Grad, aber damit er wirklich ganz warm wird.

Und ich kippe den Außenkörbchen in den Dutch Oven rein. Ein bisschen mit den Fingern aufpassen, damit man sich nicht brennt. Ich habe hier ein paar so Narben, die kommen passieren.

Einschneiden. Beim Dutch Oven werfe ich zwei Eiswürfel mit rein. Deckel drauf, in den Ofen rein.

Dann hast du genug Feuchtigkeit, damit der in sich so ein bisschen Feuchtigkeit hat und dann geht er auch richtig mit Dampf auf und tut. Und Dutch Oven ist so, wie hast du diese französische Le Creuset zum Beispiel? Also diese keramikbeschichteten, sauteuren französischen Pfannen gibt es aber auch ganz easy beim Dutch Oven. Beim Discounter kommen die jeden Herbst meistens ins Angebot.

Kann man auch für 30-40 Euro kaufen. Das war jetzt also der Vortrag von Christoph Stöttner. Warum ich angefangen habe, Brot zu backen.

Den hat er gehalten bei der Konferenz Frostcon in diesem Jahr 2026. Diese Sendung könnt ihr nachhören auf unserer Webseite politopiamagazin.de Dort haben wir alle unsere Sendungen versammelt und in den Show Notes, also in den Sendungsnotizen haben wir auch noch weitere Links versammelt unter anderem auch den Link zu dem Originalbeitrag mit Video. Wir freuen uns, dass ihr dabei wart und hoffen, dass ihr auch wieder nächste Woche zuhört beim Politopia Magazin.

Mittwoch 16 Uhr bei Radio X. Also bis nächste Woche.